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Intelligenz-Blatt

der freien KM Frankfurt»

verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

Donnerstag den 13. Januar

1859.

Abonnementspreis für's halbe Jahr 2 fl. 30 kr. Tägliche Ausgabe außer Montags. Einrück ungsgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

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- und Amts- wâben täglich von der Expedition für diefes Semester angenommen; auch find noch einige der bisher erschienenen Nummern zum Com pletiren neu zu abonnirender Exemplare Vorhände».

NeberblLÄ der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 13. Januar. (Zur Situation.) Das politische Barometer, die Börse, ist seit einigen Tagen stark im Fallen begriffen und bereits tief gesunken. In den elementartschen Verhältnissen deutet dies auf Sturm, natürlich also auch im politischen Leben. Wie wir aus den betreffenden Korrespondenzen aus Paris wissen, haben die Worte des Kaisers Napoleon an den österreichischen Gesandten den hauptsächlichsten Anstoß zu den Befürchtungen der Börsenkreise gegeben und selbst die hinterdrein gekommene offi- cielle Berichtigung im „Moniteur" war nicht im Stande, die entstandene Aengstlichkeit zu beseitigen. In den Verwickelungen, welche die Vorgänge in Serbien leicht nach sich zie­hen konnten, noch mehr in der Stimmung, welche in Oberitalien in diesem Augenblicke herrscht, erblickte man alsdann weiter die thatsächliche Grundlage für größere, tiefer grei­fende Eventualitäten. Die Börse fürchtet, so viel steht fest. Die nächste Frage ist: was fürchtet sie? Auch hierauf wird die Antwort bald bei der Hand sein: sie fürchtet Krieg. Krieg? Und welchen? Einen Krieg in Oberitalien? Zwischen Oesterreich und Sar­dinien? Der wird der Börse kaum viel Sorge machen, denn unter zwanzig haben sicher Neunzehn die Ueberzeugung, daß, wenn es je dazu käme, nur die Tage von Mortara, von Custozza und Novara in verstärkter Auflage erscheinen, die Verhältnisse Oesterreichs dadurch also in keinem Fall eine Aenderung zum Nachtheil erleiden würden. Es ist also etwas ganz Anderes, was sie fürchtet, es ist, darüber kann kein Zweifel sein, die Möglichkeit eines Krieges zwischen Frankreich und Oesterreich. Und gerade deshalb haben die Worte des Kaisers Napoleon bei dem Neujahrsempfang einen so mächtigen Eindruck gemacht, auf den hinterher ein für ruhige Zeiten unerhörtes Fallen der Course folgte. Ein Krieg zwischen Frankreich und Oesterreich! „Du sprichst ein großes Worr gelassen aus", kann