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Neu ausgestellte Gegenstände

im Stä-el'schen Kunftinstitut.

Aquarelle: Acht Denkblätter zu Göthe's Jugendgeschichte, von C. Th. Reiffen stein.

Ferner aus den Sammlungen des Instituts.

Gemmenabgüffe: Bildnisse römischer Gelehrten, Gottesdienst, Spiele, Kämpfe, Masken, Schiffe, Hirtenleben, Thiere.

Lithographien nach Originalzeichnungen alt-italienischer Meister in der Albertinischen Sammlung in Wien.

Frankfurter Kunstverein.

Neu ausgestellte Kunstwerke:

A. Göbel in Frankfurt a. M.: Portraitbild.

Von demselben: Weiblicher Kopf.

Von demselben: Brustbild eines Mönches.

Theod. Kotsch in Karlsruhe: Waldlandschaft (Composition).

Von demselben: Waldlandschaft aus der Umgegend von Carlsruhe.

Schweinfurt, 13. Januar. Die gestrige Schranne war ziemlich befahren, der Handel im Anfang flau, da die Oberländer Käufer gänzlich fehlten, was man sich gar nicht erklären konnte, bis man erfuhr, daß der Postzug von Bamberg nicht eingetroffen sei, indem die Maschine in Haßfurt Schaden gelitten und erst eine Maschine, von hier entsendet, den Zug dort abholen mußte. Als nun gegen 9Vi Uhr der Zug ankam, eilten die mit demselben Gekommenen schnell zu Markt und wurde von ihnen äußerst rasch ge­kauft, so daß in 10 Minuten sämmtliche Vorräthe verkauft waren. Besonders war Gerste gesucht und wurde schöne Waare gut bezahlt. Mittelpreise waren: Waizen 14 fl. 29 kr., Korn 11 fl. 23 kr., Gerste 12 fl., Hafer 6 fl. 52 kr., Erbsen 19 fl. 36 kr. Der Vieh­markt war, wie um diese Zeit gewöhnlich, nur gering mit circa 350 Stück betrieben, gute Waare rasch verkauft, die Preise hoch. Pferde waren 60 Stück am Platze, der Handel war sehr lebhaft, die Preise etwas gedrückt. Der Schweinemarkt war eben­falls nur mittelmäßig besucht, die Preise ebenfalls hoch. Saugschweine nach Qualität biS zu 9 fl. das Paar, Laufer bis zu 22 fl., fette Schweine per Centner 24—25 fl. Auf dem Viktualienmarkt kostete frische Butter 28—30 kr. das Pfund, Schmalz die Maas C2y2 Pfd.) 1 fl. 20 kr., Eier 4 Stück 6 kr., Hasen 54 kr. das Stück.

WormS, 14. Januar. Im Productengeschäft ist immer noch der seitherige Zustand, die Versendungen sind sehr spärlch, was um diese Jahreszeit zwar gewöhnlich der Fall ist; indessen fehlt jede Frage und Offerten sind st-tS Anfragen überwiegend. Mit Beginn der Woche hörte man zwar von einer Besserung in Waizen, allein es ist dieß eben nur Meinung, denn so lange kein ordentlicher Umsatz da ist, wird von einer wirklichen Besserung nicht die Rede sein. Die eingetretenen getrübten Friedensausfichten dürften wenigstens vorerst nichi dazu beitragen. Gestalten sich die Verhältnisse jedoch ernster, was im Interesse des europäischen Festlandes nach kaum abgelaufener schwerer Handelskrise und im Anfänge einer unter großen Schwierig­keiten auftauchenden neuen Industrie sehr zu beklagen wäre, so ist ebensowenig an einer Besserung zu zwei­feln, bis wenn das Gegentheil der Fall ist; da die Vorräthe in unserer Gegend schwach sind und die Bet­fuhren aus Frankreich wenigstens nicht permanent in Aussicht stehen dürften. In Mehl ist es anhaltend stau. Hülsenfrüchle rar. Rübèl etwas nachstehend. Branntwein geschäftSlos. Soi.fi wenig Aenderung.

notiren heute: Waizen, gut 1857t Wachsthum, fl. 11—>/«, vvrjâbriqer fl. 93/4, Korn fl 8'/,, Gerste, hiesige, fl. 82/3, oberlânder fl. 8V4, Bohnen fl. 16, Hirsen fl 13 per 100 Kilo, Mehl per Partie fl. 9, 0 fl. 12-i/g. Gries fl. 121/2, Roggenmehl fl. 7 per 70Kilo., Repssamen fl. 18i/2-19. Rüböl fl.M/« bi« 28, Leiuèi fl. 221/», Mohnöl fl. 44, Branntwein fl. 22, Repskuchen fl. 65—75 per Mille. (W. Z)