Einzelbild herunterladen
 

lande war nach vielen Richtungen hin abgeschnitten, theils in Folge der Geldverhâlt- nisse, wie nach Oesterreich und nach Rußland, theils in Folge der politischen Wirren, wie in den Donaufürstenthumern und in Italien. Im deutschen Jnlande hatte die Konsumtion nachgelassen, und die Einschränkung derselben auf den nächsten Bedarf hielt die deutsche Fabrikation von ledem kräftigen Aufschwünge ab; und dieser lähmende Einfluß trat indem

â, als die wirthschaftlichen Elemente eben erst während 1858 sich der schweren ®e> Wâstskrise mit allen Anstrengungen entrungen hatten. Doch nun treten, dank dem Frieden, Handel und Gewerbe wieder in den Friedenszustand zurück; wett gedehnt nach allen Seiten hin liegt vor den Augen der Geschäftswelt wieder das Feld ergiebiger Thätigkeit. Der Abschluß dieses Friedens hat zwar viele Erwartungen getäuscht, aber nichtsdestoweniger den Jtr- lienern so manche Vortheile gebracht, und wenigstens den Keim zu einer segensreicheren Zu­kunft in Italien gelegt, er wird seinen Segen nicht nur Italien, sondern Europa bringen, wird in allen Zweigen des commerziellen Lebens ein erhöhtes Leben Hervorrufen. Der etwas schwerfälligere, weil solidere Waarenhandel wird dem Anstoße der Fondsbörse folgen, welche ihren Antheil bereits anticipirt hat. Die allgemeine Erstarrung der Geschäftswelt wird aufhören, und der fleißige Arbeiter wieder in Thätigkeit kommen. — Der zurückge- Arte Friede hat denn auch die Besitzer so mancher Eisenbahn-Actien wieder beruhigt. Das rasche Sinken dieser Actien, welche durch einen Krieg im Süden und Westen am Listen bedroht sein wurden, hatte seinen Grund nicht allein in der Befürchtung einer erheblichen Schmälerung der Dividende; zu ihr gesellte sich noch die weitere, daß das in l-nen Eisenbahnen angelegte Grundkapital gefährdet werden könnte, daß die Zerstörungen, welche der Krieg an dem Bahnkörper, an den kostspieligsten Bauten verursacht, die Aktien auf lange hin entwertheten. Diese Befürchtungen waren auch zum Theil nicht ohne Grund; indeß vielfach übertrieben. Den Grund und Boden kann der Feind nicht forttragen, S %nÄ ^gesellschaftlichen Vermögens wird durch einen Krieg gar nicht be- ^rddurchschnitte kann der Feind nicht wieder ausfüllen, die Dämme kann er Tunnels nicht ausmauern. Er kann alle diese Bauten nicht in der Werle zu Grunde richten, daß die Arbeiten vollständig von Neuem begonnen werden mH- wn. Den meisten Schaden kann der Krieg nur den Brücken und Viadukten zufügen. - italienische Krieg ist denn auch in dieser Beziehung sehr lehrreich ge- wesen. Es haben sich nur solche Demolirungen Herausgestellt, welche tm strategischen Jn- 8t "^^t0 waren, keine aber, welche bloß in den Bereich der Verwüstung fallen.

der Ei lenbahn von Vercclli nach Casale sind einige Brücken aesvrengt und von MM int%r’ haben die sich zurückziehenden Oesterrcicher Ne Schienen aufge- ^knnach zum ersten Male ein ziemlich ausgedehntes Etsenbahnnetz, in m/ s großen, mit dem bittersten Ernste geführten Kriege, die Probe bestanden; zum ersten 2 Ä!Ä völkerrechtliche Grundsätze sich gebildet habe«, ?aâ) welchen bei der Zerstörung der Eisenbahnen nach den Gesetzen der Klugheit, und fair T/J^0 6 Erfahren wird. Vertrauen wir daher hoffnungsvoll der Zukunft, leben

^ Gegenwart ohne an eitle Gefahren zu denken, die nicht vorhanden sind, pflege" kes Än» ^^; Hw Wissen, chaft, die Kunst, den Handel und alle Gewerk und ^ffen wir uns von den Unglückspropheten nicht beirren, die bei Heiter- S Gewitt-rstürme prophezeien. Ist auch der politische Himmel noch "ich ganz klar, die Wolken werden nach und nach wieder schwinden und die Ruhe wird in die noch aufgeregten und fieberhaft gereizten Gemüther zurückkchrenl

Bekanntmachungen.

Ein gebildetes Mädchen von guter Familie (Israelitin), mit den besten EnipfehlunS^ wünscht eine paffende Stelle, sei es als Laden-Verkâuferin oder Erzieherin; Z' v No. 2, 1r Stock.