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Znteltt-enz-Blatt der freien Stadt Frankfurt, /$ »erstunden mit dem A«tsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörde»,/^ und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

M 208. Samstag den 3. September 1859.

Ueberblick -er Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 3. September. (Zur Situation.) Wir lesen in der „Elberfel« der Zeitung": „Die Weltgeschichte besteht aus Vergleichen; das Publikum hat Interesse am Frieden, seine moralische Existenz und seine Börse befinden sich gleich wohl dabei; eS ist ihm also von Wichtigkeit, über die Erhaltung dieses Friedens genaue Kennt­niß zu haben. Wir wissen sehr gut, daß ein kurzer, perfider Friedt den Geschäften und der Industrie gar Nichts nutzen würde; nur jahrelange Ruhe kann dem Gedeihen der mensch­lichen Arbeit förderlich sein, darum ist es auch nothwendig, daß wenn dem Menschenge­schlechte eine solche Ruhe gegönnt ist, diejenigen Federn, welche diesen Frieden auf leicht­sinnige Weise verdächtigen, darüber zur Rede gesetzt werden. Solcher Federn gibt es im österreichischen Lager leider eine Menge, jede derselben sucht zu beweisen, daß in Kurzem Frankreich und England sich in die Haare gerathen. So rekapitultrt mit rührender Sorg­falt neuerdings die „Postzettung" die Menge von Kanonen, die in den englischen und französischen Häsin nur eines Zeichens warten, um ihre beredte Stimme auf den Wellen des Oceans ertönen zu lassen. Diese Cousine der „Ostdeutschen Post" möchte englische Legionen auS der Erde stampfen, wie jener greise Feldherr seine Römer, um eine Entschädigung für die unglücklichen Schlachten von Magenta und Solferino zu erhalten. Ein solcher Wunsch liegt allerdings im menschlichen Herzen und gewiffe Federn haben so tapfer in den letzten Tagen gekämpft, daß ihnen eine solche Herzenserleichterung zu gönnen wäre; aber die Pflicht der Presse ist es, das Publikum vor solchen Irrthümern zu bewah­ren. Es wäre gewissenlos bei der kaum erschienenen Morgenröthe des Frieden- wieder von der grausigen Nacht des Zwistes und des Krieges zu sprechen. Es ist also sehr wünschevs- werth, daß sich unser aufgeklärter deutscher Handelsstand eine richtige Meinung von diesen Prophezeihungen der Unheilwetsagenden Caffandra macht. Für jetzt, Gott sei dank, steht das Barometer auf Friede, in Zürich hat hoffentlich Graf E o l l o r e d o keine Mission wie sein Namensvetter in der Schiller'schen Trilogie und wir können allen Diplomaten, auch Herrn von der Pfordten betheuern, daß die Pforten des Janustempels vorerst geschlossen blei­ben." — Der bereits mehrfach erwähnte Constitutionnel-Artikel lautet mit Weglassung der einleitenden Worte: „Der Kaiser nahm ohne irgend welchen Widerstand tnVtllafranca btt Restauration der frühern Fürsten an. In der Stunde der Versöhnung wollte er sich nicht daran erinnern, daß noch kurz zuvor bei Solferino einige von ihnen in den Reihen der Feinde gestanden. Was konnte ihm auch daran liegen? Hatte er feint Waffen ja nicht