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ZntelligenzBlatt

der freien MM Frankfurt, zfT^ verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage. |

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachchausgaffe 21.)

M 30L Dienstag den 21. December 1858.

Neberbliâ dee Greigniffe im WebLete der politischen und Materiellen Interessen.

Frankfurt, 21. December. (Rußland in Asien). Ji Asien sind Rußland in der jüngsten Zeit die allererheblichsten Gewinne zugefallen. Graf Putiatin, welcher im August 1857 sich nach einer Reise von Paris in 70 Tagen in Schangai einfand, gesellte sich den Commissionen von Engländern und Franzosen zu, die mit dem himmli'cben R-ich in Conflict gerathen wären, und erhielt im Vertrag mit China dieselben Zugeständnisse ohne Andrângen. Fast zugleich errang aber General Murawilff am Amur von China Gebietsabtretungen, deren Umfang noch gar nicht in Zahlen auszusprechen ist. Durch den in Den tsin abgeschlossenen Vertrag des Grafen Put Latin wurden den Ruffen dieselben Vortheile,' wie den Engländern, Franzosen und Nordamerikanern zugesagt, und außer den gemeinsamen Verwilligungen zu den fünf früheren noch zwei neue Häfen geöffnet: Lai-Wan auf. Formosa und Kun-Schei auf Hainan; sodann soll monatlich eine lechte, vierteljähr­lich eine schwere Post zwischen Peking und Kj'chta gehen; Lie Mitglieder der Mission in Peking sollen nicht mehr alle auf einmal, sie können auch einzeln abgel-öst werden. Viel ausgiebigere Erfolge unlr ebenso unblutige errang in dem Reiche der Mstte der Gneral- gouverneur von Ostsibirien, Genera! Murawieff, ihm wurde das große Gebiet am linken Ufer des Amur . in einer großen Ausdehnung abgetreten. Schon lange batte Rußland kleine Etablissements-Vorposten am Amurstrom. Einmal nahm ihm das himmlische Reich eine kleine Festung weg: 15 000 Chinesen bewältigten die Kosakenbesctzung von 45 Mann, Liren Nachkommen noch in Peking leben. Der Kaiser von China ist aber nicht prompt in Geschäften, noch Monaten kommt zuweilen die Eu pfangsanzeige und nach andern Monaten die Entschließung. — Als 1855 während des Krimkrieges die Rede ging, westniâchtjge Schiffe würden sich bei Kamtschatka einst den und im Peter-Paulsiafen einen Besuch abstatten, begab sich General Murawieff dahin und lernte bei die,er Gelegenheit den Amur näher kennen. Admiral Putiätitt, damals in den japanischen Gewäffern, fuhr ibn bis zum Kosakenfort Ust -Strelotschn ja. Er braucht-76 T ge zü dieser Reise, 1857 ward st ein 30 Tagen zurückgelegt. Die Russen thun es überhaupt Andern bei Colonisirungen in drei Dingen zuvor: sie nehmen auf Einmal.keine groß.re Portion an und zu sich, als sie, ohne sich zu übernehmen, vertragen, und sich assimiliren können, wohin Las Zuviel-ayf-einmal führt, sehen wir in Indien. Und zweitens: sie l ffen dem eroberten oder annectirten Landstrich seinen Glauben, und soweit es ohne wnkl che Ge- fâbrdupg für hes Reiches Einheit geschehen kann, fefne sonstigen Einrichtungen. Muha- Wrdäüer, Feueranbeter unter den Petersburger Rettern genirteu sie nicht. Drittens bedrängen