Im Dienste der Vereine waren 44 geschulte seien; es trete vielmehr eine moralische UneCAOgenheit
V ' - - . ° 1 ' »it Tort« ht<* in hon oritofiltrfipn ytprfmTtmffpn tnrpn (Mriinb
Mark.
B
Wetter.
Min.
Mar.
wolkig
I NNO I NO
22 2
—1,1
5,3
23
wesentliche Veränderung über
gestern keine
9
7
5,2
1,4
Therm.
LslKue
s
Z
Lemperiwr- crteme
zu Tage, die in den erziehlichen Verhältnissen ihren Grund haben müsse. Ihm sei auffallend, daß in dem Gutachten der Schuldirektion gesagt sei, „nach der Natur des Unterrichts sei für die Lehrer keine Gelegenheit, sittliche Defekte wahrzunehmen." Hierin liege der Beweis, daß die Schule zu viel Gewicht aus die Berstandesausbildung, zu wenig auf die sittliche Ausbildung lege. Rechtsanwalt Dr. Reatz hob in längerer Ausführung hervor, daß zur Zeit unter den Strafrechtslehrern die Ansicht herrsche, die Grenze der Strafmündigkeit müsse auf das 16. Lebensjahr hinausgeschoben werden. Die Staatsanwaltschaft, vertreten durch Staatsanwalt Theobald, beantragte, unter scharfer Widerlegung der Ausführungen der Verteidiger und unter Verwahrung gegen die Annahme, daß eine Aufklärung der Ursachen der bedauerlichen Angelegenheit in der gerichtlichen Verhandlung herbeigeführt werden könne und eine Erörterung hierüber statthaft sei, gegen die meisten Angeklagten Gefängnißstrasen von 10 Tagen bis zu 41/1 Monaten, gegen einige nur Ertheilung eines gerichtlichen Verweises. Die Verhandlung, zu der ein großer Menschenandrang stattfand, schloß mit der Verkündigung seitens des Vorsitzenden, daß das Urtheil am 24. c. gesprochen werden solle.
* Höchst, 21. Febr. Mit Ostern wird die obere Sekunda am hiesigen Real-Progymnasium in Folge der Schulreform wegfallen, nachdem die Eingabe des Kuratoriums, dieselbe einstweilen bestehen zu lassen, bis sich die Roth der Ausgestaltung der Anstalt übersehen lasse, durch Erlaß des Ministeriums abschlägig beschieden worden ist. Man beabsichtigt, die Schute zu einem Vollgymnasium, also mit neun Klassen, zu erheben, wenigstens ist hiersür eine energische Agitation in Gang gesetzt. Herr Provinzial-Schulrath Dr. Lah- meyer von Kassel, welcher zur Revision unserer höheren Schule dieser Tage hier weilte, hatte die Freundlichkeit, zuzusagen, das Projekt zur Ausführung warm zu empfehlen. Hoffentlich wird unsere Gemeindebehörde nicht an dem höheren Kostenpunkt Anstoß nehmen, um so weniger, als die Steuerkraft unserer Stadtkasse durch die neue Steuerreform eine wesentlich höhere als seit
her schon werden wird.
* Paderborn, 20. Febr. Vom hiesigen Domkapitel wird das Programm über die kirchlichen Feierlichkeiten bei der Konsekration und Inthronisation unseres Herrn Bischofs Sim ar bekannt gegeben. Danach wird derselbe am 24. Februar, Mittags 12 Uhr 55 Min , mit dem Schnellzuge zugleich mit den ü b r i g e n B i s ch ö f e n hier eintreffen, welche sämmtlich am Bahnhof durch Vertreter des Domkapitels und der Stadtbehörden empfangen werden, darauf unter dem Geläute aller Glocken gemeinschaftlich zum Dom fahren, woselbst sie den gesammten Säkular- und Regular-Klerus der Stadt und die Seminar-Alumnen in kirchlich vorgeschriebener Kleidung bereits versammelt finden. Nach einer kurzen Andacht wird der hochw. Herr Erzbischof von Köln den sakramentalen Segen ertheilen. Am Vorabend, sowie am Morgen des Konsekrationstages ist feierliches Geläute in allen Kirchen. Morgens'kurz vor 8 Uhr werden die Herren Bischöfe in feierlicher Prozession unter Vorantritt aller Geistlichen zum Dom abgeholt, woselbst die Konsekration und Inthronisation durch den Herrn Erzbischof Philippus Krementz stattfindet. Für die Ordnung innerhalb des Domes sind zur Vermeidung unwürdigen Drängens strenge Vorschriften gegeben; auch sind den in geschloffenen Korporationen auftretenden Theilnehmern, fowie den geladenen Ehrengästen besondere Plätze angewiesen, während das hiesige Bürger- Schützen-Bataillon die Ehrenwache stellt. Am Morgen des Konsekrationstages wird str allen Pfarrkirchen unserer Diözese ein feierliches Hochamt zur Erstehung des göttlichen Segens für unfern neuen Oberhirten gehalten werden. _________
zur Darstellung in Wort, Musik und Bild ausgewählt: 1) die Todesangst am Oelberg; 2) die Gefangen- n-hmung; 3) der Herr vor dem hohen Rathe; 4) die Berurtheilung zum Kreuzestode durch Pilatus und die Dornenkrönung: 5) die Kreuztragung; 6) die sieben letzten Worte Jesu am Kreuze; 7) die Grablegung des Herrn. Aehnlich wie beim „Weihnachtsoratorium" wird jedes Bild eingeleitet durch einen auf die bete. Scene vorbereitenden Gesang; darauf folgt in einem Recitativ der entsprechende Abschnitt der Leidensgeschichte meist nach der Erzählung des Evangelisten Markus; zum Schluß bringt ein Chorgesang die Gefühle des gläubigen Christen bei Betrachtung des Geheimnisses zum Ausdruck. Während dieses Chorgesanges wird die behandelte Scene in einem lebenden Bilde dargestellt. Den 7 Bildern geht ein Präludium voraus und der Einleitungschor: „Ehr', Preis und Dank wir sagen dir Christe, Gottes Sohn, daß du für uns getragen viel Marter, Spott und Hohn" u. s. w. „Drum bitten wir von Herzen bei diesem Leiden dein, laß nicht die vielen Schmerzen an uns verloren sein" u. f. w. Ist in diesm Versen die leitende Idee des ganzen Stückes ausgedrückt, so hätte man kaum schönere und passendere Texte finden und in ergreifenderer Weise gruppiren können, als es der hochw. Verfasser in der ihm eigenen sinnigen Art gethan hat. An der musikalischen Bearbeitung aber, die an herrlichen und das Gemüth ansprechenden Stellen überaus reich ist, merkt mau, daß der Komponist nicht nur mit ganzem Herzen sich dem Werke hingegeben, sondern in seiner gegenwärtigen Stellung auch die wünschenswerthe Muse zu sorgfältiger Durcharbeitung gewonnen hat. Wir gratuliren unserem verehrten Landsmann zu dieser neuesten Frucht seines Talentes und zweifeln nicht, daß „die Passion" ähnlich wie das „Weihnachtsoratorium" reichen Beifall ernten und, wenn dem Wunsche des Komponisten entsprechend die Aufführungen von Ernst und religiöser Andacht durchweht sind, recht Vielen geistige Erquickung und Erhebung bringen wird.
* Der in unserem vorgestrigen Blatte erwähnte Dragoman des deutschen General-Konsuls in Konstantinopel, Dr. Hermann Gies, ist, wie wir berichtigend mittheilen, nicht in Fulda, sondern in H a n a u geboren und erzogen, woselbst sein Vater, Dr. Theodor Gies, als Gymnasiallehrer wirkte und starb. Nach dessen Ableben verzog die Mutter, Frau Dr. Gies, geborene Schüßler aus Fulda, wieder hierher und wohnt gegenwärtig noch im Mutterhause der barmherzigen Schwestern.
* Gestern Abend gegen 6 Uhr kam auf dem Malzboden der in der Nähe unserer Stadt gelegenen Brauerei „Leipzigerhof" auf bis jetzt unerklärliche Weise Feuer aus. Eine Abtheilung der städtischen Feuerwehr begab sich mit einer Spritze schleunigst zur Brandstelle und arbeitete dortselbst bis gegen 10 Uhr. Der Brandschaden wird auf ca. 2000 Mark geschätzt und fällt der Versicherungskasse zur Last.
* In der Nacht vom 20. auf den 21. d. M hat im hiesigen Bahnhasshotel ein etwa 30 Jahre alter Reisender mit dem angeblichen Namen Mertens, Kauf- man aus Karlsruhe, übernachtet und ist mit der Zeche von ca 6 Mk. durchgebrannt, nachdem er vorher noch dem Oberkellner 40 Mk. angeborgt hatte. Er ließ, wie man dem ,F. K.' mittheilt angeblich um Geschäfte zu machen, vorher seinen Handkoffer in eine hiesige Apotheke tragen, verließ gegen 8 Uhr das Hotel, holte sich in der betreffenden Apotheke denselben wieder unter dem Vorwand einer Verwechslung und begab sich zu Fuß nach Kerzell, um von da per Bahn in der Richtung nach Frankfurt weiterzudampfen. Recherchen zur Ermittelung des Schwindlers sind polizeilicherseits eingeleitet und wird zugleich öffentlich vor demselben gewarnt.
* lieber die Ergebnisse des neuen Einkommensteuergesetzes verlautet, au maßgebenden Stellen werde der Mehrertrag, der vorzugsweise aus den gr oßen Städten einkommen würde, auf etwa ein Drittel des bisherigen Aufkommens geschätzt. Das würden etwa 25 Millionen Mark sein.
* In denjenigen Fällen, in denen einem Versicherten eine Quittungskarte fehlt, weil sein Arbeitgeber die bisherige, noch verwendbare widerrechtlich innebehalten hat, ist die Ertheilung einer neuen Karte mit Nummer zu beantragen. Die Ausgabe wird gleichzeitig dafür Sorge tragen, daß die ältere einbehaltene Quittungskarte durch Vermittlung der zuständigen Polizeibehörde dem Arbeitgeber abgenommen und ihr übersendet, gegen den schuldigen Arbeitgeber aber das Strafverfahren eingeleitet wird. Sobald die abgenommene ältere Karte der Ausgabestelle zugeht, wird sie wie eine zum Umtausch eingereichte Karte behandelt, also aufgerechnet und der Versicherungsanstalt zugeführt.
* Dem Verbände der Baterliindischeu Fraurn-Ber- riue im Regierungs-Bezirk Kastel haben sich 1891 3 neue Zweig-Vereine mit zusammen 382 Mitglieder angeschlossen zu Gersfeld, Obernkirchen und Karlshafen. Der Verband zählt fomit jetzt 31 Zweig-Vereine mit 4326 Mitgliedern. Für ihre Wohlthätigkeits - Zwecke haben diese Vereine 1891 den Betrag von 114,978 Mark verwendet, wobei die sehr erheblichen Hilfen an Kleidungsstücken, Lebensrnitteln, Essen u. s. w. natürlich nicht berücksichtigt sind. An Geschenken und sonstigen Zuwendungen erhielten alle Vereine 19,818,94
Krankenpflegerinnen thätig.
* Der bekannte Ornithologe Dr. Karl Ruß aus Berlin, war von der „Gesellschaft der Vogelfreunde" in Frankfurt a. M. gebeten worden, am dortigen Platze feine Ansichten über die „Wiederbevölkerung der Anlagen mit Singvögeln" in einem Vortrag zu entwickeln. Am vorigen Mittwoch kam Herr Dr. Ruß dieser Aufforderung vor einer zahlreichen Versammlung im Saale des Kaufmännischen Vereins nach. Als Ursachen der Verminderung der Vögel führte Redner zunächst den Vogelfang in den südlichen Ländern an, wo derselbe seit Jahrhunderten als Sport auch von dem kleinen Mann betrieben wird, der sich damit einen Theil seiner Nahrung verschafft. Ferner die Landwirthschaft, die bei uns jedes Fleckchen Erde urbar zu machen bestrebt ist, dann die Forstwirthschaft mit ihrem Kahlhieb und endlich die vielen zwei- und vierbeinigen Feinde der Vögel, von denen unsere Hauskatze der schlimmste ist. Zur Vermehrung der Vögel empfahl der Redner, den Thieren Nistkästen zu schaffen und Vogelschutzhecken anzupflanzen. Zum Schluß nahm der Vortragende Gelegenheit, eine Lanze für die verschiedenen „geächteten" Vögel zu brechen, wie Sperling, Schwarzdrossel, Meise, Star u. s. w.
* Schmalkalden, 20. Febr. Dem Bürgerausschuß lag gestern die Stadtrathsvorlage betreffend Umwand-, lang des hiesigen Realprogymnasiums in ein sechsstufiges Progymnasium vor, und gab hierzu Herr Rektor Homburg noch Erläuterungen. Nach dem aufgestellten Plan sollen die Realfächer wie bisher kulti- virt, in Latein 1 bis 2 Stunden mehr gegeben und Griechisch und Englisch wie bisher behandelt werden. Die Umwandlung wird zu Ostern 1893 erfolgen, wahrscheinlich macht sich von diesem Zeitpunkt ab noch die Anstellung eines neuen Lehrers nöthig.
* Frankfurt a. M., 20 Febr. In einem am 17. ds. verhandelten Jmpfprozeß entschied das hiesige Oberlandesgericht in dritter Instanz zu Ungunsten der Jmpfgegner. Es handelte sich um die Frage, ob Eltern, die ihre Kinder nicht impfen lassen, wegen desselben Falles von Jmpfverweigerung wiederholte polizeiliche Strafbefehle auferlegt werden können. Schöffengericht und Strafkammer verneinten ihrerseits die Frage. Das Oberlandesgericht aber erkannte die gegen diese Urtheile eingelegte Berufung des Staatsanwaltes für begründet, weil das Urtheil der beiden ersten Richter von einer irrthümlichen Rechtsauffassang ausgegangen sei, und verwies den Prozeß auf's Neue an die Strafkammer zurück.
* Biedenkopf, 20. Febr. Der Gemeinderath hat beschlossen, bei dem Herrn Unterrichtsminister um Umwandlung des hiesigen Königl. Real-Progymna- siums in eine lateinlose Realschule vorstellig zu werden. Die Interessen der Minderheit der Bevölkerung sollen durch Angliederung von Latein-Parallelklassen gewahrt werden. Soweit bekannt, steht die Königl. Aufsichtsbehörde diesem Vorhaben wohlwollend gegenüber.
* Ans Gießen, 20. Febr. wird der .Franks. Ztg.' berichtet:
Die Verhandlungen der hiesigen Strafkammer in der Gymnasiasten-Untersuchung nahmen heute ihren Fortgang. Die unerquickliche Angelegenheit, welche 13 noch nicht 15jährige Schüler der höheren Lehranstalten auf die Anklagebank brachte, ist in der Presse stark aufgebauscht worden, es handelt sich um eine Anzahl von unrechten Handlungen, die man am besten als böse Bubenstreiche (Aber doch sehr böse. Red. der Frkf. Ztg.) bezeichnet. Zur Anzeige gebracht wurde die Sache im Herbste vorigen Jahres von der Direktion des Gymnasiums. Man hatte wieder, wie das alljährlich wenigstens zweimal zu geschehen pflegt, eine Schülerverbindung aufgedeckt und gleichzeitig die unliebsame Erfahrung gemacht, daß die Mitglieder derselben und mehrere von deren Kameraden Diebstähle und Hehlereien der verschiedensten Art begangen hatten. Als die Polizei der Sache nachging, war der Hauptheld der Gesellschaft bereits verschwunden und ist es bis auf diese Stunde geblieben. Wie aus vielen Anzeichen hervorgeht, hat dieser nicht nur mehrere schwere Delikte begangen, sondern auch andere Schüler zu unredlichen Handlungen verführt. Die Verhandlung ergab zweifellos, daß man es nicht, wie man hier und da glaubte, mit einer wohl- vrganisirten jugendlichen Räuberbande und mit abgefeimten Spitzbuben zu thun hat. Es handelt sich um Hehlereien und Diebstähle, die von den Jungen einzeln oder von mehreren gemeinsam ausgeführt wurden, und deren Gegenstände Messer, Bisitenkartentäschchen, Cigarren, Tabakspfeifen, Wein in Flaschen, Chocvlade, Spazierstöcke, elektrische Feuerzeuge und Aehnliches waren. Allerdings befindet sich unter den Angeklagten auch ein Sechszehnjähriger, der des schweren Diebstahls beschuldigt wird, da er vermittelst selbst hergerichteter Schlüssel seinem Kameraden bei der Erbrechung von elterlichen Geldbehältern und Schränken behülflich war, und man hat diesen deshalb während der Voruntersuchung in Haft gehalten, während die Uebrigen auf freiem Fuß blieben. Die Angeklagten sind ihrer Vergehen fast sämmtlich geständig und ihr Benehmen im Gerichtssaal erinnert nicht an dasjenige schuldbewußter Verbrecher; vielmehr empfängt man bald den Eindruck einer Anzahl unreifer Knaben vor sich zu haben, die Dummheiten gemacht haben und deshalb abgestrast werden sollen. Die Verteidigung die von acht Rechtsanwälten geführt wurde und deren Haupttheil in den Händen der Herren Dr. Gutfleifch und Rechtsanwalt Grünewald lag, suchte zu beweisen, daß die Angeklagten die zur Erkenntniß ihrer Strafbarkeit erforderliche Einsicht bei Begehung ihrer Thaten nicht besessen haben, nicht besitzen konnten, mag nun die Erziehung im Elternhause oder die Einrichtung des Gießener Gymnasiums die Schuld daran tragen. Dr. Gutfleisch hob hervor, daß es nach der feststehenden Rechtsprechung des Reichsgerichts erforderlich sei, die Einsicht der kriminellen Verantwortung nachzuweisen; diese scheine ihm insbesondere bezüglich der Hehlerei, deren Begriff selbst viele Erwachsene nicht einmal kennten, nicht vorzuliegen. Rechtsanwalt Grünewald ist ebenfalls der Ansicht, man könne nicht annehmen, daß diese Jungen sich des strafbaren Charakters ihrer Handlungen bewußt gewesen
steigend.
Ein hohes barometrisches Maximum über 78o Millm. liegt östlich von Moskau gegenüber einem tiefen Minimum unter 738 Millm. westlich von Irland, so daß über Central-Europa südöstliche Winde vorherrschen, welche im Osten frisch auftreten. In Deutschland ist das Wetter mild, trocken und stellenweise heiter, nur im nordwestlichen Küstengebiete herrscht leichter Frost. Die Frostgrenze verläuft etwa von Riga bis Odessa.
Letzte Beobachtung 10'/e Uhr Morgens.
Luftdruck — 735,8 mm. — Lufttemperatur - 2,4 o C. — Luftfeuchtigkeit — 92flq. — Wolkenzug ? — Windstille. — Himmelsansicht bewölkt.
SB'nt» i j richteng | ! u. Stärke ■
geit gestern keine 1 , , „
unserem Beobachtungsgebiet. Luftdruck noch langsam
____ neblig
। Windst. wollig
Barem.
Millim.
733,3
735,0
735,5
* St. Wendel, 20. Febr. Eine aufregende Scene spielte sich in einer hier weilenden Menagerie ab. Eben hatte die Thierbändigerin einen Käfig betreten, in dem sich drei Löwen und ein Tiger befanden, da schlug letzterer dieselbe mit feiner Pranke nieder. Zum Glück gelang es dem Personal, das wütende Thier von ihr abzuwehren und sie heraus zu schaffen. Nachdem die Wunde verbunden war, stieg die Thierbändigerin wieder in den Käfig, und nun folgten sämmtliche Bestien jedem ihrer Winke.
* (Streikende Stadtverordnete.) Bor nunmehr einem Jahre kam in der Stadtrathssitzung zu Luxemburg wegen geringfügiger Ursachen ein kleiner Streit vor, in welchem sich vier Mitglieder des Kollegiums zurückgesetzt wähnten. Von Stunde an weigerten sie sich, zum Wohle der Stadt mitzurathen, kein Wort für oder gegen eine Vorlage kam über ihre Lippen und bei allen Abstimmungen enthielten sie sich mit Hartnäckigkeit ihrer Stimmen. Ein Jahr hat das würdige Kollegium diesen Zustand getragen, aber es trugs nicht länger mehr. In der letzten Stadtrathssitzung am Sonnabend hat es sein vernichtendes Votum über die streikenden Stadtväter gesprochen und sie von der fer- neren Theilnahme an den Beratungen ausgeschlossen^
Meteorologische