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Intelligenz-Blatt

der freien Stadt Frankfurt, ^^ verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage. f'^W^^

——«MoococcOMaooeeoeco--- (Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

^ 12. Samstag den 15. Januar 1859.

Abonnementspreis für's halbe Jahr 2 fl. 30 kr. Tägliche Ausgabe außer Montags. Einrückungsgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

MF* Bestellungen auf das Intelligenz- und Amts­blatt und die Frankfurter Nachrichten werden täglich von der Expedition für dieses Semester angenommen; auch find noch einige der bisher erschienenen Nummern zum Com- plettren neu zu abonnirender Exemplare vorhanden.

Ueberblick der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 15. Januar. (Eröffnung des preußischen Landtags.) Nach vorhergegangenem Gottesdienst in dem Dom und der St. Hedwigskirche versammelten sich am 12. d. IIV2 Uhr die durch die allerhöchste Verordnung vom 18. December v. J. einberufenen Mitglieder beider Häuser des Landtags der Monarchie im weißen Saale des königlichen Schlosses. Nachdem Se. Hoheit der Fürst zu Hohenzollern-Sigmaringen Sr. königl. Hoheit dem Regenten, Prinzen von Preußen, angezeigt hatte, daß die' Mitglieder des Landtags und die zu dieser Feierlichkeit Eingeladenen versammelt seien, erschien der Prinz-Regent um 12 Uhr. Mit einem dreimaligen Hoch empfangen, verlas Derselbe, neben dem Throne stehend, folgende Eröffnungsrede: „Erlauchte, edle liebe Her­ren von beiden Häusern des Landtages! Die Stunde, in welcher Ich sie um den Thron vereinigt sehe, und mit herzlichem Gruß willkommen heiße, erfüllt Mich mit tiefem Ernste. Die Ausübung dieses königl. Rechts ruft noch lebhafter als sonst die schmerzvolle Erinnerung in Mir wach an das schwere Leiden, von welchem nach Gottes unerforschlichem Rathschlusse unser Allergnädigster König und Herr noch fortdauernd heim­gesucht ist. Mit Mir sendet Sein treues Volk innige Gebete zu dem Allmächtigen, daß Er in Seiner Gnade unsern König unter einem milderen Himmel stärken und genesen lassen möge. Meine Herren! In voller Anerkennung der hohen Bedeutung Ihres Be­rufes fordere Ich Sie auf, durch Ihre Einsicht und Hingebung Meine Regierung auf dem Wege zu unterstützen, welchen Ich im Hinblick auf Preußens Aufgabe, seine glor­reiche Geschichte und die vaterländischen Traditionen betreten habe, und den Ich unter Gottes Beistand mit Festigkeit in den von Mir unverrückbar gezogenen Gränzen zu ver-