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Zntelligenz-Blatt

der freien Slsdt Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, M und den Frankfutter Nachrichten als Extrabeilage.

— ™«Ä«69ecseg®98eseewc»- — (Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.)

M 48. Samstag den 26. Februar 1859

Abonnementspreis für's halbe Jahr 2 fl. 30 kr. Tägliche Ausgabe «Her Montags

Einrückungsgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

NeberblieZ der GreLgnMe im Gebiete -er politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 26. Februar. Girardin's neueste Schrift: „Der Krieg", wird viel gelesen, viel commentirt und sogar ein wenig bewundert; es gehörte in der That von Seiten des Verfassers ein gewisser Grad von Muth dazu, unter den gegebenen Verbâlt- nissen sich mit dieser Offenheit auszusprechen. Girardin führt in seiner bekannten kurzen, aber schlagenden Weise aus, daß die Gefahr einer italienischen Revolution, nicht so groß und drängend sei, da nach Lagueronniöres eigener Behauptung Oesterreich in Italien militärisch so gut gestellt ist, daß an ein Gelingen irgend welchen Aufssandsversuchcs gar mcht zu denken. Girardin beweist zweitens, daß es mit dem Enthusiasmus für die Frei- heit und den politischen Fortschritt Italiens unmöglich ernst gemeint sein könne von Seiten einer Regierung, welche den Papst bedingungslos nach Rom zurückgeführt, und

ein könne von

Weilen einer Regierung, welche den Papst bedingungslos nach Rom zurückgeführt, und welche durch den Staatsstreich vom 2. December 1851 und durch ihre seitherige innere Politik am meisten zur Herbeiführung und Befestigung der Reaktion in ganz Europa bei­getragen hat. Er meint drittens, daß wenn Graf Cavour, dessen Ehrgeiz weiter als die Grenzen seines Landes sei, sich in eine Sackgasse verrannt hat, sein Rücktritt vom poltti- tischen Schauplatze doch vielleicht für Europa ein geringeres Uebel wäre, als der Welt­krieg, den Frankreich beginnen wolle, damit Graf Cavour die den Italienern gegebenen Hoffnungen emlöskn und sich in seiner Stellung behaupten könne. Girardin will viertens wissen, daß es thöricht wäre, auf eine Mitwirkung oder auch nur auf die schweigende Zustimmung der europäischen Mächte zu rechnen für die Politik, auf Grund deren man

ebenso gut von England die Herausgabe Irlands und Indiens, von Rußland und Preußen die Freigcbung ihrer polnischen Besitzungen u. s. w. verlangen könnte. Trotz mancher Paradoxen, mit denen diese Ausführungen durchmischt sind, läßt sich ihnen ein hoher Grad von Wahrheit und Logik nicht absprechen. Der Oelzweig, welchen Hr Ellcke Rü!i?â sHingt, verwandelt sich aber unversehens in eine Lanze „für die 9W? bemerkt nämlich: Gefährlich ist es für das Kaiserthum, für die ^"rribaldi und Mazzini verbinden muß, daß dabei kein Gewinn die âeibÄ "Ä Ä fo ^1 Ruhm zu holen ist, als die Dynastie, welche

^ ^^ Fortbestehen nothwendig bedarf. „Der Löwe von Waterloo, g upoleon 1836 in einer Proklamation, steht noch aufrecht an unsern Grenzen; un-