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JV 50

Mittwoch, den 2. März 1892.

19. Jahrgang

Erscheint täglich, Soim-- und gturtage ausgenommen. — Inserate kosten die einspaltige Zeile oder deren Raum 15 Pf., bei Wiederholungen entsprechender Rabatt.

Vierteljährlicher Lbonnementsprei^ ohne Bringerlohn und Bestellgeld mit der belletristischen Sonntagsbeilage ,Sterne und Blumen' und der alle 14 Tage erscheinenden ®ra*i5beuage Rathgtber für Landlvirthschafi, Gartenbau und Hauswesen' in Fulda und auswärts 1 Mark 50 Pfennig.

Joseph,

durch Gottes Barmherzigkeit und beS hl. apostol. Stuhles Gnade

Kischos von Fulda,

Doctor der Theologie,

Sr. Päpstlichen Heiligkeit Hausprälat,

entbietet der hochw. Geistlichkeit und allen Gläubigen des BiSthums

Gruß und Segen im Herrn!

(Fortsetzung.)

Und wenn die Eltern vollends das Beispiel der Zwietracht, des Unsriedens und Haders geben, wie wird dies gleich einem giftigen Mehlthau auf die Herzen der Kinder wirken! Sie werden mit Abneigung, ja Verachtung entweder vor dem Vater oder vor der Mutter erfüllt; es tritt Zwiespalt ein unter den Geschwistern, die für einen der streitenden Theile Partei ergreifen. Trauriges verhängnißvolleS Schauspiel, was immer für Leiden­schaften'die Ursache des UnftiedenS unter den Gatten sind! aber keines trauriger und verhängnißvoller, als wenn der Vater die ©eenen beS Haders herbeiführt, dadurch, baß er als Sklave ber Unmäßigkeit nach Hanse kommt — ber Gattin zum Gram unb Schmerz, ben Kindern zum Abscheu! Wehe, wie wirb biefeS Beispiel, baS er ber Jugend gibt, ihm die Todesstunde bitter und gefahrvoll machen, wie wird eS im rächenden Feuer beS Jenseits gesühnt werden müssen!

Daran schließe ich mit einem kurzen Wort noch eine letzte Bedingung beS guten Beispiels: eS ist die volle Lebens- und Liebesgemeinschaft ber Eltern in ben höchsten unb heiligsten Fragen des Lebens, ben religiösen Gesinnungen, Grundsätzen unb Lehren. Darüber schreibt schon Tertulliau, ber reichbegabte Rechts­anwalt zu Carthago, in einer Schrift von ber Ehe: „Wie ver­möchten wir bas Glück jenes EhebünbnisseS zu schildern, welches bie Kirche stiftet, ber Segen beS Priesters besiegelt, bie Engel kunbmachen, ber Vater im Himmel genehm hält." Unb ber hl. Franz von SaleS sagt: „Das Familienglück kann nicht von einer Liebe ber Gatten kommen, welche aus natürlichen Beweg­gründen hervorgeht, eS bedarf ber Liebe, von welcher ber Apostel sagt: „Ihr Manner liebet Eure Weiber, wie Christus seine Kirche liebt unb Ihr Weiber liebet Eure Männer, wie bie Kirche ihren Heiland." — Diese Liebe beruht aber auf der Ein­heit im Glauben, auf ber Sittlichkeit beS Wandels, auf der Hei­ligkeit des Lebens; sie ist es, die keine Entbehrung, keine Hin­gebung, kein Opfer scheut, sie ist unwandelbar wie ihre Grund­lage, ber hl. Glaube. Die ärmste Familie st reich, die nied­rigste Familie beneideuSwerth, die leidensvollste glücklich, wenn in ihrer Mitte diese übernatürliche, im Glauben wurzelnde Liebe wohnt.

AuS einer solchen auf den Glauben gegründeten Erziehung gehen bann jene Kinder hervor, welche von Ehrfurcht, Liebe und Gehorsam durchdrungen sind gegen die Eltern; Kinder, welche ben Eltern eine Stütze unb ein Trost im Alter finb, ihnen dank­erfüllt bas lebensmüde Auge zudrückeu und ihrer auch nach dem Tode noch liebend gedenken. Solche Ehen gereichen der Kirche zur Zierde, bringen den Gemeinden solide Bürger und dem Staate treue Untertanen.

Wenn aber die Eltern in ben religiösen Anschauungen unb Grunbsätzen, welche baS Fundament ihrer Liebe wie ber Er­ziehung ber Kinber bilden müssen, auseinander gehen, wenn der eine dasjenige ausreißt, roaS der andere gesäet hat; wenn ber Vater für falsch erklärt, roaS ber Mutter heilig ist, wenn bie Kinber fragen müssen: „Aber, warum geht benn ber Vater gar nicht in bie Kirche, warum geht benn die Mutter allein zur hl. Kommunion, warum gehen nicht beide zusammen in dasselbe GotteShauS?" wie sollte bei einem solchen Zwiespalt in den höchsten Fragen und Interessen eine gemeinsame, einträchtige und konsequente Erziehung der Kinder möglich sein? wie das Wesen der Erziehung, das Beispiel, wirksam werden können? Mag da bie Familie noch so einig im Uebrigen sein, es fehlt bieder Ehe etwas zum Glück unb das läßt sich nicht ersetzen mit aller Schonung und gegenseitiger Vorsicht, noch viel weniger mit Geld und Stellung.

Drei Hage bei den Trappisten.

(1. Fortsetzung.)

Ich concentrirte meine ganze Aufmerksamkeit auf diesen höchst ehrwürdigen Prälaten.

Die kleine Gestalt ziert ein edelgeformtes, aus­drucksvolles Haupt. Ein langer und dichter schnee­weißer Bart umrahmt das lächelnde, milde Gesicht und verleiht ihm einen noch ehrwürdigeren Ausdruck. Dar Feuer s einer lebhaften Augen mildern Augen­gläser. Auf seiner Brust ruht ein einfaches hölzernes Kreuz an veilchenblauer Schnur. — Seine Bekleidung besteht in einem weißen Habite, schwarzem Scapulier, ledernem Gurt und — Holzschuhen!

Als ich diese kirchenfürstliche Würde in solcher Ar- muth, Einfachheit und Demuth erblickte, und der Glanz der Strahlen seiner sanften, klugen Augen mich traf, und ich die Heiterkeit einer himmlischen Fröhlichkeit von seiner schönen, hohen, durch Züge der Wissenschaft, Herzensgüte, Gottes- und Nächstenliebe, LeibeSkasteiung und größten Entsagung gezierten Stirne sich abspiegeln sah, da wurde es mir wunderbar zu Muthe.

Mich tief verbeugend trat ich näher, grüßte mit „Laudetur Jesus Christus“ und stellte mich vor.

„Willkommen! Sie sind unser gern gesehener Gast; woher kommen Sie? Was hat Sie hierher geführt?"

O geliebte Eltern, so rufe ich benn Euch unb Allen, bie berufen finb als Eure Stellvertreter unb Gehilfen an ber Er­ziehung beS Heranwachsenden Geschlechtes mitzuwirken, einbring» lich bas schöne Wort bes christlichen Dichters zu: „Was ist größer als ein Kind? — Gott ist auch ein Kind geworden" — also Achtung unb Ehrfurcht vor bem Kinde in allen Euren Reden, in all' Eurem Thun unb Lassen! Ich rufe Euch zu bas Wort, welches Phg^aoS Tochter an bie Mutter des Moses richtete: „Nimm das Kind uub erziehe es mir. Ich werde dir deinen Lohn geben.“ „Ja nimm eS hin und erziehe es für mich, sei ihm ein lebendiges Vorbild von mir, von meinen Ge­sinnungen unb Tugenden" — so spricht der Gottmensch zu jedem Vater und jeder Mutter im Augenblick, da ihnen das Kind von der hl. Taufe zurückgebracht wird. Vollbringen die Eltern diese Ausgabe, bann wirb ihnen unfehlbar von bem ewigen Richter ber verheißene Lohn werden — vernachlässigen sie dieselbe, bann wartet ihrer eine schreckliche Verantwortung unb ein erbarmungs­loses Gericht.

Unb nun, wenn Ihr Euch prüfet, wie Ihr ber Pflicht bes guten Beispiels in ber Vergangenheit nachgekommen seid — roaS findet Ihr? was sagt Euch Euer Gewissen? Ach, Ihr klagt und bedauert es, daß in Eurer Familie so vieles nicht ist, wie eS sein sollte, daß Eure Kinder Euren Hoffnungen und Erwartungen so gar nicht entsprechen. Ich glaube es. Kann man auf Sand bauen, ohne daß der Bau zusammenstürzt? Kann man mit schlechten Steinen ein festes Gebäude aufführen? Ach, statt über die öffentlichen Sitten, über weltliche und geistliche Obern zu klagen, verbessert zuerst Euer Haus und klagt Euch selbst an! Dort seid Ihr König, seid Ihr Priester, seid Ihr Vorsteher. Wenn dieses Band der guten Sitte und des guten Beispiels alle Glieder der Familie verknüpft, bann wirb Alles in ber mensch­lichen Gesellschaft besser werben. Wenn das Kind in der Er­innerung an seine Eltern nur Grund findet, die liebevolle Sorge und Strenge derselben zu segnen; wenn das gute Beispiel ihm unauslöschlich die Züge eines edlen Vaters und einer frommen Mutter für fein Leben eingeprägt hat, o bann wirb es bie Reihen jener unseligen Söhne und Töchter nicht vermehren, die heute den Verführern ein so williges Ohr leihen und die Gefahr ber Welt, ben Schmerz der Kirche bilden. Das gute Beispiel der Eltern ist dann für daS Kind die Morgenfrische, in der seine Seele zur Tugend erwacht, ist die Kraft und der Glanz des Mittags in den Jahren feiner Jugend und des reifen Alters, und ist daS schöne Abendroth für bey Grejsen,.der sich umringt sieht rote mit einem Kranze von güt erzogenen Kindern und KindeSkindern, von denen er mit feinem letzten Segen und seinem letzten Kusse Abschied nimmt

Neben bem guten Beispiel muß aber in ber häuslichen Er­ziehung eine anbere Pflicht ber Eltern sich betätigen, bereit Grunbzüge ich Euch noch zeichnen will: bas ist bie Anlei­tung unb Eingewöhnung ber Kinber zu altem Guten.

II.

Ihr Alle kennt bas so wahre wie inhaltvolle Sprichwort: „Jung gewohnt, alt gethan." Wie man jung, als Kind gewöhnt worden ist, so thut, so handelt man im Alter. (Sprüchw. 22, 6.) Nun kann aber Niemand die Kinder so wirksam auf den rechten Weg führen und zum Guten gewöhnen als die Eltern. Das liegt in der Natur, in ber von Gott bestimmten Ordnung der Familie. Die Kinder verdanken ja nächst Gott ihren Eltern das Leben. Dieses gottgewollte Berhältniß der Abstammung unb ber Abhängigkeit der Kinder von ben Eltern macht aber ben Einfluß von Vater unb Mutter bei ben noch unverdorbenen Sinbern stärker als jebe anbere Macht ber Welt; es wohnt eine GotteSkrast ben Eltern in Bezug auf ihre Kinber inne, welche niemals unb durch Niemand ganz zerstört werden kann. Dazu kommt, daß sich auch hier mit dem von der Natur verliehenen Einflüsse die StandeSgnade des Sakramentes verbindet. Die Ehe ist ja nach der Versicherung des hl. Paulus „ein großes Sakrament in Christus und Seiner Kirche." (Eph. 5, 22.)

Wozu sollen denn aber christliche Eltern ihre Kinder schon frühe gewöhnen? Das sagt ihnen die Bestimmung des Men­schen. Wir sind bestimmt, Gott zu erkennen, ihn zu lieben, ihm zu dienen und dadurch selig zu werden. Schon das unmündige Kind kann seine Liebe zu Gott äußern — im Gebete. Wieviel

Da erzählte ich denn, wer und was ich bin, daß ich ein ungarischer Priester und nur deßwegen hierher gekommen fei, um das berühmte Kloster zu besichtigen und die Lebensweise der Trappisten^ kennen zu lernen.

Daraufhin reichte er mir die Hand und sprach: „Seien Sie nochmals willkommen. Da aber nach den Regeln unseres Ordens Niemand die Schwelle des Klosters betreten darf, bevor er die Kirche besucht hat, so werde ich Sie zunächst in die Kirche führen." Das geschah.

Einige Minuten später umgab mich die wohlthuende Stille eines kleinen, aber stattlichen Gastzimmers.

So wäre ich endlich da in der Wohnung der größten Entsagung und Selbstverleugnung. Welch' riesiges Gebäude! welch' große Mauern, Höfe, Fabriken, Werk­stätten, Stallungen, Oekonomie-Gebäude, Schulen, Gärten u. s. w.

Das Ganze verdient eher den Namen einer Stadt, als eines Klosters ascetischer Mönche.

Hier die Kirche mit ihrer kühnen Wölbung und den prächtigen Bogen, den schönen Altären, den pracht­voll gearbeiteten Chorstühlen für die Mönche und Brüder, dem spiegelnden Parketboden, — dort die Gebäude der Bräuerei und der Tuchfabrik, Werkstätten für Wagner, Schmiede, Schlosser, Spengler, Faßbinder, Tischler u. s. tu., mit einem Worte, ebensoviele Kolo­nien der Industrie und Kultur.

liegt baran, baß sie bei biefen kindlichen Gebeten auch bie ent­sprechens äußere Haltung beobachten, baß sie gewöhnt wer­ben auf bas Crueifix' roaS ja in keinem katholischen Hause fehlen soll, ben Blick zu richten, bie Hände fromm zu falten, baS hl. Kreuzzeichen würdig zu machen, bie heiligen Namen deutlich auszusprechen! Die frühe Gewöhnung wirb zur zweiten Natur unb wirkt oft von Geschlecht zu Geschlecht fort. Wer von uns, und wäre er noch so alt, spricht nicht mit einer gewissen Ehr­furcht unb Vorliebe bie kleinen Gebetchen, welche er auf bem Schooße ber Mutter gelernt hat.

Woher kommt es, baß Gott sei Dank, noch in so vielen Familien ein gemeinsames Gebet nnb bei bemfelben eine so er­bauliche Anbacht, als wäre baS Wohnzimmer in eine Kapelle umgeroanbelt, sich finbet ? Biele Eltern werden darauf ant­worten müssen: So haben wir es als Kinder von unseren Eltern gelernt unb später geübt, so sollen eS auch unsere Kinder unb bereu Nachkommen lernen unb festhalten. — Gewöhnt auch eure Kinder an den Besuch der hl. Messe, selbst wenn sie deren Bedeutung noch gar nicht verstehen; flößt ihnen Ehrfurcht vor dem Gotteshause ein, macht eS ihnen zu einem Lieblings­plätzchen, wirkt aber zu dem Ende auch nach Kräften zur schönen und würdigen Ausstattung desselben mit! Von unserer großen Diözesanheiligen, der lieben hi. Elisabeth wird erzählt: „Wenn sie nicht vermochte in bie Kirche zu kommen, so küßte sie bie Thüren unb bie Riegel derselben vor heißer Begierde und An­dacht, die sie zu Gott hatte." (Stolz, die hl. Elisabeth S. 8.) Wahrlich, wenn ich wüßte, daß es in den verschiedenen Theilen der von Gott mir anvertrauten Diözese solche von hl. Siebes» gluth zu dem göttlichen Kinderfreunde und zu seinem hl. Hause entflammte Kinder in recht großer Zahl gäbe, so wäre mir das ein großer Trost. Doch ich sehe ja nicht selten, wie christliche Mütter umgeben von Schaar größerer unb- kleinerer, selbst noch nicht schulpflichtigen Kinber an Werktagen über ben Domplatz zur Kirche eilen unb schöpfe daraus immer wieder neue Hoff­nungen für bie heranwachsenben Generationen.

Die hl. Zeiten und Feste des Kirchenjahres stellen an christ­liche Eltern die ernste Anforderung, die Kinder anzuleiten, daß sie den Geist der betreffenden Gnadenzeiten erfassen. So ge­wöhnen sie ihre Kinder, in der hl. Fastenzeit bei einer gemein­samen Hausandacht baS bittere Leiden beS Heilandes andächtig zu erwägen unb dankbar zu verehren, durch kleinere Werke der Abtödtung am Leiden Christi theilzunehmen, der Sünde abzu- fterben uitbr mit dem göttlichen Heiland zu einem neuen unb hl. Leben ber Gnade aufzuerstehen.

Ja, wollte Gott, daß auch in den Städten, wie es vielsuch noch auf bem Laube geschieht, das vom hl. Vater seit zwölf Jahren unablässig empfohlene, ehrwürdige Rosenkranzgebet von Eltern, Kindern und Dienstboten in gemeinsamer Andacht ver­richtet würde! Welche Gnadenströme würden sich in die Herzen ergießen, wenn so die Helferin der Christen, die Zuflucht der Sünder, bie Trösterin ber Bettübten, bas Heil ber Kranken gemeinschaftliche Verehrung in den Familien fänbe, wie läge barin zugleich eine fromme Vorbereitung auf bie erste hl. Kom­munion ber Kinber!

(Schluß folgt.)

-U- Ein allgemeiner deutscher Handwerker­und Innungstag

hat jüngst in Berlin stattgefunden. Derselbe war vom Centralausfchusfe der vereinigten Jnnungsverbände Deutschlands, der seinen Sitz in Berlin hat, und vom engeren Vorstande des allgemeinen deutschen Hand­werkerbundes, dessen Vorstand der der Centrnmssraktion angehörende bayerische Reichstags-Abgeordnete Biehl ist, aus Anlaß der Handwerker-Debatte im Reichstage vom 24. November v. I. einberufen worden und sollte somit eine Antwort sein auf die Rede, die der Staats­sekretär v. Bo etlicher im Reichstage über die Hand­werkerfrage gehalten hat.

Also das ist ein Trappistenkloster? Mein Gott! was sind diese Trappisten doch für Leute, die für ihre Mitmenschen brauen, weben, spinnen, nähen, ackern, schmieden, bauen, den feinsten Käse bereiten und selbst nicht einmal Milch trinken! Die das feinste Tuch aus der vorzüglichsten Schafwolle erzeugen — selbst aber nur groben Filz tragen! . . . . Die für Andere das feinste und modernste Schuhwerk verfertigen, — selbst aber in groben Holzschuhen herumstolpern! . . . Die so sehr auf die Gesundheit Anderer achten und so gut die Krankenpflege verstehen, — ihren eigenen Leib aber durch Geißelhiebe und auf jede mögliche andere Weise quälen! . . . Deren musterhafte Viehzucht die Bewunderung aller Besucher erregt, — die selbst aber nie Fleisch, noch was vom Fleische kommt, genießen, — die Federpolster und Roßhaarmatratzen nur für ihre Gäste haben, — selbst aber auf Brettern schlafen, die nur mit einem kaum vier Finger dickem ordinären Strohsacke bedeckt sind! . . <

Für wen lebt also der Trappist?

Während ich noch darüber nachgrüble, klopft man an meiner Thüre, und der hochwürdigste Herr Abt stellt mir einen noch jugendlicher Bruder mit äußerst sanfter Miene vor mit den Worten: Ich bringe Ihnen den Bruder Bonifatius, der die Ehre haben wird, für Ihre Bedürfnisfe zu sorgen, und dem es allein im Kloster erlaubt ist, mit Ihnen zu sprechen."