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„Unb weshalb?" frug sie neugierig und verwundert zugleich.
„Nun . . . weil ich Sie liebe!" murmelte er, vor ihr auf die Kniee fallend.
Die Tochter Mac Edwins erröthete, antwortete in» deß nicht. Sie war jetzt nicht mehr die Heldin, — sie war jetzt nur mehr das junge Mädchen.
„Erlauben Sie mir zu hoffen?" frug der Oberst zitternd.
„Ich bin erst achtzehn Jahre alt . . . Hoffen Sie !* stammelte sie verlegen. „Wenn der König den Thron seiner Väter wieder bestiegen haben wird, dann werden unsere politischen Meinungen nicht mehr verschieden sein."
Am folgenden Morgen wurde das ganze Schloff tiom Firste dis zum Keller nach allen Richtungen durchsucht, natürlich ohne auch nur eine Spur von dem Gesuchten zu finden. — Der Oberst zog mit seinem Regimente ab, tief im Innern seines Herrens das doppelte Geheimnis, seiner Liebe zu Lady Mac Edwin und von der Flucht Karls II. verbergend.
VI.
Dank der Tapferkeit des Generals Morck hatte der Sohn der Stuarts unter dem Jubel der Menge wieder seinen Einzug in die Stadt London gehalten und von seinem Palais Whitehall wieder Besitz ergriffen. Lady Mac Edwin war nicht mehr ein junges Mädchen, sondern inzwischen war sie zu einer stattlichen Dame emporgeblüht, welche in jener Schönheit strahlte, die 'n diesem Lebensalter die Frauen zu Königinnen macht. Wie sie die stürmisch bewegten Tage auf dem Schlöffe
* Im ersten Halbjahr, f im zweiten Halbjahr.
Zum Vergleiche fügen wir bei den Lehrplan der Gymnasien vom 31. März 1882:
1. Christi. Religionsl
2. Deutsch . . .
3. Latein....
4. Griechisch. . .
5. Französisch . .
6. Geschichte X
7. Erdkunde /
8. Rechn, u. Mathem.
9. Naturwissenschaft .
10. Physik. . . . .
in Usingen. T In tritt in Kassel
®1' -den Seitens des
rDIt,*L» ^uuonegmms veröffentlicht.
Im Staatsanzeiger' wird eine Nachweisung der n dm Jahren 1892 und 1893 behufs anderweiter öffentlichen Ausbietung kommenden Domauenvorwerke veröffentlicht. ES kommen davon 45 tm viahre 1892 und 53 im Jahre 1893 zurAus- b^ung. — Im RegierungWchrk Kassel sind es die 2)onminent)ortoetfe Weihershof, Fürsteneck, Mittelhof mit Karthause Neuenstein, Rangen, Kornberg, Koverden, Jesberg und Marienrode.
, . * Wie der ,Thür. Hausfr.' heute mittheilt, hat sich bet Bearbeitung des Bahnprojektes Wernshausen-Tann et^(It, daß eine Umgehung des Tunn ls eine n , llometer Ian9ere Strecke erfordert. Es wird al’0- sagt genanntes Blatt, der Tunnel beibehalten roetben und em Anschluß von Geisa fallen gelassen werden muffen.
1. Christi. Religions
2. Deutsch . . .
3. Latein ....
4. Griechisch . . .
5. Französisch . .
6. Englisch . . .
7. Geschichte... .
8. Erdkunde. . .
9. Rechn, u. Mathem
10. Naturbeschr. .
11. Physik . . .
Sattler unb Tapezier, Buchbinder, Gärtner und Schmiede je 5, Glaser Spengler und Weber je 4, Mechaniker 3, 5nieure, Bildhauer, Küfer, Kaufmann und Bureau- SJy.2' Kupferschmied Eisengießer, Gelbgießer, gacker, Feilenhauer, Bürstenmacher, Uhrmacher,
Seifensieder und Metzger waren mit^e einem Mitglied vertreten. *
3m betfloffenen Jahre wurden von der 8er- PstcgnngSstation Fulda 2609 durchreisende Handwerker zeltweise verpflegt und verköstigt.
* Der schon erwähnte neue Lehrplan für die Gym Mfien lautet nach authentischer Veröffentlichung wie fslgt:
o . ^Ehrplan für das Gymnasium von Ostern 1892. |
der Lehrstunden in den einzelnen Klassen in den wissen- i schaftlichen Unterricbtsgegenständen.
Auch die ,Eisenacher Tagespost' beschäftigt sich in lhrer vorigen Nummer mit der Eisenbahn - Frage im Eisenacher Oberlande und bringt ihren Lesern zur Kennt- mß, daß am Sonntag den 6. vor. Mts. in Gerstungen eine von ca. 2000 Herren besuchte Versammlung zum Zwecke der Berathurig einet direkten Schienen-Verbin- düng zwischen Gerstungen und irgend einem Punkte der Frankfurt - Bebraer Bahn unter Umgehung der Station Bebra getagt hätte. Ferner berichtet das genannte Blatt, daß man in jener Versammlung dem Anschluß bei Hünfeld gegenüber einem solchen bei Hers- sesd den Vorzug gegeben habe und daß schließlich em Eisenbahn-Komitee mit dem Sitz in Gerstungen gebildet worden sei, dem zur Aufgabe gemacht wurde, mit den betheiligten Komitee's in Vacha, Hünfeld und Geisa Fühlung zu nehmen.
Sodann kommt besagtes Blatt auf unser „Eingesandt" zu sprechen und druckt dasselbe unter Weglassung einiger, ihm unbequemen, für das Verständniß des Artikels jedoch höchst wichtigen Stellen ziemlich wörtlich ab und schließt mit folgendem Satze:
f „Daß der betreffende Einsender den Verkehr mittels der gedachten Linie Dermbach-Geisa-Hünfeld-Fulda zuwenden will, ist,!« natürlich. Diese Linie ist aber, weil sie das Werrathal mcht berührt, sondern südlich von ihm sich hinzieht, für uns gan; unannehmbar. Wir bleiben bei dem bisher von uns vertretenen Projekt Tann-Geisa-Vacha-Philippsthal-Berka-Gerstungen sichen, und wenn der betreff. Einsender meint, unsere weimarische Staatsregierung werde diesem Projekt nimmer zustimmen, so wissen wir das besser!"
Aus dem zuletzt Gesagten ist unschwer zu erkennen, daß es dem Herrn Verfasser weniger um die Förderung des allgemeinen Verkehrs, als darum zu thun ist, einigen Orten des Werra- und unteren Ulsterthales zu der Wohlthat ,einer Schienen-Verbindung zu verhelfen und dem Anschlußpunkt weiteren Verkehr zuzuführen. Von diesem Standpunkte aus betrachtet können wir es ihm nicht verargen, wenn er auf dem von ihm vertretenen Projekt stehen bleibt und wie zutreffend die letzten Worte des Artikels sind, davon legt die in unserer letzten Nummer gebrachte amtliche Erklärung der weimarischen Regierung Zeugniß ab.
An und für sich ist dies jedoch belanglos, denn für das Zustandekommen der in's Auge gefaßten Bahnlinie ist weniger die platonische Zustimmung der weimarischen Regierung, als die materielle Unterstützung derselben von Wichtigkeit. Ob aber der genannten Regierung dereinst die Mittel zur Verfügung'stehen werden, einer zum großen Theil zwischen zwei nicht sehr entfernt von einander liegenden Bahnlinien laufenden, also absolut unrentablen, ca. 50 Kilometer langen Bahn derart finanziell unter die Arme zu greifen, daß Bau und
s *o Dez. In der Nacht vom 1. auf
beit 2. Weihnachtstag wurde hier ein grober Unfug dadurch verübt, daß sämmtliche Eingangsthüren zur Uigen Kirche von Außen mittelst Holzpflöcken und Nagel so vernagelt wurden, daß es am andern Morgen geraume Zeit bedurfte, um Einlaß zu erhalten.
Gersfeld, 1. Jan. In der vorvergangenen Nacht und gestern bis Abends 9 Uhr herrschte heftiger West- nur m mit Regen, der manchen Dächern, Schorn- ftemen, Bäumen, Gartenzäunen rc. bös mitgespielt hat — Der Handelsmann Joh. Gg. Heun von hier lieferte dieser Tage wieder 3 Schweine zum Schlachten nach Fulda von welchen 2, wie dies erst vor einigen Sagen der Fall war, trichinös waren. Diese Schweine stammten: das eine im Gewichte von 158 Pfd. vorn Landwirth Stumpf zu Barnstein, das andere im Gewichte von 178 Pfd. vom Landwirth I. Gg. Schleicher zu Schachen. Vorsichtshalber hatte Heun die Schweine öerfidjert. — Es diene dieser' Fall den Landwirthen WenfE ^lr-Mchnrm^, b-estst Schlachten'Fon Schweinen ein paar Pfennige Versicherungsprämie nicht zu sparen.
* 31. Dez. Mit dem 1. Januar tritt
Herr Dr. Neuschäfer hier als Bahnarzt zurück und wird wahrscheinlich seinen Wohnsitz in Frankfurt a. M. nehmen. Die Bahnpraxis erhält von dem genannten ! Tage ab zum Theil Herr Dr. Triebenstein hier, zum Theil Herr Dr. Altenburg aus Melsungen, ein geborener Hersfelder. - In dem hiesigen Bahnhofsgebäude wird in nächster Zeit eine ziemlich bedeutende Veränderung vorgenommen werden, indem die Post- bureaux in den nördlichen und die Eisenbahnbureaus I in den südlichen Theil desselben verlegt werden. Es wird alsdann leicht sein, den Bahnhof, wenn eine hochstehende Persönlichkeit denselben passirt, für das schaulustige Publikum abzusperren. I
* Frankfurt a. M., 31. Dez. Das hiesige Psand- dies eines Tages der Fall sein, so möchie ich um eine Gnade bitten ..."
„Sprechen Sie, Mylady."
„Ich möchte bitten, daß Sie dem wackeren Kolonel Arthur Nickleby Ihre königliche Gunst bewahren," antwortete sie leuchtenden Anges, indem sie auf den Kolonel deutete.
„Mein Herr," versetzte der König, sich an den Letzteren wenbend, „Sie waren gestern mein Feind und werden es auch morgen sein: aber meine Freundschaft soll Ihnen sicher fein, wenn Sie mir versprechen, in loyaler Weise Ihrem Vaterlande zu dienen, denn dies heißt so viel als mir selbst dienen."
Schon hielt Patrick das Steuerruder gefaßt, Arthur küßte dem Könige die Hand, welcher alsdann behende in die Barke sprang und mit seinem Degen dm Strick zerschneidend, welcher die Barke gefesselt hielt, ein letztes Mal die junge Lady sowie den Obersten grüßte . . . Dann stieß die Barke vorn Lande ab.
Arthur bot der jungen Dame den Arm, und Beide kehrten schweigend und gedankenvoll auf dem unterirdischen Wege zurück, welcher sie wieder in den Prunk- ‘ faat des Schlosses führte. *
„Nun, Oberst," sagte die Gräfin freundlich lächelnd, nachdem die Steinplatte ihren gewöhnlichen Platz wieder eingenommen und ebenso das Stück der Wandbekleidung sich wieder an seine frühere Stelle geschoben ■ hatte, „freut es sie jetzt nicht, daß Sie den König ge- rettet haben?"
„Wissen Sie, Mylady, weshalb ich ihn gerettet i habe?“ antwortete er, seinen Blick fest auf Ladv Mac < Edwin heftend. <
' * Die königliche Prüfungs-Kommission der Lehrer an Mittelschulen und der Rektoren ist für das Jahr 1892 aus folgenden Mitgliedern zusammengesetzt: Pro- vmzial-Schulrath Kannegießer, Vorsitzender, Re- Zwrungs- und Schulrath Sternkopf, beide in Kassel, Regterungs- und Schulrath Dr. Roß in Wiesbaden, Realschul-Direktor Dr. Qniehl in Kassel, Seminar- Direktor Lotz in Dillenburg, Seminar-Lehrer Franke würziger Luftzug, welcher die Fackel in flackernde Be- toegung setzte, die Nähe des Meeres verkündete In der That waren sie dem Ende der Galerie, welche tote gesagt, durch Gestrüpp, Geröll und Pflanzen aller Art verdeckt war, nahe gekommen. Mu Hülfe seines Degms machte Arthur den Ausgang frei und trat zuerst hinaus. 3
„Endlich!" sagte der König tief ausathmend.
Lady Mac Edwin stellte ihre Fackel am Eingänge des Souterrains bei Seite und geleitete dann den König .zu der Barke, welche an einen Felsen angebunden m der Nahe dalag. Ruhig und friedlich lag das Meer in majestätischer Ruhe da; es war, als ob es sich jetzt tion den Ausbrüchen seines Zornes, die es nochsoeben geschüttelt, ausruhen wolle.
„Binnen zwei Stunden können wir die offene See gewinnen und die holländische Brigg erreichen", meinte
*^em er fiine Uhr zog. „Es ist jetzt vier Uhr. Vor Tagesanbruch können wir in Sicherheit sein " Damit bestieg er die Barke.
„Mylady," sagte jetzt der König, ehrfurchtsvoll die K?nd des jungen Mädchens küssend, „ein geächteter Fürst hat Ihnen heute sein Leben und seine Freiheit zu verdanken; wenn- er jemals den Thron seiner Väter wieder besteigt, so wird er, daran zweifeln Sie nicht, der Tochter Mac Edwins nicht vergessen."
„Sire," antwortete sie, „Sie eines Tages wirklich wieder auf dem Throne zu sehen, ist mein heißester Wunsch, und wenn mich meine Ahnungen nicht trügen, so werden Sie eines Tages wieder im Triumphe als König und Herr den Boden des Landes betreten, welches Sie jetzt als Flüchtling verlassen müssen. Sollte
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Personal-Chronik. Ernannt: der Königl. Berg- , rath von Morsey-Picard in Kassel zum Bera- at$meifter für buS Bergrevier daselbst, der Landqe- richtsrath Buff widerruflich zumMitgliede der Direk- tion des reformirten Waisenhauses in Kassel, der Regierungs-SAretariats-Assistent Karl Hegewald in Kastel zum Regrerungs-Sekretair, der Büreauhilss- arbeiter JßaulJBeife in Kassel zum Regierunqs- ?Sr?t8’Äenten' der. Kanzlei-Diätar Christian ©laus m Kassel zum Regierungs-Kanzlisten daselbst, ber Stellenanwarter Walecki zum Gerichtsdiener bei bem Amtsgericht in Sontra. Verliehen: bem Kauz- Iiften Kling bei ber Staatsanwaltschaft in Hanau bei fernem Uebertritt in den Ruhestand bet Titel als Kanzleisekretair. 0
Im Ila Ib la Gan-
°wt.klagt m fernem Berichte an den Magistrat, daß fich ™ Folge des Rückganges der Qualität und damtt be8 Werthes der Pfänder bei den Versteigerungen der wcht ausgelösten Pfänder fein Überschuß mehr erzielen lasse.
* Limburg a. L., 31. Dez. Die Sperrgelder-Ver- toendungskommifsion für das Bisthum Limburg ist nun- wehr endgrltig gebildet unb haben die Mitalieder ihre Dom 27. ds. Mts. batirten Bestallungen vorn Minifte- rtum ber geistlichen Angelegenheiten. Vorsitzender der Kommission ist der Königl. Appellations-Vizepräsident a. ® Dr. Bertram zu Wiesbaden. Mitglieder sind: ®omla|,itular Hilpisch in Simburg, Geistlicher Rath, Prälat Dr. Keller zu Wiesbaden, Amtsgerichtsrath Freiherr von Schütz zu Holzhausen in Wiesbaden und Bürgermeister Schlitt in Limburg.
x Zur Eisenbahn - Frage im Eisenacher Gberlande.
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Die Veränderungen gestalten sich hiernach also wie folgt: Neu emgeführt wird von Sekunda an Englisch m.t 6 Stunden; Deutsch bekommt fünf Stunden meh? Dagegen erhalten weniger Latein 15, Griechisch 4, Französisch 2 Geschichte und Erdkunde, Naturbeschreibung und Physik je 1 Stunde. Religionslehre und Rechnen bleiben auf der alten Stundenzahl. Im Ganzen toirb bte wöchentliche Stundenzahl um 11 vermindert. —nciie Be^etzuuMrÜf!mg.ALn Untersekunda nach Obersekunda, an welche künftig die Einjährig- Frelwilltgen-Berechtigung geknüpft werden soll, wird von Ostern 1893 ab Platz greifen.
* ?OI111 Januar 1892 ab beträgt die Wortgebühr Jur Telegramme nach Luxemburg, wie die nach Oesterreich, fünf Pfennige. Die Mindestgebühr von 50 Pf- für ein gewöhnliches Telegramm bleibt unverändert.
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