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Peter Joseph Emmerich ab. Nachdem einige kleinere Anträge erledigt waren, wurde einstimmig beschlossen, am hiesigen Orte ein Lager von Schlackenmehl und Schlackensand anzulegen.

* Wiesbaden, 19. Febr. Der Magistrat richtete an den Kriegsminister das Ersuchen, dahin zu wirken, daß Vorkehrungen getroffen werden, welche für die Soldaten den Gebrauch von Schußwaffen an bewohnten Plätzen entbehrlich machen.

* Gießen, 19. Febr. Die Verhandlung gegen die Gymnasiasten und Realgymnasiasten wurde heute in der Strafkammer eröffnet. Der Zudrang des Publi­kums war so groß, daß schon sofort nach Beginn der Sitzung die Thüren geschlossen werden mußten, und also der größte Theil der herbeigeeilten Neugierigen unbefriedigt blieb. Der ganze Vormittag wurde durch das Verhör der 13 Angeklagten ausgefüllt, die fast alle ihre Vergehen zugestanden und dadurch die Beweisauf­nahme sehr erleichterten. Dann folgte am Nachmittage die Vernehmung der Zeugen, die bis in ben Abend währte. Die Fortsetzung der Verhandlung findet mor­gen statt.

* San der Lahn, 19. Febr. Das bei der Eisen­bahn-Verwaltung jetzt eingeführte Sparsystem macht

sich immer fühlbarer. So werden die unter der Ver­waltung der Direktion Köln (rechtsrheinische) stehenden Sekundärbahnen auf dem Westerwald vom 20. d. M. ab ohne Schaffner gefahren werden. Meh­rere Schaffner sind bereits versetzt worden resp. haben sich behufs Versetzung gemeldet. Wie dem ,Naff. Boten' ferner mitgetheilt wurde, hat vor einigen Tagen ein höherer Beamter des Betriebsamtes Wiesbaden die Lahnstrecke bereist, zwecks Aufsuchung entbehrlichen Personals. Unter den aufgefundenen Ueberzähligen sollen beispielsweise auf einer Station ein Hülfsportier und auf der andern ein Stationsarbeiter sein.

Vermischtes.

* Aus Königsberg wird telegraphisch gemeldet: „Wie die Königsberger ,Hartung'sche Ztg.' meldet, ist in der hiesigen Klinik Ende Dezember von Professor Braun eine Operation des Kehlkopfkrebses ausgeführt worden, welche vollkommen gelungen scheint. Der Patient spricht noch etwas heiser, ist aber sonst gesund und wird dieser Tage dem Oberpräsidenten vorgestellt werden.

* Dortmund, 19. Febr. Einen Frevel sonder Gleichen hatte die hiesige Sttaskammer gestern zu ahnden. Der Zeitungsbote

Tölle aus Kirchlinde hatte von einem Bergmann für 27 Mark eine kranke Kuh gekauft, welche zum menschlichen Genüsse thierärztlich verboten war. Gleichwohl verkaufte der gewissenlose Mensch das Fleisch zu dem billigen Preise von 25—30 Pf. das Pfund an zahlreiche Familien. Die Folgen waren entsetzliche; dreißig bis vierzig Personen erkrankten unter Bergistungser- scheinungen; eine Wöchnerin mußte den Genuß der vergifteten Fleischbrühe mit dem Leben bezahlen. Das Gericht erkannte aus eine Gefängnißstrase von fünfzehn Monaten.

* Wien, 20. Febr. Die Mädchenmörder Franz und Rosalia Schneider wurden nicht begnadigt und werden hingerichtet werden.

Meteorologische Beobachtuuge« der hiesigen W-ctterwarte.

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Luftdruck verharrt noch auf seinem rela

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Stand. Luftströmung noch SW bis W.

Letzte Beobachtung 10Va Uhr Morgens.

Luftdruck — 733,2 mm., — Lufttemperatur — 3,4 o C. — Luftfeuchtigkeit — 9O»/o. — Wolkenzug SW. — Windrichtung SW1 — Himmelsansicht bewölkt.

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