ZatetttgenzBlatt der freien Slsdt Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.
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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)
M 237. Donnerstag den 7. Oktober 1858.
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UeberbZiLk der ^reiglnsse im GebieLe der politischen und materiellen Interessen.
Frankfurt, den 7. October. (Zur Situation.) Die preußische Siegte? rnngsangelegenh ett, welcher ganz Deutschland mit so vieler Aufmerksamkeit und Theilnahme gefolgt, scheint nunmehr "ihrer Lösung nahe zu sein, denn schon in den nächsten TGn erwartet man die offiziellen Kundgebungen, welche die Regentschaftsübernahme des Prinzen von Preußen dem Lande anzeigen. Nachdem das Regierungsorgan, „die Zeit" die Ansfaffung der Fragen derartig dargestellt hat, wie sie den Rechten des nächsten Agnaten und der Verhältnißbestimmung entspricht, darf man annehmen, daß von einem Ausgange/ wie die „Neue Preuß. Zeit" ihn als. monarchisch und loyal vertheidigte, nicht mehr die Rede sein kann. Wie es scheint, hat nach Rückkehr des Ministerpräsidenten aus War- $M, in Folge einer Versammlung des Staatsministeriums und nachfolgender Audienz in Sanssouci, in welcher Die bestimmte Willensmeinung des Prinzen vorgelegt wurde, eine Einigung über die Hauptfrage stattgefundcn. Ist ein Abschluß noch nicht erreicht und bieten einzelne Punkte noch Schwierigkeiten, so glaubt man doch, daß diese in den nächsten Tagen geordnet sein werden. Ueber die zu erwartende Form der Regent- schaftsübernahme hört man, daß ein königliches Handschreiben den Prinzen dazu auf- fordein werde, bis zur Herstellung Sr. Majestät die Regentschaft mit voller königlicher Macht zu führen. Der Prinz-Regent aber wird seinerseits dem Lande die Ergreifung der Regentschaft anzeigen und die Landèsvcrtretung einberufen, um die Nothwendigkeit versaffungsgemäß anzuerkennen. — Die holsteinische Frage befindet sich noch Mem bisherigen Stadium, d. h. in der Bearbeitung des Ausschusses, von welchem ' Essen in der nächsten Zeit die Erstattung des betreffenden Vortrages in der Bundesversammlung zu erwarten steht. — In Bayern wurden am 30. Sept, die kaum zusammengetretenen Kammern durch ein königl. Rescript wieder aufgelöst, wie es heißt, wegen der Wahl eines oppositionellen Candidaten zum Viceprästdenten der zweiten Kam- mer. - In dasLagerbei Warschau begaben sich auf Einladung des Kaisers Alexander II. <
Prinz von Preußen, der Großherzog von Sachsen-Weimar und der Prinz Napoleon. Die Reise des Letzteren machte in den politischen Kreisen der französischen Hauptstadt große