Intelligenz-Blatt
der steten MM Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, â und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage. |®2
(Expedition: am Geistpförtchen, GchlachthauSgaffe 21.)
M 224. Donnerstag den 22. September 1859.
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Veberblick -er Ereignisse im Gebiete -er politischen un- materiellen Interessen.
Frankfurt, 22. September. (Zur Situation.) Xavier Raymond entwirft im „Journal des Debüts" einen ganzen Feldzugsplan gegen China. Er verlangt, daß man einen gewaltigen Streich führe und den Frieden in Pecking dtktire, um so mehr, da er schwerlich vor einem Jahre ausgeführt werden könne. Die in China stattontrenden Streitkräfte reichen nicht zu einer solchen Expedition aus, und haben auch genug zu thun, die Europäer in Canton, Hongkong, Ntngpo und Schanghai u. s. W. zu beschützen. Im Norden China's könne man auch des Kltma's wegen vor der Mitte des nächsten Frühjahres nicht operiren; Pecking habe eine Sommerhitze wie Alexandrien in Egypten und eine Wjnterkälte wie Stockholm. Wäre aber auch das Personal und Material bereit, so würden die Verstärkungen doch erst im August von Canton und Hongkong haben abgehen können. Dann aber weht der Nordmonsum und die Schiffe würden nur mit der größten Mühe, vielleicht auch gar nicht nach der Peihomündung gelangen können und gerade zu einer Zeit, wo die Schifffahrt im Golf von Petschelt sehr gefährlich ist und wo er bald zufriert. Nach der Meinung des Herrn Raymond genügt ein Corps von 25,000 Mann Infanterie und Artillerie, mit vielleicht 1 oder 2 Schwadronen afrikanischer Jäger. Pferde gäbe es auch im Norden von China; auch könne man solche in Manilla kaufen und mit einem der bes-nders für den Pferdetrünsport eingerichteten Schiffe fortschaffem Die Artillerie würde gezogene Bergkanonen führen, und für die Belagerungen alte gezogene Zwölf- psüuder. Um den Fluß bis Pecking hinaufzufahren, müßte man flache Fahrzeuge und zerlegbare Dampfschlepper bauen. Der Truppentransport nach China würde theilweise von alten ausrangirten Linienschiffen, und der des Materials von Handelsschiffen besorgt werden. Gingen die Schiffe spätestens Anfang Januar ab, so würden sie im chinesischen Meere zur rechten Zeit ankommen, und mit dem Südmonsum in 14 Tagen am Peiho sein. — Es ist gewiß ein erfreuliches Zeichen volkswirthschaftlichen Aufschwungs eines Völks, wenn bei ihm nicht blos der allgemeine Verbrauch zunimmt, sondern gerade der