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er vor allen — Pabst ist. Das Leben seines Volkes geht auf tm Gemeindewesen. DaS römische Volk hat so wenig ein Herr, wie der Pabst; auch keine Nationalvertretung, keine Presse, keine Richter. Rom ist dann „eine DaftS, zu welcher die Leidenschaften nicht hermreichen." Die Steuerfreiheit, die moralische Größe deS Vaterlands und der Glanz des reichlich dsLMl Hofs, alles das entschädigt vollauf für das Eitbehrte. Die Romagna hat w vom Pabste losgeriffen. — Soll er sie wieder erhalten? Die Romagna ist eine legitime Besitzung des Pabstes; die Romagnolen sind Rebellen; aber, fragt Lagueronnière — ist diese Romagna für die weltliche Herrschaft des PabsteS nothwendig und nützlich? . . Lagueronnière verneint diese Frage. Denn die Romagnolen würden keine ehrfurchtsvollen, keine untcrwüifizen Unterthanen sein, sondern vielmehr nur Feinde der päpstlichen Regierung, an denen die Kirche Nichts gewonnen hätte Ihre Un« terwerfung würde den Kirchenstaat nur schwächen. Nur die Gewalt könnte die Romagna unter die Herrschaft des Pabstes zurückführen. Die Mittel der Ueberredung und guten Rathschläge sind fruchtlos erschöpft worden. Aber kaun man Gewalt anwenden? Und wer soll es? Restitutionen, antwortet Lagueronwère, die durch frembe Gewalt vorgenom­men wurden, sind niemals glücklich gewesen. Eine Gewalt, die durch Fremde aufgedrängt wird, wird wieder umgestürzt. Daß der Pabst durch Frankreich einst nach Rom zurück, geführt wurde, war nur eine Ausnahme von der Regel, „das Verhängniß der Civilisation, der Geschichte und Gottes." Mit der Romagna ist es etwas Anderes. Frankreich kann hier die Restitution nicht durchführen. „Als katholische Nation kann es nicht darein willi­gen, der moralischen Gewalt des Katholicismus diesen Schaden zuzufügen." Zudem „ist Frankreich nicht gewohnt, die Völker zu zwingen, es befreit nur." „Nur eine einzige Intervention," heißt es, „ist regelrecht, wirksam und rechtmäßig: Die Intervention des gesummten Europa — die Entscheidung durch den Kongreß." — Das 1815 in Wien versammelte Europa gab dem Pabste die Romagna. Dieselbe Versammlung „kann jetzt auch anders darüber verfügen" ... sie „registrirt einfach" die Thatsache der erfolgten Trennung. Doch Das soll nicht der Hauptpunkt sein; als solchen bezeichnet Lagueronnière vielmehr die Entscheidung des Congreffes, durch welche die Herrschaft des Pabstes über­haupt als Nothwendigkeit und wesentliches Prinzip der europäischen Ordnung anerkannt werde. Alles Uebrige (Ausdehnung des Besitzes rc.) ,/st nur von sekundärer Bedeutung." Die eme große und „für Katholiken wie für Schismatiker" gleich wichtige Angelegenheit ist nur die Uiurbhängigkeit des KirchenoberhaupiS, als die „Bürgschaft für das moralische Gleichgewicht auf der Welt." . . . „Der heilige Stuhl st-ht auf einem Vulkan . . . Die Abhülfe ist nothwendig, dringlich ... es handelt sich nicht darum, das Erbgut Sankt Petri zu schmälern, sondern, es zu retten." DieS der Inhalt der bezeichneten Flugschrift. Wir haben ihn absichtlich mit einiger Ausführlichkeit wiedergegeben und glauben schwerlich damit zu viel gethan zu haben.

Bekanntmachungen.

DIORAMA

am Taunusplatz:

1) „Das Dorf Alaena in Piemont66 (Schneelandschaft).

2) Thun in der Schweiz.

Jedes Bild ist 76 Fuß breit und 48 Fuß hoch.

Die Dioramen^ find des Tags über zu sehen.1214

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