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telligenz-Blatt

der freien Mädt Frankfurt, nden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staats*"'"'^-« und den Frankfuüer Nachrichten als Extrabellag«

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(Expedition: am Getstpförtchen, Schlachthausgasse 21

JK 98. Dienstag den 26. April 1859.

Lbonneinentspreis für'S halbe Jahr 2 ff. 30 kr. Tägliche Ausgabe außer Montag«. Etmrückungsgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zelle.

LLeberbliE der Ereignisse im Gebiete -er politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 26. April. (Zur Situation.) Nicht mit friedlichen Klängen ist diesmal der erste Ostertag eingeläutet worden, und das schöne Fest der erwachenden Natur „der, Frühlingsfeier freies Glück" der „Himmelsliebe Friedenskuß" stürzte nicht wie sonst in „ernster Sabathstille" auf den hehren Tag herab; droht ja zwischen den frisch anfkei- menden Blumen des Lenzes der eherne Fuß des eisernen Krtegsgottes hervor und ängstigt die bange Brust mit seinen Schrecken. Factisch ist, wenn wir die folgenschweren Ereig­nisse der vergangenen Woche rekapttuliren, daß man sich fortwährend noch in der zwölften Stunde seitens Preußens, Englands und Rußlands die angelegentlichste Mühe gibt, den Frieden zu erhalten, daß aber im Ganzen der Karren zu tief hineingefahren ist, als daß Menschenkräfte ihn so leicht herauszuholen vermöchten. Auf den ersten Augenblick erschienen in der vergangenen Wocke die Telegramme aus Paris und London sehr günstig; aber die Mittheilungen über die Verhandlungen im englischen Parlament, zusammenge- halten mit der österreichischen Sommation und andern Anzeichen, zeigen leider nur zu deut­lich, daß man hart vor der ultima ratio, vor der ultima spes sich!: sie heißt Krieg, wenn auch vorerstnur in Italien, fern von unsern deutschen Grenzen. So lange noch ein Athem­zug bemerkbar wird, so lange möchte man freilich die Hoffnung auf Erhaltung des Lebens nicht aufgeben, aber man kann sich nicht täuschen, der Prozeß zwischen Leben und Tod steht auf der äußersten Spitze. Wie schwer wir uns auch in den Gedanken finden können, daß auf dem ctvtlisirten Boden Europas, wo die großen Entdeckungen der neueren Zeit, vereint mit dem Fleiße von Millionen, eine eigenthümliche Welt von tausendfältigen Un­ternehmungen geschaffen haben, der Krieg noch einmal seinen eisernen Fuß fitzen solle: die nackte That droht alle Gedanken über den Haufen zu werfen. Wie gesagt, die Woche war sehr inhaltsreich; zuerst kamen, wie bekannt, die friedlichen Nachrichten, daß nämlich eine Commission zusammen kommen solle, welche die Entwaffnungsfrage ordne, bevor der Congreß sein Werk begönne, und die Welt athmete neu auf und freute sich, daß dw Ver­hältnisse sich zu klären anfingen, dann folgte der bekannte. Leitartikel der „ Preußischen Zeitung", der zufällig mit dem österreichischen Ultimatum zusammentraf, hierauf der BundcSbeschluß vom 23. April worüber das uns osfictell mitgetheilte Resume folgender-