ZntelligenzBlatt
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der freien MdI Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.
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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)
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Donnerstag den 19. Mai
1859
VeberbttS der Ereignisse im Gebiete der politische« un- materiellen Interessen.
Frankfurt, 19. Mai. (Zur Situation.) Die wahrhaft deutschen Reden in den preußischen Kammern, die Versicherungen der Minister und die energische, ächt deutsche Schlußrede des Prinzregenten von Preußen haben die in jeder Beziehung patriotische Gesinnung Preußens hinlänglich dargethan und bewiesen, daß dieser Staat auf der Wahlstatt erscheinen wird, wenn es Deutschlands Ehre und die Erhaltung deutscher Rationalität und deutschen Rechts fordert; aber Preußen will sich durch Majoritätsbeschlüsse .ücht voreilig drängen lassen, es will selbst die Initiative ergreifen, wenn es Zeit ist, und dann, das preußische Banner voran, als Vorkämpfer Deutschlands, wie in früherer Zeit, gegen Jeden marschtren, der es wagt, deutschen Besitz, deutsches Land anzutasten. Daß der preußischen Regierung im Norden wie im Süden alle Ruhigdenkenden betpflichtcn, versteht sich von selbst: wenn auch einige heißblütige Politiker und gewisse Organe der ultramontanen Partei Preußen verdächtigen und gegen dasselbe Hetzen wollen. Daß man aber auch am deutschen Rhein mit der preußischen Politik vollkommen übereinstimmt, mag folgender Auszug aus einem längeren Artikel der sehr ost oppositionellen „Elberfelder Zeitung", eines der gelesensten, unabhängigsten, deutschgesinntesten und einflußreichsten liberalen Organe des Rheinlandes, beweisen, der auch in die ganz selbstständige „Crefelder" und „Düsseldorfer Zeitung"^übergegangen ist. Es heißt darin unter Anderm: „Man will von in bei ultramontanen Presse durch und sonstige noch weniger zu igen, daß Preußen und das andere Deutschland sich sofort an ld gemeinschafiltch mit ihm den Krieg führen sollen. Schwerlich
gewisser Seite durch Wirken t billigende Mittel dahin dräm Oesterreichs Seite stellen un! „ .
wird man in Berlin diesen Sinn und diesen Zweck mit Preußens marschfertiger Neutralität verbinden. Gäben wir diesem Drängen nach, würde von dem Augenblick an, wo unsere Corps sich feindlich Frankreich gegenüber aufstellten, der italienische Krieg in eine untergeordnete Stelle zurücksinken, und wir müßten die größere und schwerere Blutarbeit übernehmen; mit uns begönne der große europäischeKrieg, von dem der italienische nur ein Anhängsel sein würde. Es ist nicht sehr glaublich, daß unser Regent gesonnen sei, schon jetzt solche ungeheuere Lasten, die den deutschen Handel lähmen, die deutsche Industrie vernichten, unser Land zu Grunde richten und die deutschen Fluren, die jetzt in üppigstem Grün stehen, verwüsten würden, seinem Volke aufzuladen. Was soll und kann uns hierzu schon jetzt bewegen ? Ist der österreichische Besitzstand in Italien schon in Gefahr und mit ihm die Aufhebung des europäischen Gleichgewichts ? BiS jetzt ist noch nichts