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Intelligenz-Blatt der freien MM Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.)

F 255. Donnerrtag den 28. October 1858.

NeberblèeZ der Greignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 28.October. (Das Befestigungssystem Süddeutschlands). Sowohl in den Verhandlungen der würtembergischen Stände, als in der deutschen Vier- teljahrschrift (erstes Heft 1858) ist in der letzten Zeit auf die Umgestaltung hingewiesen worden, welche die strategischen Verhâltniffe Süddeutschlands durch Brücken und Eisen- bahnbmtm erfahren haben. Es dürfte daber nicht ohne Interesse sein, auf diesen Ge- genswiid ausführlicher einzugehen. Die Eisenbahnen haben in zweifacher Hinsicht das bièherige Befestigungs-System modifizirt. Die bisher isolirten Festungen find nämlich unter sich mit Centralpunkten verbunden worden, sodann sind stehende Brücken über Gränz- wzelegt. Während wir in Frankreich Lille, Metz, Straßburg und Belfort mit Mw theilweise unter sich in Verbindung gesetzt sehen, ist nicht minder Landau mit Matt mit Karlsruhe, Stuttgart und Ulm verbunden, und das mit französischen verbundene Lützenburg erhält nun auch seine Schienenwege nach Trier und ^aarwW Wen so sind im Donauthal die Bahnen im Bau begriffen, welche von Wien, dlvz w München her die Reserven für Ulm sichern. Eine nothwendige Verbindung da- SM welche für Karlsruhe besonders wichtig ist, bleibt noch vorbehalten : die Verbindung MbMrüber Germersheim und Philippsburg mit Bruchsal, wodurch die pfälzische Magsgruppe und ihre Reserven in Rheinpreußen mit dem Bollwerk des Oberrheins, « 7,' zusammengefügt und die Vertheidigung des badischen Landes erleichtert . würde.

® > der jetzigen Schiffbrücke würde alsdann eine stehende Brücke treten, welche m ^k 1"$ ?on Germersheim erhöhen müßte, eben so wie die Wirkungssphäre von ® dmch die stehende Brücke daselbst erweitert wird. Die stehenden Brücken über .... m^ des Rheins, wo derselbe Gränzstrom ist, bei Straßburg und Waldshut, sind mehr L âachung und event. Zerstörung der Brücken, als zur Vertheidigung der Zugänge, ta“®® Werken versehen worden. Die Eisenbahnen haben zugleich die früher beab- der Schwarzwaldpäffe an der Mündung der Thäler in die Rheinebene Li»»», "â^"k Werke unräthlich gemacht. Die Verhandlung in der würtembergischen zweiten v 10' September war in dieser Hinsicht interessant. Auf die Anfrage des Freiherrn v ?°" Seiten des Bundes noch an die Befestigung der Schwarzwaldpäffe denke, cor 17 c> ^er Kriegsminister, daß die Befestigung durch einzelne Paßsperrungen, wie man sie neil, Ki^^n beabsichtigt, nicht mehr anwendbar sei, weil inzwischen der Schwarzwald durch

^ viel zugänglicher geworden. Er spielte auf die Nothwendigkeit einer ‘ Hauptfestung an, wogegen Hölder das Bedenken geltend machte, daß dadurch