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Jntelligenz-Blait der freien MM Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt, £.*.*«« der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter NtühLichten als Extrabeilage.

(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 81.)

^M 250.

Samstag den 22. October

1859.

Ueberbliek -er Ereignisse im Gebiete der politischen un- materiellen Interessen.

Frankfurt, 22. October. (Zur Situation.) Was die politische Bedeutung der Zusammenkunft der Herrscher Rußlands und Preußens in Breslau anbetrifft, so ist bereits mehrfach in dec Presse darauf hingewiesen, zu welcher großen Innigkeit die zwischen Preußen und Rußland obwaltenden Beziehungen auf Grund ter übereinstimmen­den Auffassung der gegenwärtig schwebend.'» europäischen Frage gediehen ist, welche In­nigkeit ein noch engkres Aneinanderschließen der in Rede stehenden beiden Großmächte als feste Stütze für die Aufrechterhaltung deS europäischen Friedens in fast sichere Aussicht stellt. Wir glauben nicht zu irren, wenn wir der Voraussetzung Raum geben, daß das Einverständniß zwischen dem Preußischen und dem Petersburger Cabtnet bereits ein so angebahntes ist, daß, falls die Lage der europäischen Dinge es erheischt, einer förmlichen Verbündung Preußens und Rußlands sich keine erheblichen Schwierigkeiten mehr in den Weg stellen dürften. So stehen die Sachen. Das ist die Wirklichkeit. Was sagen nun die phantastischen Politiker, die ihre ganze Weltanschauung auf ein bereits abgeschlossenes, furchtbares, den Frieden der Welt im Allgemeinen und Preußen und Deutsârland insbe­sondere bedrohendes Bündniß Frankreichs und Rußlands gründeten, und jeden, der die La e der Welt kühler und nüchterner und, wie wir jetzt sagen dürfen, richtiger betrachtete, auf das grausamste verlästerten? Sie schweigen, um bet geeigneter Gelegenheit wieder eben so unsinnig zu lästern. Wahrheit und Vernunft müssen es sich stets gefallen lassen, daß Unverstand und Lüge eben so laut und lauter drein reden. Wenn aber die Zett kommt, wo eS offenbar wird, auf wessen Seite das Recht war, nun, so ist Eines mit dem Ande­ren vergessen, und Niemand meldet sich als Eigenthümer zu den verwelkten Blättern der abgeblühten Narrheit. — Man versichert jetzt, daß das Schtedsrtchteramt über den Betrag der von Sardinien zu übernehmenden lombardischen Schuld dem Könige der Belgier znge- dacht sei. Uebrigens hat auch Frankreich eine Schuldforderung an Sardinien. Es ver­langt nâinltch eine Entschädigung nicht für seine eigenen Kriegskosten , sondern für Liesc- ^"8°n, die dem sardinischen Heere gemacht worden sind, theils an Armee-Bedürfnissen,

"" ^"schössen in baarem Gelde. Die hiefür geforderte Summe beträgt sechszig Millionen Franken. — Ueber die Bedingungen, unter welchen England sich am Monarch betheiligen will, sollen die Verhandlungen noch nicht geschloffen sein. Als Sitz deSLo- gresses wird immer noch Brüssel bezeichnet. Seltsamer Weise ist es die österreichische Regung welchl Paris zum Orte des ConareffeS vorgeschlagen haben ft muß dem Congresse der Friedensschluß von Zürich vorangehem Um die Schuldschwieug-

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