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ZnlelligenzBlatt

der freien Stadt

verbunden mit dem Amtsblatt, Organ und den Frankfurter Nachrichten als

(Expeditton: am Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.)

â 154. Samstag den 2. Juli 1859.

tR^" Bestellungen auf das Intelligenz- und Amtsblatt und die Frankfurter Nachrichten werden täglich von der Expedition für dieses Semester angenommen.

Ueberblick -er Ereignisse im Gebiete der poLètLfe-e-r und materielle» Interesse».

Frankfurt, 2. Juli. (Zur Situation.) Die Neuwahlen sämmtlicher eng­lischer Minister sind nunmehr vollzogen worden. Die Konservativen hatte« Anstalten getroffen, mehrere derselben streitig zu machen, scheinen sich jedoch eines Besseren besonnen zu haben. Von allen ihren angekündigten Gegenkandidaten kam nur ein einziger, Lord Chandos, in Oxford zum Vorschein, und auch dieser mußte gegen Herrn Gladstone Len Kürzeren ziehen. Letzterer hatte 269, Ersterer 246 Stimmen für sich. Lord John Russel hielt bet seiner Wiederwahl in der City eine kurze Rede, aus der wir hier jene Stellen, die sich auf die auswärtige Politik beziehen, wiedergeben: „Als Minister des Auswärtigen (sagte er) ist es mit meiner Stellung unverträglich, in dieses Thema weitläufig einzu­gehen. Ich habe Ihnen bei früheren Gelegenheiten gesagt, was, meiner Auffassung nach, die ttefwurzeliide Ursache dieses Krieges ist: nicht der Ehrgeiz eines Einzigen oder zweier oder dreier Persönlichkeiten, sondern die Mißverwaltung Italiens, die vierzig Jahre lang Säuert und die das italienische Volk zu verschiedenen Zeiten abzuschütteln gestrebt hat.

wäre sehr glücklich gewesen, wenn das, meiner Ansicht nach, Mögliche erreicht worden wäre, wenn die italienischen Mächte, im Vereine mit Frankreich und Sardinien, ein fried­liches Arrangement hätten herbetführen können. Es war dies nicht geschehen, uig> jetzt sind Oesterreich, Frankreich und Sardinien in einen blutigen und zerstörenden Stieg verwickelt. Wir dürfen hoffen, daß die Mäßigung der siegreichen und die Weisheit der besiegten Partei in nicht langer Zeit zu einem ehrenvollen und befriedigenden Friedensabschlusse führen dürften (Beifall); unsere Pflicht aber « ««>, an der Neutralität festzuhalten, zu der sich das ganze Land entschlossen hat^(Beifall.) Sollte diese Mäßigung und Weisheit nicht zu Tage kommen, dann allerdings läßt sich nich be­stimmen, wie wett dieser Krieg sich auèdehnen wird, welche Mächte sich an ihm betheillgen werden. Deßhalb ziemt es diesem Lande, um seiner eigenen Sicherheit, sein er eigenen Ehre und Interessen wegen, daß seine Flotte und sein $eer U^cht vernachlässigt werde, daß es auf alle Eventualitäten gefaßt sei (Beifall.) Unstte erste Pflicht ist somit Wach»