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Intelligenz-Blatt der freien Stadt Frankfurt, zf»^ verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden,

und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

^ 264. Dienstag den 8. November 1859.

Ueberblick der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 8. November. (Materielle Interessen.) Die Gesammt-Ein- nahme des Zollvereins im ersten Halbjahr 1859 bettägt 11,495,260 Tblr. (Ein­gangs-Abgaben 11,201,273, Ausgangs-Abgaben 128,238, Durchgangs-Abgaben 165,755) gegen 13,268,407 Thlr. des ersten Halbjahres 1858. Die Verminderung, welche sich danach auf 1,773,141 Thlr. oder etwas über 13 pCt. stellt, wird hauptsächlich den Ein- "Wirkungen des Krieges in Italien und der dadurch bedingt gewesenen Beschränkung des Handels aus den eigentlichen Bedarf zugeschrieben. Namentlich ist die Minderverzollung von Rohzucker, rohem Kaffee, Roheisen, geschmiedetem Eisen, aller Art Eisenwaaren und ungebleichtem ein- und zwetdrähtigem Baumwollengarn von Bedeutung gewesen. Bei rohen Tabecksblättern hat eine nicht unbedeutende Mehrverzollung stattgefunden. Die Statistik der Branntweinbrennereien in Preußen und den Vereinsländern, welche mit Preußen die Branntweinsteuer theilen (Sachsen, thüringischer Verein und der engere Verein mit Preu­ßen), ergibt nach amtlicher Aufstellung für'sJahr 1878 1672 Brennereien in den Städten, 8190 auf dem Lande, in Betrieb 1335 und bez. 6444. Das Consumtions-Quantum auf den Kopf ist auf 6,03 Quart berechnet; die Gesammtsteuer nach Abzug der Vergütung für exporttrten Branntwein hat 8,287,044 Thlr. 14 Sgr. 1 Pf. betragen. Gegen 1857 hat sich die Gesammtzahl der Brennereien um 227, dagegen die Zahl der in Betrieb befind­lichen Brennereien in den Städten nur um 14 vermindert, auf dem Lande aber um 105 vermehrt. Die Besteuerungszahlen ergeben eine Verminderung der hoch- und eine Ver­mehrung der minderbesteuerten Brennereien. Der Export hat sich bedeutend verringert (wegen der guten Weinernte), die Eonsmntion dagegen für den Kopf um 0,m, in Preußen speciell um 0,^ Quart zugenommen. — Im Jahre 1857 wurden aus sämmtlichen deutschen Eisenbahnen 43,611,716 Personen und 448,187,617 Ctr. Güter befördert. Die Einnahmen betrugen im Personenverkehr ca. 27 Mill. Thlr., im Güterverkehr 51% Mill. Thlr., im Ganzen mit Einschluß der außerordentlichen Einnahmen 82,149,569 Thlr Dagegen betrugen die Betriebsausgaben 38,599,780 Thlr. oder 47 Procent der Einnah­men, mithin der Ueberschuß 43,549,789 Thlr. oder durchschnittlich 6’4 pCt. (bei der Magdeburg-Halberstadter Bahn 17% pEt , bet der Aachcn-Mastrtchter Bahn nur Vs des Anlagecapitals. Pet den im Jahre 1857 auf sämmtlichen Eisenbahnen vorgekommene-. Unfällen find im Ganzen 171 Personen getödtet worden; darunter befanden sich Bahnbeamtc und Arbeiter und 54 dritte Personen, aber kein einziger Re.stn-F^. Die HandelSgkfetzgrbungSkonherrnz in Hamburg hat in ihrer letzten Sitzung