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-er freien Ma-t Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden,^' und den Frankfutter Nachrichten als Extrabeilage.
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(Expedition: am Getstpförtchen, Schlachthausgaffe 21.)
â 94. Donnerstag den 21. April
1859.
Abonnementspreis für's halbe Jahr 2 fl. 30 kr. Tägliche Ausgabe außer Montags. Einrückungsgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.
^äj^ Inserate aller Art in diesen in hiesiger Stadt und Umgegend in 4000 Exemplaren verbreiteten und in jeder Familie hier gelesenen Blättern können auf den besten Erfolg rechnen, worauf besonders auch die geehrten Besucher der hiesigen Wteffe aufmerksam gemacht werden.
Ueber blick der GreignLfse im Gebiete -er politischen un- materiellen Interessen.
Frankfurt, 21. April. (Zur Situation). Man sagt die deutsche Presse handle gegenwärtig nicht recht, wenn sie die italienischen Wirren auch nach ihrer inneren Seite hin betrachte — sie müsse in geschloffener Phalanx Frankreich entgcgentre- ten. Allein diese gewiß auf warmem Patriotismus fußende ehrenwerthe Ansicht 'scheint uns doch, sobald wir ihr auf den Grund blicken, sowohl Preußens heutiqe Machtstellung, als auch sein Verbâltnifi zu Oesterreich einigermaßen zu verkennen I Die Furcht vor einer etwaigen Zwietracht in Deutschland, gegenüber von dem auswärtigen Feinde und eine gewisse Scheu, die Zustände in Mittelitalirn zu berühren, darf uns sicher nicht veranlassen, der näheren oder ferneren Zukunft eine noch größere Menge ungelöster politischer Räthsel aufzuhalscu. Und wahrlich, das heutige Deutschland ist mit dem Deutschland am Anfänge des Jahrhunderts durchaus gar nicht zu vergleichen. Die Zeiten haben sich seitdem verändert. Jede Stadt in Deutschland legt ja in' der letzten Zeit rühmendes Zeugniß dafür ab, wie inzwischen ein selbstständiges Bürgerthum erwachsen ist; ein nationaler Geist weht durch alle Schichten der Bevölkerung, und wenn auch noch Mißstände und politische Versäumnisse genug übrig bleiben , ein wirklich ausbrechender Krieg fände ein einig gesinntes,' mächtiges Deutschland vor, stark gtnug, um selbst ohne Gefahr offen auf die inneren Wunden hinzeigen zu dürfen, die es von seiner traurigen Vergangenheit her geerbt hat. Sollen aber jene Schäden endlich einmal heilen, so muß zuvor kaltblütig die Sonde in sie hineingesteckt werden, und dazu ist kein Moment günstiger als der gegenwärtige. Hat man sich doch allüberall in der letzten Zeit auf die nationale Kraft von Deutschland verwiesen gesehen. Dasselbe staatliche Element, das man bisher mit jedem nur mög-