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Intelligenz-Blatt

der freien MdI FranRurt, /C3k

verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden,

und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

M 275. Dienstag den 22. November 1859.

Dc^° Inserate, welche verfolgenden Tag nach'/der)Ausgabe im Jntelliaenzblatte erscheinen sollen, werden, bei herannahendem Weihnachts- seste, Vormittags von der Expedition erbeten.

®^ Abonnements für das Jntelligenzblatt von heute bis zu Ende dieses Semesters, die Zeit in welcher ebenso nützliche als inte- reffante Weihnachtsanzeigen in großer Auswahl erscheinen, werden zu ermäßigtem Preise täglich in der Expedition noch an­genommen.

Ueberblick der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 22. November. (Zur Situation) In der ganzen deutschen Presse sind kaum anderthalb Blätter, die nickt aufrichtige Sympathie für Italien haben. Die deutsche Presse hat keine Lust an der Revolution und an allen unreinen Elementen, die sich in die italienische Bewegung mischen. Sie verkennt nicht, daß die Vertreibung rechtmäßiger Fürsten, wie die italienischen Erzherzoge nun einmal sind, an sich ein großes Uebel ist. Aber sie hält eben so wenig das Princip einer starren Legitimität für einen Moloch, in dessen glühenden Armen die Wohlfahrt ganzer Völker gemartert werden darf. Sie hält die willkührlichen Fetzen, in die ganz neuerdings Italien zu Gunsten einer aus­wärtigen Dynastie zer.issen ist, nicht für ein so heiliges Grundgesetz der Menschheit, daß zu dessen Gunsten fremde Staaten, selbst Preußen, mit Waffengewalt einschreiten müßten. Man ist allgemein der Ansicht, daß sich in Italien neue Restaurationen allen­falls durch fremde Truppen für den Augenblick werden durchsetzen lassen, daß diese Re­staurationen aber wahrscheinlich von noch geringerer Dauer sein würden, als die bisherigen. Wir erinnern uns, daß Oesterreich selbst schon 1848 die Unhaltbarkeit dieser kleinen Für­stenthümer ausgesprochen hat, und sind allgemein der Meinung, daß ein vergrößertes, starkes, constitutionelles Sardinien das Beste sein würde, um die Verhältnisse zu ordnen. Wir hoffen auch, daß die preußische Regierung auf dem Congreffe keineswegs gemeinschaft­liche Sache mit der an der Zerrissenheit Italiens arbeitenden Diplomatie machen, sondern sich möglichst England annähern und nicht an Italiens Uneinigkeit und Schwäche, sondern an dessen Einigung und Stärke arbeiten werde. Nur so kann Italien von fremdem Ein-