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Intelligenz-Blatt der freien Stadt Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfutter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

^L 64. Donnerstag den 17. März 1859,

Abonnementspreis für's halbe Jahr 2 fl. 30 kr. Tägliche Ausgabe außer Montags. Einrückungsgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

Ueber-liÄ -er Ereignisse im Gebiete der politischen un- materiellen Interessen.

Frankfurt, 17. März. (Zur Situation.) Wenn man von vielen Seiten die letzte Moniteurnote als eine Wendung zum Guten begrüßt bat, so lag darin, wie sich von selbst versteht, nur der Ausdruck der Hoffnung, daß das Gute eintreten möge und werde, nicht der der Ueberzeugung, daß es bereits eingetreten ist. Bei so tiefer Verstim­mung, wie sie seit dem Neujahrstage in der politischen Welt herrscht, kann nicht urplötz­lich wieder rückhaltloses Vertrauen und gläubige Zuversicht zurückkehren, das wäre in der That mehr als Optimismus, das wäre Leichtsinn. Unter diesen Umständen werden wir uns nicht wundern dürfen, wenn wir, seit unserem letzten Situationsartikel, bis jetzt im Ganzen nur eine sehr geringe Veränderung in der Situation erblicken. An den meisten Orten haben die Befürchtungen, daß der Friede gestört werde, immer noch die Oberhand, und dem entsprechend geschehen die erforderlichen Vorbereitungen. Die neuesten Mitthei­lungen aus Wien, deuten an, daß Oesterreich dabei bleibt, die Achtung der Verttâge als erstes Postulat fest zu halten. Die Erklärung der preußischen Regierung spricht sich in derselben Weise aus. „Die preußische Regierung ist keinen Augenblick darüber zweifelhaft, den Verträgen gebührende Achtung zu verschaffen." Sie wird, wie sie weiter sagt, darin durch die Bemühungen des befreundeten Englands unterstütz". Wenn nun Oesterreich und Preußen, also Deutschland, und verbündet damit Großbritannien, für die Aufrechthal­tung der Verträge eine geschloffene Phalanx bilden, so ist das eine große Garantie der Beruhigung sür die Ordnung der schwebenden graven Fragen. In jenem Zusammenhalten liegt die beste Bürgschaft für den Frieden, für den dauernden Frieden, und sie wird durch die Ueberzeugung gefördert, daß es eine gemeinsame Macht gibt, welche dem Völkerrechte Garantien bietet und den geregelten Lauf der Dinge schützt, ohne den die Welt nickt bestehen kann. Eine Zeit lang konnte man zu dem Glauben verleitet werden, jene Macht sei nicht mehr vorhanden, weil die einzelnen Theile, welche sie zu bilde« haben, auseinanderzufallen drohten, und darum steigerten sich die Befürchtungen überhaupt. Nach den neuesten Vorgängen ist kein Grund mehr für diese Befürchtungen vorhanden, damit aber zerfallen denn auch alle besorglichen Consequenzen, welche sich daran knüpfen. Die Empfindlichkeit selbst wird übrigens, trotz der fortwâh-