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16 Meter hohe Sanddüne El Giere bildete und andere Bildungen festen Lande- erfolgten in Milte einer Reihe von Seen, führte die Wichtigkeit eines Seewege« zwischen Mittelmeer urä> Rothern Meere auf den Gedanken einer künstlichen Verbindung. Die erste wurde wohl schon im 15. Jahrhundert vor Christus durch Ramses II. hergestellt. Ihr folgten verschiedene andere, bis nun­mehr der Suez-Kanal Port Said und Suez, also beide Meere, verbindet. An die geschichtlichen Notizen reihte sich eine Schilderung der Endpunkte deö Kanals, Port Said und Suez, deS Kanals selbst, seiner Erbauung und seines dermaligen Zustandes, sowie über die Art deS Verkehrs auf demselben. Auch der Bedeutung des Süßwasser-KanalS, der das Nilwasser nach Suez führt, wurde gedacht. Karten und Photographien erläuterten daS Wort. — Die Gesellschaft sprach durch Erheben von den Sitzen dem Herrn Vortragenden ihren Dank aus.

(*) Man schreibt uns von hier:

„Der Rhönklub-Zweigverein Fulda, welcher seither eigentlich nur für Anlagen in der Ferne, Schaffung von Aussichtspunkten, Ruheplätzen und Wegweisern in der Rhön thätig war, beabsich- sicht nunmehr in der nächsten Umgebung von Fulda, nämlich auf dem Kalvarienberge, einen Aussichtsthurm zu erbauen, um daS prächtige Panorama, welches sich hier dem Auge bietet, durch mehrere Baumgruppen aber wesentlich eingeschränkt ist, freier zu gestalten. Zu diesem Zwecke begab sich gestern Nach­mittag eine Kommission auf den Kalvarienberg, nachdem vorher eine Stellleiter von 13 Meter Länge hinauf geschafft war, um einen geeigneten Platz auszuwählen. Man entschied sich für einen Platz aus dem westlichen Plateau, welcher durch Fichten von der in der Nähe liegenden Kreuzigungsgruppe getrennt ist und letztere verdeckt. Seitdem die Stadtverwaltung die herrlichen Weganlagen an dem Kalvarienberge geschaffen hat, ist Letzterer das Ziel der meisten Spaziergänger unserer Stadt und würde durch die Er­bauung eines Aussichtsthurmes ein weiterer und hervorragen­der Anziehungspunkt geschaffen werden. Die Stadtverwaltung steht dem Projekte sympathisch gegenüber und wird dieselbe den ^forderlichen Platz von etwa 16 HH-Meter gewiß gern abgeben. Eine demnächst einzuberufende Generalversammlung des Rhön- klubzweigvcreins wird darüber zu beschließen haben, in welcher Weise der im Prinzip beschlossene Bau ausgeführt werden soll.

Wenn in vorstehender Zuschrift, die uns von sehr geschätzter Seite zuging, behauptet wird, die Stadt­verwaltung stehe dem Projekte sympathisch gegen­über, so müssen wir diese Behauptung insofern mit einem Fragezeichen versehen, als die Stadtver­waltung bis jetzt noch keinerlei offizielle Gelegenheit hatte, sich gutachtlich darüber zu äußern. Was aber die in kirchlichen Kreisen und wahrscheinlich auch bei der Mehrheit unserer katholischen Einwohnerschaft bezüglich dieses Projektes vorherrschende Stimmung betrifft, so glauben wir dieselbe als eine gegnerische bezeichnen zu müssen. Da vorliegende Frage nicht mit einem prinzipiellen Ja oder Nein zu beantworten ist, so dürfte die thatsächlich vorhandene und vorwiegende, vom religiösen Gefühl eingegebene Meinung, daß die Kreuzigungsgruppe auch fernerhin die Krönung deS Kalvarienberges bilden solle, in dieser Angelegen­heit den Ausschlag geben. Die Entscheidung liegt bei der Stadtverwaltung, zu welcher man das Vertrauen hegen darf, daß sie das Richtige treffen wird.

* Von der heute am König!. Gymnasium stattfin­denden mündlichen Prüfung wurden auf Grund ihrer schriftlichen Arbeiten dispensirt die Abitnrientrn: F. Göbel, Th. Heller und F. Wolff aus Fulda, G. Richter aus Grüßeltach, CH. Schreiber aus Som­born und F. Heck aus Schlüchtern.

* Gegenwärtig läßt Herr Architekt Ernst Kramer eine telephonische Verbindung mit Bachrain herstellen, welche im Laufe dieses Frühjahrs bis Pilgerzell ver­längert wird. Mit der Ausführung dieser 5>/z Kilo­meter langen Telephonleitung — der längsten im Kreise Fulda — ist Herr Elektrotechniker Schneider von hier betraut worden.

* Wie schon berichtet, ist die Steuerriuschätzung in unserer Stadt beendet. Es wird also nicht mehr lange währen, bis die Genfiten die Benachrichtigungen über die Höhe der Einkommensteuer, zu welcher sie veranlagt sind, erhalten. Bisher war es sowohl den Klassensteuer- als auch den Einkommensteuerpflichtigen gestattet, die Reklamation bezw. Remonstration gegen die Veranlagung innerhalb einer Ausschlußftist von zwei Monaten anzubringen. Darin ist eine Äende- rung eingetreten. Die Berufung Seitens der Steuer­pflichtigen ist künftig bei dem Vorsitzenden der Veran­lagungskommission binnen einer Ausschlußfrist von 4 Wochen einzulegen, welche von dem auf die Zustellung der Benachrichtigung über die Steuerveranlagung folgen­den Tage abläuft.

* Von verschiedenen Seiten wird gemeldet, daß die Störche ihre Quartiere wieder bei unS bezogen haben. Ebenso spuken die für 1892 fälligen Redaktions­maikäfer und anderes Frühlingsglthier in den Zeitungen. Nun muß es ja Frühling werden!

* Vor dem 1. Juli, oder vielleicht gar zum 1. Oktober ist das Inkrafttreten des neuen Gesetzes über die Sonntagsruhe kaum zu erwarten. Ein inzwischen dem BundeSrath zugegangener Gesetzentwurf enthält über einen Termin noch keine Bestimmungen. Es wird be­merkt, die Vorarbeiten betreffend die Sonntagsruhe in der Industrie seien noch nicht abgeschlossen.

* Der 19. deutsche Gastwirthstag ist für den 18. und 19. Mai nach Rostock ausgeschrieben worden.

* Bei der hessen-nassauischen Baugewerk-Beruss- grnaffenschast gelangten im Januar d. I 53 Unfälle, wobei 2 Todesfälle, zur Anmeldung, gegenüber 45 Unfällen mit 1 Todesfall im Januar 1891. Die Todesfälle betrafen Dachdecker- und Sleinhauergeschäfte.

* Hersfeld, 16. März. Die Lingg-Denkmal- Frage ist nunmehr auch in dm städtischen Körper­schaften zur Sprache gekommen. In einer gemeinschaft­lichen Sitzung derselben am Montag erklärte man sich mit Errichtung eines Denkmals im Prinzip einver­standen ; es wurde ein engerer Ausschuß gewählt, welcher die einleitenden Schritte in die Hand nehmen soll. Zu Deckung der ersten Kosten wurde ein Betrag van 500 Maik zur Verfügung gestellt.

* Marburg, 15. März. Gestern wurde hier ein junger Schwindler Namens Rosenthal aus Lamstädt (Kreis Neuhaus) abgefaßt, welcher mit Schreibmaterialien in der Stadt hcrumhausirte und sich auf Grund eines gefälschten Atteftes für taubstumm ausgab. Derselbe befand sich weder im Besitze eines Gewerbescheins noch war er stumm, fühlte dagegen eine Begleiterin mit sich, die er für seine „Braut" ausgab.

* Kirchhain, 17. März. Die katholische Gemeinde hat heute den Garten der Frau Justus Brenzel (neben dem KreiShaus) als Bauplatz für ihre Kirche käuflich erworben. Der Kaufpreis beträgt 1200 M. — Die Veranlagung zur Einkommen-Steuer hat für den Kreis 1200 M. mehr ergeben, als bisher.

* Schmalkalden, 17. März. Der ,Thür. Hfrd.' schreibt: Auf den Vorschlag des Herrn Reichstagsab- geoidneten Wilisch, die Marken der Alters- und Jnvaliditätsversicherung mittelst Durchlochen zu entw-rthen, ist Seitens des Herrn Staatssekretärs v. Boetticher die Antwort erfolgt, „daß eine Einweich­ung der Jnvaliditätsmarkeu durch Durchlöcherung nicht unerwogen geblieben ist. Ich trage indissen Bedenken, dem Bundesrath die Anordnung dieser Entwerthungs- art vorzuschlagen, weil durch dieselbe einer Ablösung und Wiederverwendung bereits einmal eingeklebt ge­wesener Marken nicht wirksam vorgebeugt und ferner keine Bürgschaft dafür geschaffen würde, daß nicht un­ständige, innerhalb derselben Woche bei mehreren Ar­beitgebern beschäftigte Arbeiter mehrere Marken einkleben. Außerdem ist es nicht erwünscht, daß den Arbeitgebern zugemuthet werde, durch Erwerbung einer Lochzange noch besondere Aufwendungen zu machen. Nach meinem Dafürhalten verdient es den Vorzug, die unlängst eingeführte Entwerthungsart durch Eintragung des Dalums auf die Marken einstweilen beizubehalten, und abzuwarten, wie sich dieses Verfahren bewähren wird. Die gegen dasselbe erhobenen Bedenken vermag ich nicht zu theilen."

* Wiesbaden, 16. März. Wie man der .Franks. Zlg/ von wohlunterrichteter Seite mittheilt, wurde dieser Tage ein Pistolen du ell zwischen zwei hiesigen Offizieren ausgesuchten. Der Geforderte soll schwer ver­wundet worden sein.

* Am 10. l. M. wurde auch in Bischofsheim ein Darlehenskassen-Verein nachRaiffeisen gegründet, welchem zahlreiche Mitglieder beitraten. Als Vorsteher wurde gewählt Herr Justin Enders, Oekonom, als Rechner Herr Lehrer Böhnlein. — Am 12. d. M fand dann in Oberweißenb ruun die Gründung eines solchen Vereins unter Betheiligung der meisten Ortsbürger statt. Vorsteher Herr Konrad Vorndran, Rechner Herr Arnold Kimmel. Es bestehen nun fast in allen Ge­meinden des Distrikts Bischofsheim Raiffeisen-Vereine, welche ihr Entstehen den unablässigen Anregungen des landwirthschaftlichen Vereines und der thäligeu Mit­wirkung zahlreicher Mitglieder desselben verdanken. Die größten Verdienste aber erwarben sich hierbei durch häufige und ausgezeichnete Vorträge bei Wander- versammlungen und den Gründungen, die hochw. Herrn Pfarrer Weber zu Sandberg und Komm in Bischofs­heim und gebührt ihnen der beste Dank und öffentliche Anerkennung.

* Ans dem Spessart, 16. März. Der sechsund­zwanzigjährige Erbprinz Leopold von Jsenburg-Birstein, ein Sohu der Erzherzogin Maria Louise von Oesterreich, aus bereit Ehe mit dem Fürsten Karl zu Isenburg, ist nach einer stürmischen Ueberfahrt auf dem Bremer Dampfer „Lahn" mit einem zahlreichen Gefolge in Newyork angekommen. In Folge des ausgestandenen Unwetters hat der Dampfer sich um zwei Tage ver­spätet.

* Darmstadt, 17. März. Das Leichenbegängniß des Großherzogs hat heute Vormittag 11 Uhr unter großer Betheiligung der Bevölkerung stattgefunden. Der Trauer­zug bewegte sich vom PalaiS durch die Wilhelminen-, Rhein- und Alexanderstraße nach der Rosenhöhe. Hinter dem mit acht Pferden bespannten, mit Kränzen und Blumenspenden reich bedeckten Leichenwagen schritt der Großherzog Ernst Ludwig, ihm zur Seite die Brüder des verstorbenen Großherzogs. Hierauf folgten Prinz Heinrich von Preußen, der Großherzog von Baden, die Herzöge von Connaught und Edinburg, der Prinz von Schleswig-Holstein, andere Fürstlichkeiten, eine große Anzahl Generäle, viele Standesherren, beide Stände­kammern, das gesammte Ministerium, zahlreiche Beamte und Deputationen von Corps und Burschenschaften der Universität Gießen und der technischen Hochschule in Darmstadt, sowie sonstiger Vereine und Korperationen. In den Straßen, durch welche der Zug sich bewegte, bildeten Kriegervereine Spalier. Die Einsegnung fand auf der Rosenhöhe nur im engsten Familienkreise statt. Während derselben wurden drei Ehrensalven gelöst.

* Münster i. W., 16. März. Die Zahl der Theo- logiestudireuden unter den Abiturienten aus den Diö­

zesen Münster und Paderborn wird dies Mal eine sehr beträchtliche werden; von denen des Gymnasiums zu Paderborn werden über 30 diesen Beruf ergreifen, und in der Diözese Münster haben sich über 60 zur Aufnahme in das bischöfliche Konvikt für Theologie- ftubirenbe, das Borromaeum, gemeldet, während nur für 40 Raum vorhanden ist. Dem Priestermangel in Westfalen dürste also schon in absehbarer Zeit abge­holfen werden.

* Brilon, 16. März. Die am hiesigen Gymnasium gestern beendigte Abiturientenprüfung hat ein sehr gutes Resultat ergeben. Sämmtliche 32 Schüler der Ober-Prima erhielten das Zeugniß der Reife, 16 derselben wurde die mündliche Prüfung erlassen. Als König!. RegierungSkommiffar fungirte Herr Gymnasial­direktor Dr. Huser.

* Dortmund, 17. März. Der Kaufmann Albert Adelmann, etwa 23 Jahre alt, über mittelgroß, schlank, bartlos, blond, ist nach Unterschlagung von 9500 M., meist Tausendmarkscheine, flüchtig. Anzug: blauer Jaquetauzug,chokoladebrauneiU--berzieher, grauer, steifer Hut. Derselbe spricht schwäbischen Dialekt. Auf die Ergreifung ist eine Belohnung von 300 M. gesetzt.

vermischtes.

* Ueber Vogelschutz. Die Zeit, wo die Singvögel und andere nützliche befiederte Gäste aus Nah und Fern wieder ihre Standquartiere aufschlagen wollen, um uns lldhülflich zu sein, daß die in Garten, Feld und Wald aufgewandten Mühen reich­lichen Lohn tragen, rückt näher. Es ist daher Zeit, an die An­lage von Nistkästen, Nistbrertern re. zu denken und den Kampf mit den Feinden unserer Freunde mit erneutem Ei'er aufzu­nehmen. Es kann gar nicht genug darauf hingewiesen werden, wie eminent der Nutzen ist, den uns die Vögel bringen. Er­innert sei heute nur an die Beobachtungen von Professor Altum- Eberswalde, welcher in drei Forstrevieren Kieferspinner-Kokons sammelte, untersuchte und fand, daß von 8311 Kokons 1788 getödtet waren, davon 1300 durch Meisen. Dabei fanden sich in den genannten Revieren von den 6 Meisenarten nur 2, die auch nur ca. 1 Monat ihr nützliches Handwerk betrieben hatten und zwar in einer Zeit, wo die Vögel nicht streichen. Auch aus die Krähen (Saatkrähen, Dohlen, Nebelkrähen) macht der Redner nachdrücklich aufmerksam, was uns um so mehr freut, als sich noch immer zahlreiche gegentheilige Ansichten finden.

Auszug aus den Registern des Standesamts Fulda

vom 11. bis 17. März 1892.

Geburten.

7. März: Johanetta, T. des Bremsers Adam Strott zu Horas. 8. Auguste, T. des Drehers a. B. Joh. Urban Kreß. 10. Theresia Maria, T. des Schreiners Joh Thomas Trabert. 11. Otto Joseph, S. des Posthilfsboten Gregor Herget. 2. Maria Amalia, T. des Lehrers Heinrich Gottlieb Ritzel. 12. Magnus Joseph, S. des Bahnarbeiters Amand Semmler zu Neuenberg. 13. Anna Adelheid, T. des Schreiners a. B. Ferdinand Frank. 13. Olga Elisabeth Agnes Louise, T. des Stadt - Probators Johannes Eduard Wehner. 13. Elisabeth Therese, T des Kaufmanns Johann Bardo Zimmer. 13. Kurt P>ul Henri, S. des Kauf­manns Theodor Henri Trsnel. 13. Johannes Alfred Joseph, S. des Schlossers Hermann Alexander Böschen. 15. Maria Margarethe Hedwig, T. des Friseurs Nikolaus Ferdinand Heu- pel. 15. Anton Joseph Otto, S. des Kleinhändlers Heinrich Krimm. 16.: August Gabriel, S. des Schreiners a. B. Johann Wilhelm Lomb. 16. Joseph Moriz, S. des Fabrikwebers Wilhelm Wehner zu Neuenberg.

Sterbefälle.

10. März. Johannes Reining, Zimmermann, verh., von Landenhaufen, 60 I. 7 M. 16. T. 10. Margaretha, T. des Schneiders Clemens Maul, 1 I. 16 T. 11. Augustin Krick, Fuhrknecht, verh. 27 I. 6 M. 15 T. 11. Margarita, geb. Oesterreich, Ww. des Schneiders Johann Martin Röbig zu Neuenberg, 68 I. 5 M. 23 T. 11.: Andreas Manuel, Dienft- knecht, leb. St., von Mariengart, 67 I. 7 T. 11. Maria Barbara, geb. Oswald, Wwe. des Straßenwärters Johann Adam Liebig, 63 I. 5 M. 18 T. 12. Johann Birkensee, Schuh­machermeister, verh., 72 I. 5 M. 22 T. 13. Margaretha, geb. Groß, Ww. des Schuhmachermeisters Joseph Albrecht, 82 I. 9 M. 9 T. 14. Bernhard Johann Hillenbrand, Magazinar­beiter, Wwr., 68 I. 11 M. 26 T. 15. Margaretha, geb. Heil, Wwe des Postillons Johann Oswald, 79 I. 5 M. 4 T. 15. Katharina, geb. Müller, Ehefrau des Maurers Nikolaus Joseph Hillenbrand, 45 I. 1 M. 7 T. 16. Andreas Eifert, Weber, Wwr., 70 I. 8 M. 23 T. 16. Maria Margaretha, T. des Webers Georg August Sachs zu Horas, 4 I. 7 M. 26 T. 17. Theresia, geb. Hartmann, Wwe. des Eisenhändlers Heinrich Hasenpflug, 70 I. 10 M. 19 T.

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Meteorologische Beobachtungen

der hiesigen Wetterwarte.

Luftbruck bei nörblicher Luftströmung mit geringer Windstärke um weitere 6 Mill, gestiegen, steht jetzt 17 Mill, über feinem Jahresmitte!. Die Temp. sank gegen Morgen bis 4,6" C. unter ihrer normalen Höhe. Heute früh starker Rauhfrost Nebel unb Reif.

Ein tiefes Minimum, auf den Hebriden Südwest - Sturm verursachend, liegt nordwestlich von Schottland gegenüber einem Hochdruckgebiet, welches sich von den Pyrenäen nordostwärts nach der westlichen Ostsee erstreckt. Das Haupt - Maximum des Luftdrucks über 781 Mill, liegt über dem inneren Rußland. In­folge der lebhaften südwestlichen Luftströmung auf den britischen Inseln ist erhebliche Erwärmung eingetreten, welche stch dem­nächst weiter ostwärts ausbreiten dürste. In Deutschland ist das Wetter ruhig und vielfach nebelig bei durchschnittlich nahezu nor­malen Würmeverhältnissen; Niederschläge sind hauptsächlich in den südlichen Gebietsth eilen gefallen.

Leyle Beobachtung l«1/» Uhr Morgens

Luftdruck — 753,4 mm., — Lufttemperatur — 2,2 ”C. — Luft­feuchtigkeit — 88'/o — Wolkenzug 0. — Windstill. — Himmelsansicht v. heiter.

Datum

Stunde

® ar om.

Millim.

Therm.

«clstu«

Temperatur- extreme

Wind, richtung u. Stärke

W-tt«.

Mar.

Mn.

17

2

750,2

7,2

S1

bedeckt

9

751,5

-0,2

7,2

-0,3

NW1

v. heiter

18

7

752,6

-4,8

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neblig