zu werden, der Rest bestand, wie üblich, aus urtheilL- unfähigen Burschen u. s. w., deren Hauptaufmerksamkeit sich auf die vor ihnen stehenden „halben und gan- zm Kännchen" konzentrirte. Und nun die Verhand- lungm selbst. Da erhielten zuerst die „Lauen" einen gehörigen Rüffel. Die Hauptbedir.zung für das Gedeihen der sozialdemokratischen Bestrebungen sei eine gut geleitete und gebührend unterstützte Presse. Aber wie sähe es damit auS? Das in Kassel erscheinende Organ der Partei habe während der kurzen Zeit seines Bestehens bereits eine Unterbilanz von 2600 Mark gehabt. Dieses ist die beste und schlagendste Antwort auf den von den Sozialdemokraten hervorgerufenen und zum Verderben von tausenden Familien ausgefallenen Buchdruckerstreik. Einen weiteren Beleg für die erzielten Resultate solcher vom Zaune gebrochenen Streiks brachten die aus dem Eschweger Streik laut werdenden Klagen. Die Vorkommnisse hierbei seien derart gewesen, daß der Wunsch ausgesprochen wurde, man möge diese böse Geschichte heute ruhen lassen. Daß es nach solchen aufmunternden Berichten als dringendes Be- dürfniß empfunden wurde, hier in Melsungen eine ähnliche Wirthschaft in's Leben zu rufen, liegt auf der Hand, zumal der erste dieser Parteitage in Marburg „wegen Mangels an Raum" nicht hat stattfinden können. Es sollen jetzt mit kurzen Zwischenpausen regelmäßige Volksversammlungen hier abgehalten werden, die erste Sonntag in 8 Tagen, dann soll die Jugend durch geeignete Vorträge und ditto Lektüre besser herangeholt werden rc. rc. Wir glauben aber heute schon der Versicherung Ausdruck geben zu dürfen, daß die sozialdemokratischen Heilsapostel ihre Rechnung ohne die Mel- sunger Bürgerschaft gemacht haben und daß diese es den Herren recht bald klar machen wird, daß Melsungen keine Heimstätte für auswärtige Wühler bietet, welche Reich und Gesellschaft untergraben wollen.
* Marburg, 6. Jan. Ein hiesiger Kaufmann machte die Wahrnehmung, daß sein Dienstmädchen einen über seine Verhältnisse hinausgehenden Aufwand machte. Um das Mädchen nun auf die Probe betreffs ihrer Ehrlichkeit zu stellen, zählte derselbe vorgestern Abend den Bestand »seiner Ladenkasse genau nach und machte dann andern Morgens die Entdeckung, daß aus derselben 23 Mk. und einige Pfennige verschwunden warm. Bei einer Durchsuchung der Effekten der Magd wurde nicht nur das Geld, sondern auch andere entwendete Sachen aufgefunden und gestand dieselbe ein, der Ladenkasse ihres Herrn schon mehrfache derartige Besuche abgestattet zu haben. Die Ungetreue wurde alsbald zur Anzeige gebracht und vorläufig in Haft genommen. — In einer Lehmgrube zu Ockershausen verunglückte Donnerstag Mittag ein Mann namens Lauch aus Marbach und blieb auf der Stelle tobt. Derselbe hinterläßt angeblich eine Wittwe mit 6 Kindern.
* Die Unterschleife in der Langenselbolder Gemeindekaffe fangen an immer weitere Kreise zu ziehen. Seit dem 1. d M. ist auch der Bürgermeister Lehr auf „Wunsch" von seinem Amt zurückgetreten. Herr Beigeordneter Fr. Bauscher ist vorläufig mit der Führung der Bürgermeisterei betraut worden.
x Ans der Pfarrei Somborn, 4. Jan. „Das war ain schöner Abend!" so hörte man allgemein rühmen, als der Dirigent des Gesangvereins „Cacilia" zu Somborn den Anwesenden verkündete, daß die am Sonntag stattgehable theatralische Vorstellung nunmehr beendet sei. Wie gerne hätte man noch weiter gelauscht! Alle waren ja des Staunens und Bewunderns voll über den wahrhaft rührenden und rel-giösen Inhalt der beiden Weihnachtsspiele, über die vortrefflichen Leistungen der Spielenden und über die imposante Einrichtung der Bühne. Schon von 6ll2 Uhr an drängte man sich zum Saale, alle Karten wurden vollständig ausverkaust, ein Beweis, wie sehr die Bewohner Somborn's den tiefen, religiösen Charakten der beiden Stücke verstanden hatten, wie sie es zu würdigen wußten, daß der Gesangverein „Cäcilia" unter Mitwirkung des Gesangvereins zu Bernbach in uneigennütziger Weise den Reinertrag zum Besten der Kirche bestimmt hatte, um unserem' vielgeliebten Herrn Pfarrer die Sorge um die Mittel für die Renovation der Kirche wenigstens etwas zu erleichtern. Gewiß hat die Aufführung auch den Zweck erreicht, den der genannte Verein vor Allem ins Auge gefaßt hatte: Aus das Gemüth der Zuschauer und namentlich der Kinder einzuwirken, ihnen in natürlichen und doch anziehenden Bildern den Eindruck zu schildern, den die Ankunft des Weltheilandes auf die Hirten machte und ihnen beim zweiten Stück zu zeigen, welch' große Macht das fromme Gebet eines gläubigen Kindes besitzt, daß es einen völlig ungläubigen Vater zum innigen Glauben seiner Kindheit wieder zurückzuführen vermag. In allen Augen konnte man die Rührung lelen, welche die lebenden Bilder hervorriefen: Die Hirten vor der Krippe, — die ergreifende Scene in der Kirche vor dem Tabernakel, — der bekehrte Vater in der Milte seiner Familie vor dem sinnig verzierten Christbanm. — Möge der gute Eindruck, den all dieses auf die Herzen der Zuschauer gemacht, fortdauern, bis ’ Die genannten Vereine wieder einmal mit einem ähnlichen stück vor die Oeffentlichkeit treten können.
Ueber den Brand in Oftheim, den wir schon kurz erwähnten, wird noch Folgendes berichtet: In der Nacht | |um Montag um l3/4 Uhr wurden die Einwohner ! durch Feuerruf aus dem Schlat geschreckt. Es brannte '
in einer Scheuer in dem durch die Marktstraße (Apotheke bis zur „Krone"), die Roßgaffe, den sog. tannischen Hof und die Schloßgasse begrenzten Stadttheil und verbreitete sich das Feuer in den inmitten dieses Stadt- theils gelegenen Scheuern mit solcher Schnelle, daß bald alles ein Flammenmeer war. Erst um 9 Uhr war man des Feuers Herr. Es sind 6 Wohnhäuser, 11 Scheuern und eine ungleich größere Anzahl Nebengebäude abgebrannt, bezw. 2 von diesen 6 Wohnhäusern so beschädigt worden, daß sie abgetragen werden mußten. Außerdem sind noch eine Anzahl Häuser beschädigt worden. Allgemein wird angenommen, daß Brandstiftung vorliegt und ist ein der That verdächtiger Einwohner verhaftet worden, welcher selbst zu den Abgebrannten gehört. Menschen sind bei dem Brande nicht zu Schaden gekommen. Zur Hilfeleistung waren 21 Feuerwehren aus den Ortschaften der Umgegend herbeigeeilt.
, * Aus Weimar, 5. Jan., wird der ,Eis. Tagesp.' geschrieben: Wie wohl noch erinnerlich, wurde das hier in Garnison befindliche I. Bataillon des 5. Thür. Jnf.-Regiments Nr. 94 am 29. Juni, bekanntlich einem der heißesten Tage des vorigen Jahres, von einem schweren Unglück betroffen, indem gelegentlich eines mit Gefechtsübung verbundenen Uebungs-Mar- sches 2 Mann der 4. Komp, in Folge Hitzschlags tobt blieben, 4 anbere schwer erkrankten, und 100—120 Mann vorübergehend dienstunfähig wurden. Die Sache ist damals, namentlich aus Anlaß der vom freisinnigen Verein in Weimar veranstalteten öffentlichen Versammlung am 7. Juli, in den Zeitungen viel besprochen worden. Bald darauf erschien eine Schrift des Dr. Heinrich Fränkel unter dem Titel: „Das Marschunglück von Azmannsdorf und die Verhütung derartiger Vorkommnisse für die Zukunft." Diese gab Veranlassung, daß der Regimentskommandeur Oberst v. Schmeling auf Ersuchen des Kommandirenden vom 29. Juni, Major v. Hochwächter, Strafantrag gegen Dr. Fränkel stellte, in Folge dessen vom August bis Dezember eine sehr weitverzweigte Voruntersuchung geführt wurde. Deren Ergebniß ist der vor wenig Tagen Seitens der Staatsanwaltschaft an das hiesige Landgericht gestellte Antrag auf Eröffnung des Hauptverfahrens gegen Dr. Fränkel wegen Verbreitung nicht erweislich wahrer Thatsachen, welche geeignet sind, den Major v. Hochwächter verächtlich zu machen, und in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen (§ 186 deS Strafgesetzbuches). Nach demjenigen, was un8 aus der Voruntersuchung mitgetheilt wird, sind interessante Aufschlüsse über jene bedauerlichen Vorkommnisse bei der späteren Hauptverhandlung zu erwarten, da mehr als 20 Zeugen bereits vernommen worden sind, und dk Zuziehung einer noch größeren Anzahl in Aussicht
Vermischtes.
* Ueber Gravenreuth's Tod hat der nach München zurückgekehrte Lieutenant von Stetten einem Mitarbeiter der ,Reuest. Nachr.' folgendes erzählt: „Bon Viktoria nach Buea ist eine ziemlich weite Strecke. Die Expedition kam daher am ersten Tag nur nach Buana, ungefähr Halbwegs. Die Bewohner waren sehr friedlich. Am nächsten Tage (ö. November) ging die Expedition weiter. Am Nachmittag erblickte man da und dort Verhaue und ausgehauene Hinterhalte; auch Bäume hatten die Bueas umgelegt. Die Expedition merkte daher sofort, wie die Sache stehe. Von einem großen freien Platz aus sah man dann auch die Boma, d. i. die befestigte Stadt-Fenz. v. Gravenreuth ließ sofort die Fahne sckwenkeu und wollte nochmals friedlich verhandeln. Auf ungefähr 150 Meter Entfernung gaben aber die Feinde die erste Salve ab. Da ließ v. Gravenreuth das Marinegeschütz, welches die Expedition mit sich führte, kommen und rief Lieutenant von Stetten an das Geschütz vor, da es grundsätzlich nur von deutscher Mannschaft bedient werden sollte. Wie v. Stetten hinkam, fungirte das Geschütz nicht, denn trotz aller Versuche ging es nicht los. Die Schutztruppe, welche das Geschütz gewissermaßen als Fettisch betrachtete, war sehr deprimirt, als es im kritischen Augenblick versagte. Während der vergeblichen Bemühungen erhielt v. Stetten einen Prellschuß, Dr. Richter drei Schüsse. Die fast ganz zusammengeschossene Maximekanone wurde nun in einen Busch getragen, und dort weitere Versuche mit ihr gemacht. In diesem Augenblick stürmte Gravenreuth trotz des heftigen Feuers der Feinde vor. Aber nu r dre i Schwarze folgten, alle Anderen blieben zurück. Einer der Tapferen der Schutztruppe erhielt sofort einen Schuß durch den Kopf und blieb tobt. Die anderen zwei erhielten Schüsse durch die Wangen und am Kopf. 'Da das Maximegeschütz durchaus nicht gefechtstüchtig zu machen war, verließ es Lieutenant v. Stetten, eilte zu seiner Kompagnie und griff den Feind von der Flanke an, ein Manöver, das durch einen Sumpf erschwert wurde. Unterdessen ging von Gravenreuth nochmals vor mit nur zwölf Schwarzen. Fünfzehn Schritt vor der Boma erhielt der Muthige drei Schüsse in das Herz. Er sank tobt hin, ohne noch ein Wort sprechen zu können. Gravenreuth war tollkühn. Er glaubte, er reiße burch sein Beispiel die anderen mit. Am Abend zuvor sagte er noch zu seinem Kameraden: „Stetten, wenn es morgen knallt, ist es mein 57. Gefecht." Die Wilden schossen sehr gut. Sie besaßen alte Miniegewehre vom Kaliber 16, also von außergewöhnlicher Rohrweite. Als Geschosse verwendeten sie gehacktes Blei, Eisenstückchen und Aehnliches. Nach dem Tode Gravenreuth's stellte v. Stetten feine Leute auf und übernahm das Kommando. Das Gefecht hatte von 4—6 Uhr gewährt. Die Tobten, im Ganzen vier, brachte man in bas Missionshaus; bort würben Wachen ausgestellt unb bie Truppe richtete sich für die Nacht ein. Am nächsten Tage unternahm von Stetten bie Zerstörung bes Ortes. Beim^letzten Komplexe erst wurde Lieutenant v. Stetten durch den Schuß in den reckten Arm verwundet Infolge besten übernahm Lieutenant v. Volckamer das Kommando. Der König der Bueas, dessen Haus bekränzt war, ist bei der Zerstörung des Ortes gefallen. Nachdem das Zerstörungswerk vollendet war, blieb die Expedition noch einen Tag zur Erholung da und trat dann unter ungeheuren Strapazen den Rückweg an."
* Wien, 7. Januar. Die Leiche des Prinzen Gustav von Sachsen-Weimar wird dessen letztw.lligen Wunsche gemäß
in Wien bestattet werden. — Nach dem ,Dziennik Polski' stieß vorgestern Nachts bei Kiaziatyn ein Güterzug mit einem aus Kiew kommenden gemischten Zuge zusammen. Zwölf Waggons wurden zertrümmert, acht Personen getödtet, zahlreiche Paffagiere verwundet. (Frkf. Ztg.)
* Mainz, 6. Jan. Hier ist ein „Krach" in den feinsten Cafe's eingetreten. Binnen wenigen Wochen mußten die Inhaber von drei der elegantesten dieser Lokale ihre Zahlungsunfähigkeit bekennen; bei Zweien kam es zum Konkurs, der Dritte wird einfach sein Bündel schnüren und wo anders sein Glück versuchen. Auch der Pächter der Restauration eines großen Bereinshauses hat fallirt. Und der Grund dieser auffälligen Erscheinung? Es ist auf diesem Gebiete, wenn man so sagen darf, eine Ueberproduktion vorhanoen.
* Das Jahr 1892 bringt zwei Sonne«- und Mondfinsternisse mit sich, von denen aber nur die letztere in unserer Gegend sichtbar sind. Die erstere beginnt in der Nacht zum 12. Mai um 10 Uhr und dauert bis V-2 Uhr, die letztere am 4. November Nachmittags nach 4 Uhr und endet nach 6 Uhr.
* Humor im Reichstage. Gelegentlich der zweiten Lesung der Handelsverträge im Reichstage hielt der nationalliberale Abgeordnete Weiß (Eßlingen a. N.) am 16. Dezember eine Rede, in welcher er die Wirkung, welche der Weinzoll aus den süddeutschen Weinbau ausüben werde, dem Hause durch einige Proben schwäbischen Weines deutlich macken wollte. Die betreffende Stelle seiner Rede lautet: Ich hatte, m. H., eine Anzahl Proben mitgenommen und wollte mir das Vergnügen machen, sie auf den Tisch des Hauses niederzulegen. (Heiterkeit.) Aber zwischen einem gewissen Zimmer und dem Tisch des Hauses wurden sie sammt und sonders ausgetrunken. (Große Heiterkeit.) Sonach bedauere ich, mit leeren Händen kommen zu müssen. Wenn die Weine nicht gut gewesen wären, hätten sich die Herren dieselben nicht schmecken lassen. (Heiterkeit.) Das war mir der beste Beweis für die Gemeingefährlichkeit dieser Weine. (Große Heiterkeit.)
* Unm ö glich. Im durstigen Lande der Masuren saß eines Abends eine Anzahl Bauern im Wirthshause beim Schnapse und der Nachtwächter trat auch ein, um sich ein Schnäpschen zu kaufen. „Mah bat Du wedder rut kömmst!" rief ihm ein Bauer zu. „Se könne uns berwiel bet ganze Därf wegstähle?" „Nun!" entgegnete schlagfertig ber Wächter. „Wer füll denn stähle? Juh söud ja alle hier!"
* Mit den Jahren. Bauer (ein Protokoll unterzeichnend :) „'s is merkwürdi, wie man's Schreiben verlernt, Herr Richter! I bring's dritte Kreuzel nimmer z'samm' und wannst mi einspirr'n laßt! ______
Haus- und Landlvirthschäft.
* Kitt für Petroleumlampe». Es kommt nicht selten vor, daß an Petroleumlampen die als Oelhälter dienende Glaskugel loslöst. Ein guter Kitt, um die Glaskugel wieder zu befestigen, ist nach der ,Oesterr. Zeitschrift für Beleuchtungsindustrie' ein Stückchen Alaun, welches in einem Blechlöffel recht heiß gemacht und geschmolzen in die Oeffnung des Metallfußes gegossen wird, worauf man den Petroleumbehältcr sofort hineindrückt. Das Gelingen der Arbeit hängt hauptsächlich von der Schnelligkeit der Ausführung dieses letzten Handgriffes ab, da der heiße Alaun sehr schnell wieder erstarrt.
Literarisches.
Die Nr. 1 der ,befiederten Weit', Zeitschrift für Bogel- liebhaber, -Züchter und -Händler, herausgegeben von Dr. Karl Ruß (Magdeburg, Creutz'sche Verlagsbuchhandlung, R. u. M. Kretfchmann), enthält: Warum singt der Bogel? — Blicke auf das Bogelleben der Provinz Rio de Janeiro. III. Zuckerchögel. — Das Storchgericht. — Die Züchtung der chinesischen Zwergwachtel. — Unsere einheimischen Lerchen als Stubenvögel. — Wer soll die Vögel füttern? — Mancherlei. — Anfragen und Auskunft. — Neue und seltene Erscheinungen des Vogeimarkts. — Briefwechsel. — Die Beilage enthält: Anzeigen.
Auszug aus den Registern des Standesamts Fulda
vom 1. bis 7. Januar 1892.
Aufgebote.
4. Jan.: Schlosser Johann Adam Pappert und Maria Elisabeth Schminke von hier. 4. Schlosser a. B. Robert Heinrich Gutberlct und Maria Anna Rosa König von hier. 7. Kaufmann Johann Gottfried Julius Georg Zwenger von Kassel und Anna Amalie Josephine Zwenger von hier.
Geburten.
25. Dez.: Anna Maria, T. des Bahnarbeiters Joseph Stumpf. 1. Jan.: Wilhelm Eduard, S. des Bremsers Johann Jakob Christian Etzel. 1. Maria Wilhelmine Frieda, T. des Rendanten des freiadel. Stifts Wallenstein Heinrich Friedrich Wilhelm Christoph Grothe. 2. Elisabeth Katharina, T. des Spenglers Heinrich Ludwig Etzel. 2. Johannes Wilhelm Ernst, S des Schneiders Johann Georg Bolender. 4. Max, S. des Handelsmannes Aron Strauß. 5. Gustav, S. des Schlossers a. B. Johann Friedrich Wilhelm Hahn. 5. Augustin, S des Gasarbeiters Cölestin Walter.
Sterbe fälle.
31. Dez.: Sophie Jänecke, Privat, led. St., 79 I. 9 M. 18 T. 31. Anna Aha, Kleidermacherin, led. St., 32 I 1. M. 7 T. 1. Jan.: Dionysius Hartmann, Bierbrauer v. Johannesberg, verh, 44 I. 2 M. 15 T. 3. Franz Georg Philipp Schulz, Regierungsbaurath a. D., Wittwer, 94 I. 1 M. 8 T. 4. Gottlieb Wilhelm Eduard Hoffmann, Privatier, verh., 64 I. 3 M. 21 T. 4. Maria Agnes, geb. Schilling, Wtw. des Vorarbeiters Joseph Ignaz Flügel, 56 I. 9 M. 9 T. 5. Maria Krieger, Näherin, leb. St., 47 I. 3 M. 21 T.
Der Postdampfer W e st e r n l a n d " der ,Red Star Linie' in Antwerpen ist laut Telegramm am 5. Januar wohlbehalten in Newyork angekommen.
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heiter beb.
heitcr trömung
rasch fteiqenb !
Das Wetter von ganz Europa steht unter bem Einflüsse einer barometrischen Depression, bereu Kern über ben schwebischen Seen liegt, in Deutschlaub starke, stelle weise stürmische, vorwie- genb sübwestlicke Winbe verursachenb. In Deutschlanb, wo bie Temperatur durchschnittlich über dem Mittelwerthe liegt, ist das Wetter vorwiegend trübe; vielfach haben Schneefälle stattgefunden. Schneehöhe in Hamburg 19 Ctm. In Wilhelmshafen wurde Gewitter, in Cuxhafen Wetterleuchten beobachtet.
Legte Beobachtung t0‘/< Uhr Morgens
Luttdruck — 728,1 -">. — Luittemperatur — - 3,3' 6. — Lnttfeucktigleit — 87'/g — Wolkenzug Cumuli Strati aus SSW. — Windrichtung Sl. — Himmelsansicht heiter.