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Metssrotogrschk Bessachmagru

der uieilgen Wetterwarte.

Literarisches.

Gedächtnisrede auf den verewigten Prälaten Dr. J-Hs. Jauffeu, gehalten im Dome zu Frankfurt a. M. am 27. De^. 1891 von Domkapitular Abt in Limburg. Verlag von PH. Glässer, Limburg. Preis 10 Pfg.

Das Schriftchen enthält den vom Herrn Redner selbst fest­gestellten authentrschen Wortlaut der Gedächtnißrede auf den unvergeßlichen großen Historiker, rn dem das katholische Deutsch­land eine seiner herrlichsten Zierden verloren hat. Das tn dieser Rede von Meisterhand entworfene Lebensbild gewahrt uns einen kesselnden Einblick in das Leben und Wirken des hochverdienten Gelehrten und wird darum seinen zahllosen Verehrern in allen deutschen Gauen eine willkommene Gabe sein.

maligen Benediktinerklosters liegen. 1415: „Hospitale antiquum retro Monasterium nostrum.“ (Arch ) 1626: Das Spital hinter der Burg, (Burg-Kloster.) Noch jetzt sieht man die 1712 in die Oekonomiegebaude ver- bautcii Mauern, der Hospitalskirche ad 8. A itum, die zugleich bis 1686 die Kirche der Hinterburger Gemeinde war." (F. I. Nick, Der hl. Sturmius. Fulda 1865.)

Marquard's I. Regierungszeit bezeichnet bekannt- lich einen hochbedeutsamen Markstein in der Geschichte unserer Stadt, weshalb wir uns Vorbehalten, diesem hochverdienten Abt demnächst einen ausführlicheren Artikel zu widmen.

Vermischtes.

* Paris, 12. Jan. Die berühmte Abtei Fecamp, Fabrik des Benediktiner- Liqueurs, brannte letzre Nacht vollständig nieder. Der Schaden wird auf 2 Millionen geschätzt.

(Russische Dorfzahnürztr.) Das ,Kijewsskoje Sslowd' er­zählt schauerliche Sachen von der Thätigkeit der Dorfzahnärzte im Kreise Bcazlawsk. Die oberen Zähne werden einfach mit einer Schusterzange ausgerissen. Mehr Vorbereitung erfordert das Ausreißen eines Zahnes aus dem Unterkiefer. Der betreffende Zahn wird an das eine Ende einer langen Thiersehne befestigt, deren vorderes Ende an die Decke gebunden ist. Der Patient steht auf einem Schemel, der ihm, wenn Alles bereit, unter den Fußen weggerissen wird. Der Patient stürzt mit Gewalt zu Boden, doch der Zahn ist heraus, wenn auch oft ein Stück Fleisch oder gar Kiefer mitgeht. .

* Der Berliner Arzt Ktem, der vor Allem durch seine Ruhe auf die Kranken wirkte, wurde zu einer jungen Dame ge­rufen, welche sich weinend ihm zu Füßen warf und flehte: „Herr Doktor! Ich beschwöre Sie, retten Sie mich! Helses Sie mir! Ich habe aus Versehen eine Stecknadel verschluckt!" — „Hm, hm!" sagte Klein. „Aber mein liebes Kind, seien Sie doch nicht so aufgeregt! Brauchen Sie denn die Nadel so nöthig?"

* Zwei Seele« und ein Gedanke. Bauer: „Ich Hause mit meinem Weibe schon 20 Jahre, aber wir haben nie recht mit einander übereingestimmt; nur ein einzig's Mal, wie unser Haus 'brennt hat, da hat a' Jedes von uns zuerst zur Thür 'raus wollen."

* Stumme Buchstaben. In einer Gesellschaft sehr red­seliger Damen war ein junger Mann auffallend still. Als ihm eine Dame dieserhalb ihre Verwunderung ausdrückte, sagte er ganz trocken: „Gnädiges Fräulein! Unter so vielen Selbstlauten ist auch ein stummer Buchstabe nothwendig."

* Umschrieben. Er (während des Essens): „Liebe Gattm, ich vermuthe, daß in Deinem Kochbuch Druckfehler find!

* (Rücksichtsvoll.) Hausher: „Du, Freunder!, sag ... möchtest Du mir nicht freiwillig jedes Jahr um hundert Mark mehr Miethe bezahlen?" — Freund: „Zum Donner, warum denn." - Hausherr: „Ja weißt Du .... ich möcht Dich halt nicht gern steigern!" .

* Mißtrauisch. Untersuchungsrichter: „Dreimal sind Sie schon wegen Diebstahl bestraft; Sie betreiben bas Stehlen wohl gewerbsmäßig?" — Angeklagter (für sich): „Aha, letzt kommt s von wegen der Gewerbesteuer!"

* Ominöser Druckfehler .... „Blicken wir nun auf die wissenschaftliche Thätigkeit des Herrn Professor zurück so können wir mit vollem Recht fügen: Er i|t eme Zierde des ^ehnMhls.

* Der Bezirksausschuß hat für den Regierungs­bezirk Kassel auf Grund deS Gesetzes über die Schon­zeiten des Wildes den Schluß der Jagd auf Hasen, Auer-, Birk- und Fasanenhennen, Haselwrld und Wach­teln auf den 17. Januar d. I., Abends, festgesetzt.

(Personal - Chronik.) Ernannt: der Postkassirer Schreiber in Kassel zum Postdirektor, der Postkassirer Wacker ebendaselbst zum Postinspektor und der Post­assistent G n n d l a ch in Friedewald zum Postverwalter, der Stellenanwärter M agofke zum Gerichtsvollzieher in Neustadt. Verliehen: dem Gerichtsvollzieher van Haßelt in Neuhof bei feinem Uebertritt in den Ruhe­stand das Allgemeine Ehrenzeichen. Versetzt: der kgl. Kreisbauinspektor Niermannvon Kassel nach Münster.

* Zu Ostern dieses Jahres werden an den Bürger­schulen in Kassel vier neue Klassen eröffnet. Als Leh­rer derselben sind berufen die Herren Pfalzgraf aus Schlüchtern, Kranz aus Fulda, K ö h l e r aus Franken­berg und I a r o b i aus Horas bei Fulda.

* Weyhers, 12. Jan. Die bei der nahe beim Orte gelegenen Muttergottesgrotte aufgehängte ver­schlossene Opferbüchse ist heute früh erbrochen und ihres Inhalts beraubt worden. Der dringende Ver­dacht dieses Diebstahls fällt auf eine schon mehrfach bestrafte Persönlichkeit aus Schmalnau, welche um diese Zeit an dem Thatorte gesehen worden ist. Recherchen sind im Gange. (F. K.)

* Hünfeld, 13. Jan. Die Anmeldungen zu dem neugegründeten „Bürgerverein Hünfeld" laufen, wie zu erwarten stand, noch recht zahlreich ein. Der erste Herrenabend findet schon morgen, Donnerstag, statt und im Laufe der nächsten Woche soll schon ein kleines Vergnügen stattfinden. (H. K.)

* Hanau, 13. Jan. Seit Kurzem tragen die Brief­träger abend» bei ihren Bestellungen eine hellleuchtende kleine Laterne auf der Brust, die es ihnen ermöglicht auch in nicht erleuchteten Räumlichkeiten sich leichter zu­rechtfinden zu können. — Abermals hat ein tapferer hessischer Offizier, Herr Major a. D. August v. Mar­schall, das Zeitliche gesegnet. Er hatte sich in den Kämpfen des deutsch-französischen Krieges in so hervor­ragendem Maße ausgezeichnet, daß ihm das eiserne Kreuz zweiter und erster Klasse verliehen wurde. Der Verblichene rückte mit dem hier in Garnison gewesenen 1. Bataillon des Jnf.-Reqm. Nr. 82 aus und zwar als überzähliger Stabsoffizier. In der Schlacht bei Wörth übernahm die Führung des 2. Bataillons, nachdem dessen Kommandeur odtltch verwundet zu­sammengebrochen war. Herr von Marien I°9 fpiljer längere Zeit hier in Garnison. Seit seiner Peuft?Nl- rung lebte er in Kassel.

* Friedewald, 11. Jan. Der Holzhauer und Rot­tenmeister Johannes Brehm von hier wurde heute Morgen 9>/2 Uhr im Walde beim Holzhauen von einem Baume erschlagen. Brehm hatte wie die ,Hersf. Ztg/ berichtet, Reisig auf das Feuer legen wollen, die Arbeiter, welche mit Fällen der Bäume beschäftigt waren, hatten einen Baum angehauen, der­selbe fiel plötzlich nieder. Man rief dem Brehm zu, leider konnte er aber nicht mehr ausweichen und wurde

Die Lebrusverstcherunns- und Ersparnitz Bankm Stuttgart hat im Jahre 1891 den höchsten Zugang an Ver- ffchernngsanträgen seit ihrem Bestehen erzielt. Es gingen nam- 2 in dieiem Jahre ein: 5756 Versicherungs-Anträge über iR 34 850,950. Mehr als im Vorjahr: 429 Anträge über ™ 32'53550. Die Dividende für 1892 betragt nach Divi- dendenplan All 4«°/° der gewöhnlichen Todessallpramle und ertra 20°/. der Zusatzprämie für Abkürzung der Vesicherungs- dauer; nach Dividendenplan B, steigende Dividende, »halten die Bethelligten eine gegen das Vorjahr um 6°/» erhöhte Dividende aus der vollen Prämie, also einschließlich Zusatzpramiesür Ab­kürzung der Versicherungsdauer; die feit Bestehen des Planes B Versickerten — 15 Jahre — erhalten hienach eine Dividende »on 45% aus der vollen Prämie. Verwaltungsauswand 1890: nut 4,9o,o der Gesammteinnahme. l97

auf der Stelle gelövtet.

* Aus Wiesbaden wird der ,Köl. Vztq/ geschrieben : Mit großer Freude vernahmen gegen Ende des letzt­vergangenen Ouartals die katholischen Familien unserer Stadt, die gegenwärtig etwa 19,000 Katholiken zählt, daß es auf geschehene Vorstellung hin von den Dttni- sterien des Kultus und des Innern der Genossenschaft der Englischen Fräulein gestattet worden sei, , auch in unserer Stadt zwecks Erziehung nnb, Unter­richts der weiblichen Jugend eine Niederlafiung zu gründen. Durch geeignete Vermittelung wurde das sert- her unter Leitung des Frl. Wirtzfeld stehende katho­lische Erziehungs-Institut erworoen, so daß die Ge­nossenschaft der Englischen Fräulem schon mit dem 1. d. M. ihre hiesige Lehrtätigkeit beginnen konnten. Man sollte wohl annehmen, daß dies, zumal damit einem längst gefühlten Bedürfnrß Rechnung getragen wurde, und da auch ein königliches Ministerium da­gegen nichts einzuwenden wußte, von Seiten unterer nichtkatholischen Mitbürger bezw. unserer sonst von Toleranz ttiefenden Simultanschulfreunde gleichfalls wäre ohne Widerrede hmgenommen worden. Doch schon der bloße Gedanke, daß es Ordensleute find, welche unterrichten, war ausreichend, eme Agitation gegen die Schwefeln hervorzurufen. Zunächst glaubte unsere städt Schul-Deputation, in der außer unserm Stadt- Pfarrer als geborenem Mitgüed auch nicht em Ver­treter unserer 19,000 Katholiken sich befindet, die An- gelegenbeit trotz ertheilter ministerieller Genehmigung nochmals zur Berathung stellen und g e g e n die Heber- * berÄetigen «u-tr du-ch

die Englischen Fräulein sich aussprechen zu sollen. Alle sachlichen und ruhigen Erörterungen von Seiten unftres Herrn Stadtpfarrers waren umsonst, und Alle st ürmten aeschlossen gegen ihn bezw. dre Lehrthatigkert ber @ng- Ncken M»Tn. Darm wurde eine geradezu fana­tische Hetze gegen die Lehrschwestern inscemrt. Am Dienstag-Abend brachte zu diesem Zwedd«,Rherm Courr/ eine Korrespondenz, m der selbstverstandlicy erst unserer Simultanschule em unverdientes Loblied aeiunaen wird, um alsdann das Institut der ing liicken Fräulein das man als „eine ausgesprochen römisch-katholische Klosterschule" (sic!) bezeichnet, ohne

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± Aus Mda's Vergangenheit.

Die .Historisch-polit. Blätter' brachten in dem unlängst ausgegebenen 11. Heft, 1891, einen Artikel: „Zur Gesundheitspflege Deutsch­lands im Mittelalter" von F. Falk, in dem der Verfasser einen verdienstvollen Beitrag zum mittel­alterlichen Badewesen liefert und in dem er nament­lich, als Ergänzung zu verschiedenen Forschungen Anderer über diesen Gegenstand, eine beträchtliche Anzahl sogen. „Seelenbäder" verzeichnet hat. Unter letzterem Namen verstand man nämlich im Mittelalter fromme Stiftungen barmherziger Menschen, die auch den Armen die Wohlthat der für die Gesundheitspflege so wichtig und nolbwendig erachteten Bäder verschaffen wollten, und weil sie dies thaten „mit der Absicht, durch dieses Werk der Barmherzigkeit für ihre Seele pro remedio animae (zum „Seelgeräth") zu sorgen, daher „Seelen- bad, Seelbad." .

Auch Janssen hebt in feiner „Geschichte des deut­schen Volkes" diese Fürsorge für das Wohlbehagen der Armen, aus der so recht der barmherzige Geist des Mittelalters leuchtet, hervor und sagt darüber. ,Milv- thätige stifteten in den Städten liegendes Gut oder bestimmte Geldsummen, damit jährlich an ihrem 'Sterbe­tage armen Leuten ein Bad bereitet werde. Solche , Stiftungen führten den Namen „Seelbader , denn die , durch ein Bad und meist auch durch em Mahl er- ; glückten Armen gedachten an diesen TaM des Seelen- deils der Stifter. In manchen „Seelbadern war bestimmt, daß den Armen alle Jahre viermal, oder sogar alle acht oder vierzehn Tage em Bad gereicht ^Mit Mcht betont F. Falk, daß die Kulturgeschichte^ welche diesen Gegenstand m ihren Darstellung-bereich zieht, auch hervorheben müsse, welcher besondere An- theil den Klöstern zufalle. "Soviel ich bis jetzt sehen kann," bemerkt er hierzu, „erscheint Fulda als das älteste Kloster, welches eine Badestube (nicht für'sKloster) für die Bevölkerung errichtete.

Die Stadt Fulda verdankt nämlich ihrem um das Wohlergehen der Stadt eifrigst besorgten Abte Mar- quard eine Fleischbank auf demMarkte und daneben eine Badestube, marcellum in foro ac iuxta illudbalnearia stupa. Marquard, vorher Mönch auf dem St. Michaelsverge bei Bamberg, regierte

__68.*) Wenn dieBadestube damals etwas ganz Außerordentliches gewesen wäre, so würde die Kloster- qeschichte nicht versäumen, dessen Erwähnung zu thun. Die Badestuben gehen demnach weiter zuruck.

Qu dieser für Fulda so rühmlich lautenden kultur­historischen Notiz bemerken wir noch, daß man mt Mittelalter den Namen „Badestüben für warme Bäder im Gegensatz zu den Flußbädern gebrauchte» Mit der Errichtung dieser ersten fuldaischen Badestube aber steht in unmittelbarem Zusammenhänge auch die erste Wasserleitung auf denMarkt (jetzt Fned- richsmarkt) unserer Stadt. Daß der für die Wohlfahrt seiner Unterthanen so thatkräftig wirkende Abt ganz besonders die Armenpflege zum Gegenstand seiner Sorge machte, bewies er auch durch die Stiftung eines neuen Hospitals im Jahre 1165 Nick meint, daß dieses höchstwahrscheinlich dasselbe sei, welches an der Stelle stand, wo jetzt die Oekonomiegebaude des ehe-

*) Anmerkung d. Verf.: Marquard regierte nur bis 1165; in diesem Jahre dankte er ab und zog sich m das Andreaskloster (Neuenberg) bei Fulda zurück, wo er 1168 starb.

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Luftdruck bei scharfem Nordost in den letzten 24 Stunden um 12 Mill, gefallen.

Eine flache Depression mit meist schwacher Luftbewegung liegt über dem nördlichen Ostseegebiete, während ein neues Mini­mum nordwestlich von Schottland herannaht. Eme Zone verhalt- nißmäßig hohen Luftdruckes erstreckt sich von den britischen Inseln südostwärts nach der Balkanhalbinsel. Das Wetter ist m Deutschland kalt, stark neblig und theilweise heiter, an der Küste haben vielfach leichte Schneefälle stattgesunden. München und Friedrichshafen melden 10 Grad Kälte, nur Helgoland und Bor­kum sind in Deutschland frostkrei. Schneehöhe zu Swmenmunde 4 Hamburg 25, Berlin 7 Centim. Ueber Friedrichshafen ziehen obere Wolken aus Westsüdwest.

Letzte Beobachtung 10-/i Uhr Morgens.

Luftdruck — 723,2 mm. — Lufttemperatur - — ?,03 C. — Luftfeuchtigkeit — 87%. — Wolkenzug SW>sW Windrichtung NO4 — Himmelsansicht z. heiter

Weiteres und ohne erst auch nur ein Resultat am hiesigen Platze abgewartet zü haben, anzuklagen, es leiste „der konfessionellen Verhetzung unserer Schul­jugend in unverantwortlicher Weise Vorschub". Daß man durch derartiges Hetzen dem katholischen Institut schaden und möglichst viele Eltern abhalten will, die Ausbildung ihrer Töchter den bewährten Schulschwestern anzuvertrauen, ist klar. Mit Freuden wird es daher begrüßt, daß unser Stadtpfarrer, Herr Prälat Dr. Keller, in der gestrigen Abend-Ausgabe des ,Rhein- Courr/ für die fo unerhört geschmähten Ordensleute eine Lanze bricht- Oder sollten die Englischen Fräulein trotz ihrer vor staatlichen Behörden abgelegten Prüfun­gen nicht eben so gut das Recht haben, die Jugend zu erziehen und zu unterrichten, als wie auch jeder Ändere, der den staatlichen Vorschriften Genüge leistete und leistet? Daß hier gewisse Leute es über sich bringen können, arme Lehrschwestern, noch ehe dieselben Proben von ihrer Thätigkeit in hiesiger Stadt ablegten, zu verfolgen und zu verleumden, dürfen wir gewiß als einen Akt fanatischer Feindseligkeit bezeichnen, als einen Akt, der den Katholiken Deutschlands wieder aus's deutlichste zeigt, was wir von den Toleranzreden unserer Simultanschulfreunde und deren Anhang zu halten haben.

* Aus dem Großherzogthum Hessen, 11. Jan. In Friedberg fand gestern eine Landes-Konferenz der hessi­schen Sozialdemokraten statt, welcher 88 Dele- girte als Vertreter von 111 Orten anwohnten. In einer Resolution verwarf die Versammlung die geplante Revision der Verwaltungs-Gesetze, protcstirte gegen die Aufhebung der direkten Bürgermeister-Wahlen, forderte die Beseitigung des Einflusses der Höchstbesteuerten in der Provinzial-, Kreis- und Gemeinde-Vertretung und verlangte die Aufhebung des Bestätigungsrechts für Bürgermeister-Wahlen.

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