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Intelligenz Blatt

der freien Stadt Frankfurt, /^^ verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.)

^U 297. Samstag den 17. December 1859.

D^b" Inserate, welche den folgenden Tag nach der Aufgabe im Jntelliaenzblatte erscheinen sollen, werden, bei herannahendem Weihnachts­feste, Vormittags von der Expedition erbeten.

Ueberbliek -er Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 17. December. Am 15. d. fanv die feierliche Eröffnung der rheini­schen Eisenbahn statt. Wohl wenige Verkehrsstraßen sind so zu einem entschieden?« Be­dürfniß geworden, wie diese neue Bahnlinie, und wenige Bahnlinien hatten schon bei ihrer Eröffnung eine solche gesicherte Zukunft, wie die rheinische Eisenbahn. Hier, wo eine Verkehrsstraße schon exstirt, deren Frequenz in Deutschland ihres Gleichen sucht, hier am Rheine, wo eine Hauptpulsader des deutschen Handels schlägt, wird ein neues Verk-hrs- hülfsmittel nickt wie bei anderen Bahnen erst nöthig haben sich einen Verkehr zu schaffen, sondern es wird den schon Vorhandenen, höchst Bedeutenden, noch um Vieles steigern und vermehren. Es ist eine falsche Ansicht, wenn man glaubt, daß die neue Eisenbahn der Schifffahrt eine gefährliche Concurrenz sein werde. Gewiß wird letztere durch die Bahn einen Theil der Güterbeförderung und wohl den größten Theil der Personenbeförderung einbüßen. Allein die Schifffahrt wird immer vor der Eisenbahn die Fähigkeit und den Vortheil voraus haben, große Waffen mit beziehungsweise geringen Kosten zu befördern. Der Tourist, welcher kommt den Rhein und seine landschaftlichen Schönheiten zu sehen, wird nach wie vor das Dampfboot benutzen, wenigstens auf dem einen Wege, entweder hinzu oder zurück. Letzteres, was wie ein scheinbarer Nachtheil für die Dampfschifffahrt aussteht, wird seine Ausgleichung durch die gesteigerte Frequenz, durch die größere Anzahl der Reisenden finden Denn es wird von nun an Mancher, dem seine Zeit sparsam zu- gemeffen ist, Gelegenheit haben, eine Reise zu machen, welche bei großer Schnelligkeit, alle Annehmlichkeiten vereinigt. Er wird volle Muse haben, die Schönheiten des Rheines Bei der angenehmen, langsamen Fahrt auf dem Dampfboote zu genießen und wird doch durch die Möglichkeit einer schnellen Rückreise, den Pflichten genügen können, welche seine lange Abwesenheit nicht gestatten. Sodann wird sich der Verkehr der Güter verdoppeln, ja verdreifachen. So gut sich durch Anlegung von Eisenbahnen, neue Handelsstraßen von großer Bedeutung erst erzeugt haben, da wo sonst alles auf lokalen Verkehr beschränkt war, ebenso gut wird am Rheine, wo ein blühender Handel schon besteht, derselbe einen neuen