Das Volksschulgesetz sei ein Gesetz gegen die Sozial- d emokratie, an deren Spitze Leute stehen, welche katholisch erzogen seien. (Rufe im Centrum: Lassalle, Singer, Marx!) Das Gesetz werde aber sicher einen großen Lehrermangel herbeiführen. (Beifall links.) Graf von Caprivi trat dem Vorredner entgegen. Mit der letzten Instanz im Entscheidungskampfe zwischen Atheismus und Christenthum habe er weder die freisinnige noch die nationalliberale Partei gemeint, v. Caprivi will die geschichtlichen Beziehungen zwischen Staat und Kirche aufrecht erhalten. Er betonte unter Hinweis auf seine persönliche Kenntniß des Lebens der Werft-Arbeiter-Familien die Nothwendigkeit der religiösen Unterweisung der Kinder in der Volksschule, wenn auch in einem entscheidenden Augenblicke des Lebens von 60 Kindern nur eines sich erinnere, daß es einen Gott gebe. (Beifall rechts.) Er wolle die scharfen Worte Friedberg's nicht gleich scharf beantworten; er sei nie als Giftmischer betrachtet worden. (Heiterkeit). Die National-Liberalen hätten kein verfassungsmäßiges Recht, niemals überstimmt zu werden; aber sie wollten die Regierung majorisiren und von ihrer Ueberzeugung abdrängen. Die Regierung wolle sich mit den Nattonalliberalen nicht überwerfen und halte auch heute das Schicksal des so umfassenden Gesetzes noch nicht für entschieden, zumal auch das Herrenhaus in Bettacht komme. Die National-Liberalen haben aber von vornherein einen geradezu grundsätzlich ablehnenden Standpunkt eingenommen, wofür v. Caprivi anf die Artikel im ,Hann. Cour/ sich beruft, welche gegen den „dunkelmännischen Geist des ganzen Gesetzes" zum entschlossenen Widerstand aufgerufen haben. Caprivi lud schließlich nochmals die National-Liberalen zur Mitwirkung ein. Die Regierung sei überzeugt, daß in der Vorlage eine Menge Dinge vorhanden seien, worüber sich reden lassen könne. Die National- Liberalen sollten nur die übrigen Parteien überzeugen. Er nehme den guten Willen der National - Liberalen, welchen, der ,Nat.-Ztg/ zufolge, gestern Professor Friedberg kundgegeben habe, an, wäre aber noch mehr erfreut, wenn die „große liberale Partei" eine Seifenblase sei, welche bereits verflogen. (Beifall rechts.) Abg. Dr. Friedberg (nat.-lib.).: Von der Bildung einer großen liberalen Partei sei keine Rede, Bennig- sen's Aeußerung im Reichstage sei mißverstanden worden. Die Politik der Regierung, sich auf verschiedene Parteien stützen zu wollen, sei falsch; entweder würden diese Parteien oder die Regierung abwirthschaften. Mit der Rede des Herrn v. Buch sei jede Hoffnung auf Mitarbeit der National-Liberalen an der Vorlage zerstört. Der Kampf gegen die Vorlage sei der Partei aus dem Volke aufgezwungen, sie werde ihn kämpfen bis zum guten Ende. Ministerpräsident Caprivi wiederholt, daß die Regierung sich nie auf eine einzelne Partei stützen werde und ist erfreut, daß die Bildung einer großen liberalen Partei nicht stattfinden werde. Hierauf wird die Vorlage einer 28er besonderen Kommission überwiesen.
* Der Reichstag nahm in zweiter Berathung den Nachtragsetat für 1891/92 an. Es wurden damit nachträglich bewilligt 8,764,923 Mk. für Naturalverpflegung der Truppen (eine Folge der Preissteigerung), 1,369,413 Mk. zur Beschaffung von Feldbahn-Material rc. für die Armee und 1,395,000 Mk. als erste Rate zur Befestigung von Helgoland. Staatssekretär v. Hollmann trat der Auffassung Richter's entgegen, daß der Besitz Helgoland's eine Beschränkung der Aufwendungen für die Flotte zur Folge haben könne. —
wickelten, ohne ihn sufzubringen, wie einen Schwachkopf, oder ohne ihn gegen das noch unsichtbare Hinderniß anzutreiben, wie einen Tollkühnen. Er war moralisch überzeugt, daß der Pfarrer Gelis ihm väterlich zugethan war und daß derselbe einen ungeahnt wichtigen Anlaß haben mußte, daß er sich weigerte, über eine Sache weiter zu sprechen, die für ihn von so hohem Werthe war; er wußte, daß der würdige alte Mann in seinem Gewissen verbunden sein mußte, um seinen Bitten um Aufklärung zu widerstehen, und fo entschloß er sich, selbst den Grund ausfindig zu machen, der seine Verbindung mit Florence unmöglich machen sollte.
Daß ein gewisses Geheimniß die Damen von Grange- Verte umgab, war schon aus den mannigfachen eigen» thümlichen Äußerlichkeiten zu argwöhnen, die ihre Lebensweise an sich trug. Dieses hartnäckige Schweigen über ihre Vergangenheit, diese Abgeschlossenheit in ihrem augenblicklichen Leben, diese fürstliche Wohlthättgkeit gegen die Armen, entgegen einer fast übertriebenen Einfachheit in ihren eigenen Bedürfnisfen, mußten jedem Beobachter auffallend erscheinen.
Sie schienen die Dauphinee zu lieben und suchten doch keinerlei Bekanntschaften anzuknüpfen. Von zahl- lofen Heirathsanträgen, welche bei dem bedeutenden Grundbesitz, sowie dem großen Kapitalvermögen Florences vorauszusehen waren, völlig bestürmt, schienen Taute und Nichte von dem gleichen Wunsch beseelt zu sein, alle Antragsteller, wie und woher sie auch kommen mochten, von vorneherein abzuweisen.
Florence, obgleich stets milde und freundlich, blickte oft aus ihren großen, leuchtenden Augen mit einer unaussprechlichen Melancholie. Dieser Ausdruck der Augen, der mit dem ihrer Lippen in Widerspruch stand, hatte Francis manchmal überrascht. (Forts, folgt.)
Dann wurde die 2. Berathung der allgem. Rechnung über den Reichshaushalt für 1884/85 vorgenommen. Es handelte sich dabei um die alte Streitfrage, ob eine Anzahl Niederschlagungs-Ordres (Gnadenerlasse) Kaiser Wilhelm's I. der Gegenzeichnung des Reichskanzlers bedürfen oder nicht. Die Rechnungs-Kommission beantragte, die vom preußischen Kriegsminister gegengezeichneten Erlasse als endgiltige Rechnungs - Justifikationen anzuerkennen. Nach längerer Debatte ergab sich bei der Abstimmung über einen Vertagungs - Antrag Beschlußunfähigkeit des Hauses. Mittwoch: Handelspolitisches Abkommen mit Spanien, Anträge.
* Der Bundesrath hat in seiner heutigen Sitzung beschlossen, daß vom 1. Februar d. I. ab die für die Einfuhr nach Deutschland vertragsmäßig bestehenden Zollbefreiungen und Zollermäßigungen — mit Aus- fchluß der in den Handelsverträgen Deutschlands mit Oesterreich-Ungarn und Italien enthaltenen Zollbegünstigungen für Wein in Fässern der Tarifnummer 25 e 1 — bis einschließlich zum 30. Juni d. I. auch den spanischen Boden- und Jndustrieerzeugnissen bei der Einfuhr in das deutsche Zollgebiet zugestanden werden. Als Aequivalent hierfür wird die deutsche Einfuhr in Spanien für den gleichen Zeitraum dieselben Vortheile genießen, wie diejenigen Länder, deren Handelsverttäge mit Spanien am 30. Juni d. I. ablaufen, mit der einzigen Ausnahme, daß für Alkohol der Zollsatz des neuen autonomen spanischen Zolltarifs Anwendung finden wird.
* In einer Extra-Ausgabe veröffentlicht der Reichs- uuzeiger die mit dem 1. Februar d. I. in Kraft tretenden Handelsverträge.
* Der Landtagsabgeordnete für Göttingen-Münden, Dr. Theodor Mithoff ist heute Vormittag plötzlich verstorben. Der Verstorbene hatte der nationalliberalen Partei angehört und war feit 1890 Vorsitzender der Budgetkommission des Abgeordnetenhauses.
* Die bayerischen Liberalen müssen, wie immer, so auch jetzt natürlich, ihre norddeutschen Gesinnungsgenossen nachäffen. Da eben in Preußen National- liberale und Freisinnige, als geschworene Feinde des geoff entarten Christenthums, mit Rücksicht auf den Volksschulgesetzentwurfzu „neuem Aufschwung" sich zusammenthun, beeilen sich auch ihre süddeutschen Nachtraber, aus voller Brust zu erklären, daß der preußische Gesetzentwurf, der sie doch gor nichts angeht, das Deutsche Reich in seinen Grundvesten erschüttere, und daß auch sie, die süddeutschen „Erbpächter der Reichstreue", angesichts der „drohenden Gefahr" sich eng aneinanderschlössen.
Ausland.
* Wien, 30. Jan. Unsere liberalen Blätter gehörten früher zu den größten Lobrednern Preußens. Alles, was aus Berlin kam, wurde herausgestrichen und uns Oesterreichern zum Muster vorgeführt. Seit aber der jetzige Deutsche Kaiser in so ostentativer Weise bei einer Reihe von Gelegenheiten seine pofittv christliche Gesinnung betonte und von hoher Stelle der Werth der Religion zum Ausdrucke gebracht wurde, ist es mit diesen Sympathien vorbei und Die semitischliberale Presse sogar sichtlich sehr schlecht auf das Zollernreich zu sprechen. Jetzt aber hat dasselbe bei unseren Judenblättern es ganz verdorben. Die Einbringung eines neuen Volksschulgesetzentwurfes mit streng konfessioneller Grundlage im preußischen Landtage ist nicht nach ihrem Geschmacke und man konnte in den letzten Tagen die galligsten Urtheile über die „Reattion" im Nachbarreiche lesen. Nach der Meinung der Organe der »Alliance israelite“ würde jetzt das allgemeine Bildungsniveau zurückgehen und Preußen zu einem politisch unbedeutenden Staate herab- stnken. Diese Hetzereien zeigen so recht deutlich, daß die liberale Presse nichts so sehr fürchtet, als die Wiederverchristlichung der Schule und daß sie dieselbe mit allen Mitteln zu hindern sucht. Diese Presse fühlt eben zu deutlich, daß durch dieses preußische Schulgesetz auch in Oesterreich das Prinzip der konfessionslosen Neuschule einen starken Stoß erlitten habe und sie fürchtet, daß am Ende doch auch bei uns die Regierung angesichts dieses guten Beispieles sich gegen die Kon- fessiouirung der Schule nicht länger sträuben könnte. Deshalb der sichlliche Aerger und die fortgesetzten Ausfälle, um nach obenhin abzuschrecken und die liberalen Lehrerkreise auf's Neue gegen die christliche Schule einzunehmen. Wenn diese Leute eifrig nachdenken möchten, so müßte ihre künstliche Voreingenommenheit gegen die christliche Schule fallen, aber das soll jetzt verhindert werden und das Publikum auch fernerhin nur ine aus jüdifchen Redaktionsstuben kommende Meinung haben.
* Auch der belgische Ständerath hat gestern die Verlängerung des Handelsvertrags mit Spanien bis zum 30. Juni genehmigt.
t t * Die Erklärung der französischen Kardinale schlägt immer weitere Kreise. Der,Figaro' meldet: Im gestrigen Kabinetsrathe sei beschlossen, gegen die französischen Kardinal-Erzbischöfe das Disciplinar-Verfahren vor dem Staatsrathe einzuleiten. Bestätigt sich diese Nachricht, dann ist von Neuem der Beweis erbracht, daß die gegenwärtige Regierung, jeder freieren Regung bar, sich im Banne des Liberalismus befindet.
* Der italienische Senat genehmigte die Handelsverträge mit Oesterreich - Ungarn mit 104 gegen 5
Stimmen, auch der Verlängerung des italienisch- spanischen Handelsvertrags wurde mit 105 gegen 5 Stimmen die Zustimmung ertheilt.
* Von den an dem Aufstand in Xeres betheilizt gewesenen Anarchisten find 8 zum Tode und 40 zu lebenslänglichem Zuchthaus verurtheilt worden.
Palästina-Verein der deutschen Katholiken.
Der Bericht über die am 15. November v. I. in Aachen abgehaltene General - Versammlung des Palästina-Vereins der Katholiken Deutschlands liegt nun in offizieller Form aus der Feder des Vorsitzenden des Vereins, des Herrn Landraths Janssen, vor. Erschienen ist derselbe bei Herrn Albert Jacoby in Aachen. Indem wir dies mittheilen, möchten wir hervorheben, daß jeder Gönner des Palästina-Vereins ein Exemplar deS Berichtes durch Herrn Albert Jacoby beziehen kann. Er wird dadurch ein vollständiges Bild von den Bestrebungen, der Thätigkeit und den Erfolgen des Vereins gewinnen und dadurch gewiß um so mehr bestimmt werden, den Palästina-Verein auch in Zukunft zu unterstützen. In Ergänzung unseres früheren Referats über jene General-Versammlung möchten wir noch eine Stelle aus der Schlußrede des Herrn Landraths Janssen, der für den Verein fo rastlos thätig ist, im Wortlaute anfügen, da die pattiotische Richtung, welche neben der religiösen und kolonisatorischen der Palästina - Verein verfolgt, aus dieser Stelle so recht zu erkennen ist. Die Stelle lautete:
„Wie die Verhältnisse sich bis zur Stunde gestaltet haben, sind im hl. Lande zwei tiefgehende Gegensätze vorhanden, welche alles Andere überragen und als nebensächlich in den Hintergrund treten lassen — das ist das griechisch-russische Schisma auf der einen und die katholische Kirche auf der andern Seite. Gewiß wäre es Frankreichs vornehmste Pflicht, seinem Besitzstände nach und nach als Protektor seiner Landeskinder das andauernde Vordringen des Schismas nach Kräften abzuwehren, sich mit den anderen in gleicher oder ähnlicher Weise betheiligten Mächten loyal zu verständigen und zur Zurückweisung jeder weiteren Beeinträchtigung des katholischen Besitzes ehrliche Hilfe zu leisten. Aber durch die Vorgänge, welche sich noch vor Kurzem am Oelberge und in Bethlehem ereignet haben, sind wir belehrt, daß von Frankreich nichts Anderes zu erwarten ist, als offene Preisgabe oder doch nur die allerschwächlichste Vertretung der katholischen Interessen. Bei dem bekannten Besuche, den die französische Flotte in diesem Sommer den Russen machte, ging der französische General mit seinen Offizieren in eine russische Kathedrale; sie, die Katholiken, küßten dem schismatischen Metropoliten die Hand und baten um seinen Segen. Dieser Vorfall ist vorbildlich ftir die Stellung Frankreichs zu Rußland im hl. Lande. Freilich wird der Triumph Rußlands ganz sicherlich zugleich das Ende des Einflusses Frankreichs im Morgenlande sein; allein die Verblendung dieser Macht ist stärker wie ihre Einsicht und ihr Pflichtgefühl. Rußland benutzt jede politische Kombination, um seine Macht und seinen Besitz im hl. Lande auszudehnen. Wenn den Katholiken nicht von anderer Seite Schutz und Rettung kommt, werden wir in nicht ferner Zeit das hl. Grab in dem ausschließlichen Besitze der Schismatiker sehen, denn was für das politische Prestige Rußlands der Besitz Konstantinopels, das ist für die kirchliche Machtstellung des griechisch-orthodoxen Rußland der Besitz Jerusalems und der hl. Stätten.
Eine andere, allerdings in diesem Moment noch nicht dringende, allein in den Vorzeichen sich bereits ankündende Gefahr droht Palästina von Seiten der Juden. Gar Manche meinen, man solle ihnen ihre ursprünglichen Wohnstätten wieder einräumen. Thatsache ist, daß die Auswanderung der Juden nach Palästina sich schon jetzt in viel stärkerem Maße vollzieht, als allgemein angenommen wird. Ein Berichterstatter der in Paris erscheinenden Zeitschrift ,La terre sainte1 schreibt, vor einigen Jahren, als die türkische Regierung 12,000 Juden in Jerusalem gezählt habe, seien in Wirklichkeit t>5,000 dort vorhanden gewesen, und gegenwärtig zähle Jerusalem schon an 80,000 jüdische Einwohner. Sie scheuen es, ihr rapides Zunehmen amtlich kon- stalirt zu sehen und kennen die Wege, sich bei den offiziellen Zählungen zu drücken. Es ist ja richtig, daß die türkische Regierung die Ausschiffung der Juden in den Häfen von Palästina verboten hat; aber es ist nicht minder richtig, daß sie fortfahren, in großer Menge in das Land einzudringen und trotz der Befehle der Regierung. Es kann aber den Christen unmöglich gleichgiltig sein, wenn die Juden unter Verdrängung anderer Elemente das Land überfluthen, aus welchem der göttlich« Fluch sie vertrieben hat. Sie selbst haben das Strafgericht aus sich herabgerufen, das sie dem Lande ihrer Väter enffremdete. Seit dem Tode des göttlichen Heilandes ist dasselbe das Erbe der Christenheit geworden, und wir werden unser Anrecht darauf festhalten mit der zähesten Kraft.
Die geeignetsten Mittel zur Abwehr der bezeichneten Ge- < fahren bestehen darin, daß zunächst vor aller Welt durch That- sachen bewiesen wird, daß, wenn auch Frankreich seine Pflicht verkennt, es gleichwohl nicht an Kräften und Mächten fehlt, welche im heil. Lande für die Wahrung des Besitzstandes der Katholiken eintreten. Weiter müssen in Palästina für die dort vorhandenen katholischen Elemente gemeinsame Ziele der Arbeit und des kirchlichen Lebens geschaffen werden, welche die Einigung unter den so verschiedenen Nationalitäten angehörenden Katholiken zu fördern im Stande sind. Die katholischen Ansiedelungen muß man zu stärken, zu mehren und ihnen einen festen Rückhalt in dem Schutze ihrer Heimathlichen Regierungen zu geben suchen. Frankreich hat seine Vormachtstellung in der Beschützung der katholischen Interessen feit den 70er Jahren auf Deutschland übergehen laffen. Das katholische Deutschland bildet die stärkst« Phalanx in dem Kampfe für die Rechte der Kirche. So möge es denn auch die Spitze nehmen in der Verteidigung dieser Rechte auf dem Boden des hl. Landes!
Indem der Palästina-Verein die Kräfte zu diesem Kampfe zu sammeln und das gesunkene Ansehen des Katholizismus int Orient wiederherzustellen sucht, indem er den Besitzstand der Deutschen zu stärken und zu erweitern sich bestrebt, und indem er durch deutschen Einfluß der christlichen Kultur dort Eingang vermittelt, schafft er nicht nur ein christliches Werk, sondern er vollbringt auch eine politische That von höchster Bedeutung. Sollten wir durch die Sorge um die Lösung materieller Fragen so eingenommen sein, daß wir nichts mehr von dem Opfermuthe, der Hingebung und dem Glaubenseifer der Kreuzfahrer in uns fühlen? Sollte ihr Beispiel nicht auch heute noch aneifernd wirken? Möchte doch ein Funke hl. Begeisterung für die hehre Aufgabe des Palästina-Vereins sich in den Herzen der Katholiken Deutschlands entzünden! Möchten zahlreiche neue Genossen an unsere Seite treten, damit wir den „Kreuzzug" siegreich beenden, den wir unter Gottes sichtlichem Beistände und in seinem Namen unternommen haben! Ihm allein sei die Ehre des Erfolges!“