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Intelligenz-Blatt der freien Slsdt FrMksurt, ^^ verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, M^^^W und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage. |

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(Expedition: am Getstpförtchen, Schlachthausgaffe 21.)

â 279. Donnerstag den 25. November 1858.

NeberblLE der Ereignisse Lw Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 25. November. (Zur Situation.) In Preußen sind die Wahlen der Abgeordneten für den im Januar zusammentretenden Landtag nunmehr beendigt und, wie nach dem Ergebniß der Urwahleu vorauszusehen war, entschieden im Sinn des neuen Ministeriums ausgefallen. In welch' hohem Grade die gegenwärtige Regierung in Preu­ßen die Sympathien des Landes besitzt, zeigt der Umstand, daß fast alle Mitglieder des Cabinets, einige derselben sogar an mehreren Orten, als Abgeordnete für die Deputirten- kammer gewählt worden sind. Unter den dem nächsten Landtage vorzulegenden Gegen­ständen soll sich unter Andern auch ein Gesetz über Einführung der Civilehe befinden. — In Oesterreich tauchen die bereits vor einiger Zeit in Umlauf gewesenen Gerüchte über Umgestaltung des Ministeriums und der Statthaltereien wieder auf; es heißt diesmal, es handle sich weniger um einen Personen-, als vielmehr um einen System­wechsel. Drei Minister sollen zur Würde und Stellung von Cabinetsministern erhoben werden, während die andern Ministerien als solche eingehen würden. Auch sollen sämmt­liche Statthaltereien wegfallen und dafür die Kreisbehörden in nähere Verbindang mit den Ministerien gebracht werden. Ob diese Gerüchte auf Begründung Anspruch haben, muß natürlich dahin gestellt bleiben, und zwar um so mehr, als die kürzlich erfolgte Er­nennung des Fürsten Lobkowitz zum Statthalter von Niederösterreich dem Eingehen der Statthaltereien geradezu widerspricht. — Am 12. d. M. starb zu Eisgrub der souveraine Fürst von Lichtenstein in einem Alter von 62 Jahren. Der älteste Sohn desselben, Prinz Johann, hat bereits die Regierung angetreten; er ist erst 18 Jahre alt, — In der holsteinischen Angelegenheit hat das dänische Ministerium des Auswär­tigen unterm 8. d. M. an die dänischen Gesandten in London, Paris, Petersburg und Stockholm eine Circulardepesche erlassen, worin es nach einer längeren Darstellung aller bis jetzt mit dem deutschen Bunde gepflogenen Unterhandlungen und gemachten Zugeständ­nisse am Schlüsse heißt: „Die Regierung des Königs schmeichelt sich mit der Hoffnung, daß der deutsche Bund dieses Betragen zu schätzen wissen und auch seinerseits dazu beitragen werde, damit diese Differenz, welche schon so lange dauert und so gefährlich für die gegenseitigen Interessen ist, endlich einer friedlichen Lösung entgegengeführt werde. Sie gibt sich um so mehr dieser Hoffnung hin, als es ihr unmöglich ist, auf dem Wege der Zugeständnisse weiter vorzugehen. Wenn daher gegen alles Erwarten der Bund neue Begehren von größerer Tragweite aussprechen würde, wenn er sich zu Schritten entschlösse, welche die dem Könige, als Mitglied des Bundes, zukommende souveraine Gewalt verletzen,