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Zntelligenz-Bl der freien Stadt Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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1859.

(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.)

JK 150.

Utb(tHid ^tt Ereigniss tu» wwi«s »w pvunmF^» und materiellen Interessen.

Frankfurt, 28. Juni. (Der König von Neapel.) Der am 22. Mai ge­storbene König Ferdinand II. beider Sicilien war der vierte in der Reihe der Könige dieses Landes aus bourbonischem Stamm. Am 12. Januar 1810 geboren, folgte er seinem Vater Franz I. am 8. November 1830. Er war zuerst mit der sardinischen Prinzessin Christine (f 1836) vermählt, der Mutter des 1836 gebornen Kronprinzen Franz, Herzogs von Calabrien; in zweiter Ehe mit Therese. Tochter des Erzherzogs Carl von Oesterreich, geb. 1816, welcher, Ehe acht Kinder entsprossen sind. Auch unter seiner Regierung haben jene Kämpfe nicht gefehlt, zwischen welchen die innere Geschichte jenes Königreichs sich ab- zufpinnen pflegt, und sowohl der nationale Gegensatz zwischen Neapel und Sicilien. als der politische Widerstreit zwischen den konstitutionellen und der Regierung haben sich in blutigen Schlachten ausgesprochen. Aber da die politisch gebildeten Elemente zufolge einer aus der Geschichte, wie ddr Bodenbeschoffenheit des Landes beruhenden Centralisation fast ausschließlich auf die Hauptstadt beschränkt sind, so konnten sie der Staatsgewalt, welche auf Söldnertruppen, Polizei und Pöbel der Hauptstadt sich stützt, nicht widerstehen, und ihr Unterliegen auf dem Festlande war bei einiger Kenntniß der Zustände diesseits des Faro so wenig zu verwundern, als im Gegentheil das rühmlose Erliegen der vom ganzen Volke getragenen sicilianischen Bewegung, den Kräften gegenüber, über welche das Volk soeben gesiegt hatte, heute noch unaufgekârt ist. Sonach war die fast dreißigjährige Re­gierung in politischer Beziehung unfruchtbar, indem sie dem Volke nicht jene Orffentlichkeit deS StaatSwesens brachte, aus welcher hier wie in andern italienischen Staaten erst die nothwendigsten Reformen, besonders die des Unterrichtswesens, hervorgehen können. Da­gegen in materieller Beziehung sind manche Fortschritte aufzuzeichnen, welche besonders zu dem benachbarten Kirchenstaat einen erfreulichen Gegensatz bilden. Das Eisenbahnwesen wurde mit großer Energie gefördert und das Straßennetz weiter ausgedehnt. Die durch die Kosten der von 1821 bis 1827 andauernden österreichischen Occupatio» (148 Mlll. Gulden) zerrütteten Finanzen wurden hergcstellt. Die für den angegebenen Zweck aufge­nommene Anleihe von 2% Mill. Pfd. St. und die schwebende Schuld sind bis 1844 ge­tilgt worden, und eS wurde dann mit Verminderung der älteren consolidirten Staatsschuld begonnen: dabei sind bis 1848 die Steuern nicht vermehrt worden. Das genannte Jahr bildet in finanzieller wie in politischer Beziehung den Wendepunkt der Regierung Ferdl- nand's II. Durch die Ereignisse in Neapel und Sicilien 1848 und 1849 wurden neue