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Intelligenz-Blatt

der freien Stadt Frankfurt, /^^ verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage. H

--MIHMWSWWOIMHW--

(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.)

M 277. Donnerstag den 24. November 1859.

flföjsr0’ Inserate, welche den Folgenden Tag nachher Aufgabe im Jntelliqenzblatte erscheinen sollen, werden, bei herannahendem Weihnachts- feste, Vormittags von der Expedition erbeten.

Drb" Abonnements für das Jntelligenzblatt von heute bis zu Ende dieses Semesters, die Zeit in welcher ebenso nützliche als inte­ressante Weihnachtsanzeigen in großer Auswahl erscheinen, werden zu ermäßigtem Preise täglich in der Expedition noch an­genommen.

Ueberblick der Greignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 24. November. (Jeddo.) Die Nachrichten, die in Europa, zumeist durch die Schriften von Andr. Steinmetz, über die Zustände dieses in den l-tzten Tagen viel genannten Landes verbreitet wurden, und die es als ein wahres Eldorado schilderten, sind sehr übertrieben. Die „Handelszettung" und das „Ausland" bringen einen längeren Auszug aus dem „Journal de Constanttnople" über dasselbe. Es heißt darin: Das Klima Jeddo's ist gemäßigt, das Land gut angebaut, die Straßen breit, die Häuser gut venttlirt, die Einwohner reinlich; damit ist aber auch alles Günstige ge­sagt. Die Lebensweise ist für den Europäer unerträglich. Aus Mangel an Wiesen gibt es keine Viehzucht, denn der Boden ist meist Granit und der fruchtbare Theil der Insel reicht kaum zum Reisbau und für die wenigen Sorten Vegetabilien aus, die man hier zieht. Die tägliche Nahrung besteht daher in Schweinefleisch, zähen Hühnern und Reis; als seltener Leckerbissen kommt auch hie und da eine Taube auf den Tisch; Milch und Butter kennt man nicht. Völlerei ist hier gerade so verbreitet, wie in England, obschon man unsern Branntwein nicht kennt; es wird aus Reis und Trauben, da aus letzteren nie Wein gemacht wird, ein sehr berauschendes Getränk bereitet, das man Saki nennt. Die Trunkenbowe sind weit gefährlicher als bei uns, da sie Messer und Schwerter schwingen und es daher in den Hauptstraßen, die vom Hafen in die Stadt führen, täglich zu schweren Verwundungen kommt. Die Männer tâtowiren sich noch, und wenn man sie, was oft der Fall ist, namentlich auf dem Felde, ohne Kleider, für welche sie überhaupt wenig Lieb­haberei zeigen, sieht, so findet man sie wenig verschieden von den Südseeinsulanern. Der