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Zntelligenz-Blattl

Ser freien Stadt Frankfurts /^^ verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, M^^M^NH und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachchausgaffe 21.)

JK 166. Samstag den 16. Juli 1859.

Abonnementspreis für's halbe Jahr 2 fl. 30kr. Tägliche Ausgabe außer Montags. Etnrückungsgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

®^r" Bestellungen auf das Intelligenz- und Amtsblatt und die Frankfurter Nachrichten werden täglich von der Expedition für dieses Semester angenommen.

Ueberblick der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 16. Juli. (Zur Situation.) „Also Friede! „Der Soldat spannt aus, der Bauer spannt ein."— „Wir gehören zu Denen, die immer die Lokali- struug des Krieges gewünscht und befürwortet haben, die mit aller Kraft dafür kämpften, daß unsere vaterländische Gauen von der verheerenden Wucht des Krieges verschont blieben, und so theilen wir, wenn wir auch über die Art und Weise, wie der Frieden entstanden, nicht ganz einverstanden sind, doch die Freude, daß vorerst der Donner der Kanonen schweigt, daß der Gott der Schlachten seine Kriegsfurien zurückgerufen, und daß die Palmen des Friedens die heiße Stirn der blutenden Kämpfer fächeln. Preußen hat stier durch seine Mobilmachung eine Pression bei dem Friedensschluß geübt, wie es seiner Zeit durch seine Besonnenheit und Mäßigung die Mittelstaaten von zu raschem un­bedachtem Vorgehen abhielt; außerdem hat es gezeigt, daß es die militärische und polttrsche Einheit des deutschen Vaterlandes ernstlich wollte und ist in dieser Ansicht von den Gutgesinnten im deutschen Vaterlande allüberall kräftig und moralisch unter« stützt worden. Mag auch vorerst sein Wunsch in weiterer Ferne ruhen, an Deutschlands Einheit, an Deutschlands Freiheit, an Deutschlands Zukunft wird kein wahrer Patriot verzweifeln, feine Stunde wird schlagen! Sehr treffend ist die Lage Preußens der obschwebenden Frage gegenüber in mehreren trefflichen Artikeln der „Nationalzei- tung" geschildert; einer derselben schließt mit den Worten: Preußen hat vor allem moralische Eroberungen in Deutschland zu machen, und mit diesen wird ihm auch ein gekräftigtes Ansehen nicht entgehen, wenn es die zuletzt in seiner inneren Politik erngeschlagene Bahn festhält. Mit diesem Rückhalt hat es weder Frankreich noch Oester­reich zu fürchten, selbst wenn ein Bündniß sich verwirklichen sollte, welches bei der heutigen Grupptrung der europäischen Großstaaten doch wohl in das Gebiet der Einbtl-