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Zntelligenz-Blatt

der freien Stadt Frankfurt, /fJJ

verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage. r^B

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

^ 8. Dienstag den 11. Januar 1859

Abonnementspreis für's halbe Jahr 2 fl. 30 kr. Tägliche Ausgabe außer Montags. Einrückungsgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

^M' Bestellungen auf das Intelligenz - und Amts­blatt und die Frankfurter Nachrichten werden täglich von der Expedition für diefes Semester angenommen; auch find noch einige der bisher erfchienenen Nummern zum Corn- pletiren neu zu abonnirender Exemplare Vorhände».

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UeberblLE der Creigniffe im Webiete der politischen

und materiellen Interessen.

Frankfurt, 11. Januar. (Der neue Regent von Serbien). Fürst Mi­los ch Obrenowitsch, der nach einem fast zwanzigjährigen Exil noch einmal auf den Fürstenthron seines Vaterlandes berufen wird, ist um das Jahr 1780 in dem kleinen Dorfe Dobrinja geboren. Sein Vater hieß Tescha und war ein gänzlich besitzloser Acker­knecht. Er starb frühzeitig und hinterließ seine Familie in tiefster Armuth; Milosch und seine zwei jüngeren Brüder mußten sich durch Viehhüten ihren Lebensunterhalt erwerben. Ihre Mutter Wiichnja war in erster Ehe mit einem wohlhabenden Bauer Namens Obren verheirathet gewesen, welcher seinem Sohne Milan Obrenowitsch ein kleines Vermögen hinterlassen hatte. Milan, zum Manne herangereift, begann einen Viehhandel und wurde durch denselben bald ein sehr reicher Mann. . Zu diesem Stiefbruder begab sich nun der junge Milosch und diente ihm als Knecht. Bald wurde er dessen Liebling, Theilnehmer des Geschäftes und selber ein wohlhabender Mann. Als zu Anfang des Jahrhunderts das serbische Volk sich gegen den Druck der türkischen Herrschaft erhob, war Milan Obre­nowitsch einer der Ersten, die sich an die Spitze des Volkes stellten, und Milosch blieb wie im Geschäfte, so auch im Kampfe sein treuer Gefährte. Milan selber war kein aus­gezeichneter Krieger; desto tapferer aber ragte der junge Milosch hervor. Der Kampf endete im Jabre 1808 mit der Anerkennung der nationalen Selbstständigkeit Serbiens. Der wilde Czerny Georg hatte sich durch seine ungestüme Tapferkeit und durch seine verständige Energie zum Fürsten seines Volkes erhoben. Milan Obrenowitsch erhielt für seine nationalen Verdienste den Oberbefehl in den drei Bezirken Rudnik, Poschega und Uschitze. Milosch blieb ihm zur Seite und war der eigentliche Befehlshaber, da Milan lieber den gewohnten Handelsgeschäften oblag. Als im Jahre 1809'die Russen in die Walachei