Intelligenz-Matt
der freien Stadt Frankfurt. verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörde», und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.
--mMtNCMWWMtM««--
(Expedition: am Geistpförtchen, Dchlachthausgaffe 21.)
Jg 279. Samstag den 26. November 1859.
D^^ Inserate, welche den folgenden Tag nachher Aufgabe im Jntelliqenzblatte erscheinen sollen, werden, bei herannahendem WeihnachtS- feste, Vormittags von der Expedition erbeten.
flfsSST’ Abonnements für das Jntelligenzblatt von heute bis zu Ende dieses Semesters, die Zeit in welcher ebenso nützliche als interessante Weihnachtsanzeigen in großer Auswahl erscheinen, werden zu ermäßigtem Greife täglich in der Expedition noch angenommen.
Ueberblick -er Ereignisse im Gebiete -er politischen «n- materiellen Interessen.
Frankfurt, 26. November. (Zur Situation.) Ueber die Rebellion in China, von der man fast seit 2 Jahren nichts mehr gehört, lesen wir im „Armce-Montteur": Die jüngsten Nachrichten aus China erwähnen eine wichtige Thatsache, welcher die gegenwärtigen Verhältnisse ein ganz besonderes Interesse verlechen. Wir haben schon angezeigt, daß die Rebellen, welche an der Grenze von Kuang Tuez lagerten, diese Stellung verlassen haben, um sich nach der Provinz von Hu Nan zu begeben. Wir erfahren, daß sie sich der Stadt Pao-King-Fu (Hauptort eines der neuen Departements, welche diese Provinz ausmachen) bemächtigt haben. Die Provinz Hu Nan gehört zu den reichsten und bevölkertsten des himmlischen Reiches. In der ganzen Mitte von China hat dieser Erfolg großen Wiederhall gefunden und die Anhänger der Jnsurrcction vermehrt. Die Fortschritte, welche die Rebellen in der Achtung der Bewohner machen, stehen im directen Verhältnisse zu ihren Siegen und Niederlagen. Die Partei, welche die Provinz Hu Nan überfallen, ist eine Abzweigung der großen Jnsurrection, deren Mittelpunct in Nanking zu suchen ist. Der neue Chef dieser Insurgenten ist ein kühner, unternehmender Mongole, welcher aus der Klaffe der Gelehrten hervorgegangen ist und einen Ehrgeiz ohne Grenze" besitzt. Vor einigen Monaten hat der Hof von Peking einen Emissär zu ihm geschmt, welcher ihn bewegen sollte, sich zu unterwerfen und ihm herrliche Vorschläge machte, tut denFall, daß er Dienste in der kaiserlichen Armee nehmen wollte. Obgleich dieses j - dividuum sich als ein Parlementâr vorsiellte und auch als solcher angenommen wurde, ve- mächttgte man sich doch seiner Person und ließ ihn lebendig verbrennen. Eine solche