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JvteMgenz-Blatt der freie« MM FrsMM, vsrAmdsn mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Armkfurter Nachrichten als Extrabeilage.

(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthsusgaffe 21.)

M 271. Dienstag den 16. November 1858.

VeberbLLA der GreigAtsse im Gebiete der politischere und Materiellen Interessen.

Frankfurt, 16. November. (Zur Situation.) An demselben Tage, an welchem i« Berlin ein neues Ministerium sich bildete, wurde zu Kopenhagen durch königl. Kund­machung die Gesammtverfassung für Holstein und Lauenburg aufgehoben und die Provin­zialstände des Herzogthums Holstein für den 3. Januar k. I. einberufen. Diese königl. Entschließung, in der man den Anfang zur definitiven Lösung der holsteinischen Frage er­blickt, wurde bereits in der letzten Bundestagssitzung durch den dänischen Gesandten mit« getheilt und dem betreffenden Ausschuffe zur Prüfung übergeben. Von seinem Antrag auf Fortsetzung des Executtonsverfahrens wird der Ausschuß voraussichtlich Abstand nehmen und für die Verständigung der dänischen Regierung mit den am 3. Januar zusammentre­ten Ständen eine angemessene Frist gewähren. Nicht minder erfreulich als die Aussicht auf baldige Beilegung dieses Streites, für den ganz Deutschland von Anfang an eine so rege und warme Theilnahme an den Tag gelegt, ist die vor wenigen Tagen erfolgte Er­ledigung der Rastatter Besatzungsfrage. Wie man nämlich hört, hätte Oesterreich, das Besatzungsrecht Preußens in Rastatt anerkennend, seinen frühern Antrag zurück-- gezvgen, Preußen dagegen darauf verzichtet, im Frieden von diesem Rechte Gebrauch zu machen. Nächst diesen zwei Hauptfragen hätten wir vor Allem der Wahlen, welche in diesem Augenblick in Preußen vor sich gehen, Erwähnung zu thun. In Beziehung auf dieselben hat die „Preuß. Corresp." vor einigen Tagen einen Artikel gebracht, in dem man die Grundsätze zu erblicken glaubt, nach welchen das neue Ministerium zu regieren gedenkt. „Das Streben der Regierung", heißt es in diesem Artikel, „kann auf kein anderes Ziel gerichtet sein, als auf dasjenige, welches der ächt hohenzollernsche Geist unserer Fürsten sich immer vorgesetzt hat: das Wohl des ganzen Volkes, die Vermehrung seiner materiellen Hülfsguellen, die Wahrung und Ausbreitung seiner geistigen und sittlichen Güter, die Befestigung aller Bürgschaften für die Ehre und Macht der preußischen Krone. — Ehrfurcht für die monar­chische Autorität und deren Träger, aufrichtigen Anschluß an die Ver­fassung und innige Hingebung an die Gesammtinteressen des Landes, das sind die Grundsätze, deren Verein bei den Wahlen in das Auge zu fassen sein würde." — In Oesterreich ist die neue Währung nicht ohne Schwierigkeiten eingeführt worden, und an mehreren Orten, wo die neue Rechnungsart zu Streitigkeiten Veranlassung gege­ben, mußte man vermittelnd einschretten. Zu der Feier der Enthüllung des Radetzky«