verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, M und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage. I ?
(Expedition: am Getstpförtchen, Schlachthausgasse 21.)
$8-1
M 172.
Samstag den 23. Juli
1859.
.«I
Abonnementspreis für's halbe Jahr 2 fL 30kr. Tägliche Ausgabe außer MontagS.
Einrückungsgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.
NeberbliÄ der Ereignisse im Gebiete der politischen
und materiellen Interessen.
Frankfurt, 22. Juli. (Zur Situation.) Die officiöse Preuß. Ztg. enthält
Folgendes: In der „Frankfurter Postzeitung" bezeichnet ein Wiener Korrespondent es als „Thatsache," daß das Projekt, Oesterreich alle italienischen Besitzungen zu entreißen, die Souveräne von Toscana und Modena zu entfernen, die Legationen dem päbstlichen Stuhle zu nehmen und sie unter ein weltliches Königthum zu stellen, bei Preußen „die wärmste Befürwortung gefunden" und daß Preußen aus eigenem Antriebe mit seiner Zustimmung die Zusage an Frankreich verbunden habe, Oesterreich, wenn es jene Bedingungen nicht annehme,. ^er factisch noch moralisch zu unterstützen. Korrespondent „bürgt für die Aechthett dieser Mittheilung," ja der Plan sei „nicht nur Projekt, er sei beschlossen ge- habe selbst daran Anstoß genommen und deshalb mit Oestcr- rctch augenblicklich und unmittelbar unterhandelt. Schließlich werden noch mehr „Aufklä- rungen versprochen; Korrespondent wolle sehen, ob man die Wahrheit der obigen Mittheilungen zu bestretten wagen werde. - Wir sind ermächtigt, alle diese Nach-
I k tMel! 5« bezeichnen. — Das „Mainzer Journal" sieht sich
^bi, den Inhalt der zu Villafranca abgeschlossenen Friedenspräliminarien, mitjuthetlen. Derselbe lautet: Zwischen Sr. Maj. dem Kaiser von Oesterreich und Sr. Mai. dem Kaiser der Franzosen ist vereinbart worden, was folgt: Die beiden Souveräne werten die Errichtung eines italienischen Bundes begünstigen. Dieser Bund wird unter dem Ehrenpräsidium des H Vaters stehen. Der Kaiser von Oesterreich tritt an den ei F^zosen seme Rechte auf die Lombardei mit Ausnahme der Festungen Man- Ken Râ^bchi°ra ab, so daß die Grenze der österreichischen Besitzungen, von dem âußer- Ä « ^^'"S Peschiera ausgehend, sich in gerader Linie längs des Mincio von m *" nach Szarzarola und Luzana an den Po e>streckt,
*? an dte bisherige Grenzlinie Oesterreichs bestehen bleibt. Der Kaiser der wird das abgetretene Gebiet an den König von Sardinien abgeben. Ve- «b NEn Bestandtheil des italienischen Bundes, bilden, während cs gleichwohl unter der Krone Oesterreichs verbleibt. Der Großherzog von Toscana und'der Herzog