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Intelligenz-Blatt der freien Stadt Frankfurt, ;^^^ verbunden mit dem Amtsblatt, Oxgan der hiesigenStaatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.) n^.^Z

M 248. Donnerstag den 20. October 1859.

Abonnements auf das Intelligenz- und Amtsblatt und die Frankfurter Ndachrickten werden täglich zu ermäßigtem Seme- ster-Preife von der Expedition angenommen.

Ueberblick der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 20. October. (Zur Situation.) Das Preuß. Wochenblatt enthält Bemerkungen zum Entwickelungsgänge der deutschen Rrformbestrebungen. In bent Auf- iatze heißt es: „Man wird von der nationalen Bewegung nicht schon jetzt handgreifliche Früchte erwarten dürfen; man wird eS vielmehr als ein befriedigendes Resultat betrachten Müssen, wenn sie für eine dereinstige Wirksamkeit überhaupt Boden gewinnt. Und das Letzter, ist ohne Frage der Fall. Die Erklärungen von Wiesbaden, von Hannover, von Eisenach, deren Unterzeichner den Kern ihrer Wünsche, das Hauptziel des nationalen Stre­bens in großen, allgemeinen Zügen dem deutschen Volke vor die Seele führen, haben in ân Theilen Deutschlands Anhänger gefunden, obgleich die beiden ersteren mehr einer Tewissenspflickt zu genügen, al« eine große Agitation in Gang zu bringen bezweckten. Sie haben damit das Resultat erreicht, das man vernünftiger Weise von solchen Kundgebungen erwarten darf; sie haben die Aufmerksamkeit der Nation wieder auf die deutsche Bundes­verfassung hingelenkt, den Wunsch nach einer Reform derselben wieder lebendig gemacht. In allen politischen Kreisen in der gestimmten Presse wird jetzt die nationale Frage dis- cutirt, und es liegen Anzeichen vor, daß auch die deutschen Regierungen, freilich in sehr verschiedener Stimmung, die Erwägung derselben nicht mehr abweisen zu können glauben. Indeß lagen in diesem Beginn für den weiteren Erfolg nicht unerhebliche Gefahren ver­steckt. Schon jetzt haben sich Stimmen vernehmèy lassen, welche cs für zweckmäßig er­achten, daß die preußische Regierung ohne Weiteres dem Bundestage einen Antrag auf Herstellung einer einheitlichen Centralgewalt vorlege, — eine Auffassung, welcher man wohl nur dann sich hingeben kann, wenn man nicht bloß die Stimmung der meisten Regie­rungen, sondern auch die gegenwärtige Stimmung eines sehr erheblichen Bruchtheiles.der deutschen Nation ganz außer Acht läßt. Wir dürfen wohl nicht auf die Folgen ausführ­lich aufmerksam machen, die unvermeidlich daraus hervorgehen müssen, wenn nicht bei Zeiten durch eine kühle, unbefangene Prüfung der Mittel und Wege die Ueberzeugung begründet wird, wie weit der Weg zu dem vorgesteckten Ziele ist und welche H nderntye vorerst beseitigt werben müssen, ehe er mit Aussicht auf Erfolg betreten werden kann.