JntelSigenz-D der freien Stadt Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehü und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.
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(Expedition: am Geistpförtchen, SchlachthauSgasse
^ 20. Dienstag den 25. Januar 1859.
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Ueberbttck der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.
Frankfurt, 25. Januar. Ueber die italienische Frage bringt das „Preuß. Wochenblatt" vom 22. einen längeren Aufsatz, dem wir folgende Stellen entnehmen: „Daß die Lage, in der sich Italien befindet, keine normale ist, daß sie nach verschiedenen Setten hin ebenso den gerechtesten Beschwerden, als den begründetsten Befürchtungen Raum gibt, ist.eine Thatsache, die zu bestreiten vergeblich wäre. Seit der Wiener Kongreß den gegenseitigen Status quo auf der apenninischen Halbinsel geschaffen hat, befinden sich die strebsamsten Classen des Volkes in unausgesetztem Ringen nach nationaler Unabhängigkeit und politischen Freiheiten. Wie dies in solchen Zuständen und bei der Eigenthümlichkeit des romanischen, namentlich italienischen Volkscharacters ntcht anders sein kann, laufen Extreme der bedenklichsten, zum Theil verwerflichsten Art dabei mitunter. Seit 1848 hat sich durch die gescheiterte Revolution und den unglücklichen Krieg Piemonts gegen Oesterreich die Schroffheit der sich bekämpfenden Gegensätze noch um Vieles gesteigert. In Piemont ist ein constitutionelles Staatsleben begründet worden, das, obwohl noch nicht gehörig in sich und nach Außen hin gefestigt, doch Bemerkenswerthes geleistet hat und den Bestrebungen der nationalen Partei einen Anhaltspunkt darbietet. Dem gegenüber stehen Regierungen, welche alle politischen und geistigen Regungen niederhalten und nur mit äußerster Anstrengung materieller Gewalt sich gegen die gährende Mißstimmung ihrer Unterthanen behaupten können. Mittelitalien ist zum größten Theil durch fremde Truppen occupirt. Die lombardisch-venettanischen Provinzen Oesterreichs, durch die unmittelbare Nachbarschaft Piemonts der Einwirkung der Tribüne und Presse desselben am meisten ausgesetzt, befinden sich in einem Zustande permanenter Aufregung. Das System, wie die Mittel der neapolitanischen Regierung sind seit Jahren so oft in der europäischen Presse erörtert und beleuchtet worden, daß es hinreicht, auf das zu verweisen, was in Jedermanns Munde ist". Am Schluffe des erwähnten Artikels heißt es: „Endlich darf nicht übersehen werden, daß zwischen Frankreich und Oesterreich bis jetzt ein rechtlicher Anlaß zum Kriege gar nicht vorhanden ist, so viel diplomatische Mißhelligkeiten zwischen beiden Mächten in den letzten'Jahren immerhin obgewaltet haben mögen. Daß die neuesten Irrungen in den orientalischen Angelegenheiten einen derartigen Anlaß bieten würden, wie man von gewisser Seite her gerne glauben machen wollte, ist durch den Ausgang, den