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-er freien MM Fra« v verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen und den Frankfurter Nachrichten als Ext . . . «< «Hg»»»»»—-

(Expeditton: am Getstpförtchen, Schlachthaut

â 234. Dienstag den 4. Octdber 1859.

Ueberblick der GreLgnijse im Gebiete der politischen un- materiellen Interessen.

Frankfurt, 4. October. (Zur Situation.) Die Dinge haben, feitbem wir unsere letzte politische Uebersicht schrieben, keinen Schritt vorwärts gemacht. Die Gerüchte, welche unterdessen auftauchten und von bereit« abgeschlossenen Arrangements in Blaritz und dem fertigen Congreß in Brüssel sprachen, haben sich nicht bestätigt, und man scheint bisher weder in Zürich noch sonst wo, recht von der Stelle gekommen zu sein. In Miltel- italien wird inzwischen fortgehandelt, als ob die Anmxation an Piemont bereits vollendete Thatsache wäre. Wie sehr auch immer die französische offic'vse Presse sich dagegen aus­sprechen mag, die Machthaber in Florenz, Modena, Parma krunmern sich sehr wenig ^da­rum, sie decrettren nach wie vor dem Kaiser Napoleon ihren Dank dafür, daß er „Italien frei gemacht," und alle Regierungshandlungen in diesen Städten tragen den Namen des Königs Victor Emanuel an der Spitze. Auch in der Romagna ist man dabei stehen ge­blieben, so daß der Pabst in dem letzten Cardtnals-Collegiunr sich genöthigt sah, alle Acte der Landesversammlung von Bologna für null und nichtig zu erklären, und die über die Mitglieder der provisorischen Regierung verhängten Censuren wieder in Erinnerung zu bringen. Soll Italien auf einem Kongreß das Recht der Selbstbestimmung verbleiben, wie Lord John Ruffel dies in Aberdeen in diesen Tagen versicherte, so läßt sich kaum an­nehmen, daß die Selbstbestimmung ein anderes Ergebniß haben werde, als das der letzten Wochen, nämlich die Vereinigung mit der Krone Sardinien, dann blieben aber die Stipu­lationen von Villafranca unerfüllt und der Conflict mit der päbstlichen Herrschaft einer­seits, so wie mit Oesterreich andererseits immer noch fortbestehen. Und doch läßt sich, wenn die Ueberzeugung des englischen Ministers, daß Oesterreich und Frankreich nicht mit Waffengewalt interventren werden, eine Wahrheit sein soll, gar kein anderes Resultat denken. Uebrigens scheinen sich die Verhältnisse in der Romagna jetzt schon so gestaltet zu haben, daß ein de. nächstiger blutiger Zusammenstoß gar nicht außer dem Bereiche der Möglichkeit liegt. In Deutschland sieht es nicht ander« aus, wie in den letzten Wochen. Die bekannte.?M deS Grafen Rechberg, die Son strengen der Minister von Bayern, Sachsen und Wur em berg rc., sind Belege der fortgesetzten tiefen Verstimmung, des immer weitergreifendm V spaltS der Meinungen, der wachsenden Centrifugalkraft in den deutschen Verhältnis, . Niemals vielleicht paßten Uhlands Worte besser, wie grade jetzt: „Untröstlich tsts noch allerwârtèi" Große Zeiten, große Männer, große Thaten -— das sind die Post , welche nöthig sind, wenn eine Aenderung jener unerquicklichen Zustände herbeigeführ