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ZntelligenzBiatt der freien Stadt Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und dm Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.)

â 106. Donnerstag den 5. Mai 1859

Abonnementspreis für's halbe Jahr 2 fl. 30 kr. Tägliche Ausgabe außer Montags. Etnrückungsgebuhren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zelle.

Ueberblick -er Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interesse».

Frankfurt, 5. Mai. (Zur Situation.) Der Congreß zu Laibach, auf welchen in dem letzten diplomatischen Stadium der großen Tageèfcage mehrfach Bezug genommen worden, war die Fortsetzung des zu TroPP au abgehaltcnen Congresses. Auf dem Laibachcr Congreß, der vom 6. Januar bis 12. Mat 1821 dauerte, hatten sich Kaiser Franz I. von Oesterreich, Kaiser Alexander von Rußland, Ferdinand, König beider Stcilien, und Franz IV., Herzog von Modena, persönlich, für Preußen Fürst v. Hardenberg, für Frankreich Marquis von Caraman, für England Lord Stewart, für Sardinien Graf Saint-Marsan, für Toscana Fürst Nerri Corsini, für den Kirchenstaat Marchese Spina, für Portugal Commandeur de Saldanha de Gama, für Hannover Graf Hardenberg, für Hessen-Kassel Freiherr von Münchhausen, für Dänemark Graf Bernstorf eingefunden. — Das „Journal de St Petersböurg" äußert sich in folgender Weise über die gegenwärtige Krisis, welche sich in der commer- ciellen Sphäre bereits sehr fühlbar macht: „Die Zetten, in denen die Schlachten geschlagen wurden, ohne daß die Völker durch das Verlangen nach Eroberung oder nach Rache dazu gedrängt waren und nur daran dachten, mit Ruhm zu triumphiren oder ohne Schimpf besiegt zu werden, sind vorüber. Mehr als je wird in heutiger Zeit der Appell an die Waffengewalt von den Nationen als die ultima ratio erachtet, d. h. als die letzte An­strengung der Würde und Ehre, nach dem alle Mittel vergeblich versucht, alle Hülfsquellen der Intelligenz und der fortschreitenden Civilisation umsonst erschöpft sind, die obschwebenden Streitfragen einer befriedigenden Lösung entgegenzuführen. In der Gegenwart aber sollte die Entscheidung von Streitfragen nicht mehr der brutalen Gewalt anheimgestellt sein, und, wenn der Weltfrtede eine Chimäre bleiben soll in unserer Zeit des moralischen und materiellen Fortschrittes, wo nur die Entwickelung aller Hülfsquellen und Reichthümer die Blüthe der Epoche bedingen, der Krieg, als das größte aller Uebel, so lange wie nur irgend möglich vermieden werden. Die Regierung, welche ihn veranlaßte oder nuyt ver­suchte, alle mit ihrer Würde vereinbarten Mittel zur Erhaltung des Friedens anzuwenden, würde die schwerste Verantwortlichkeit auf sich laden und die ganze civilisirte Welt gegen sich ausbringen. Das, was wir aussprechen, ist keine leere Declamation. Nur in dem