ZntelligenzBlatt
der freien FtM Frankfurt. ^^^
verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbchörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage. |
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(Expedition: am Geistpf-rtchen, Schlachchausgasse 21,)
â 205. Dienstag den 31. August 1858.
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Ueberbkick der Greigniste im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.
Frankfurt, den31.August. (Zur Situation.) Die politische Windstille, welche seit dem Beginne der diplomatischen Ferien und der heißen Jahreszeit eingetreten, ist nur durch einige erfreuliche Friedensbotschaften gestört worden. Während uns aus dem Westen die glückliche Vollendung der telegraphischen Verbindung Amerikas mit Europa durch den atlantischen Telegraphen selbst gemeldet wird, empfangen wir aus dem fernen Osten die erfreuliche Nachricht von dem Abschlusse eines Friedensvertrages zwischen Rußland und China. Das chinesische Reich steht nunmehr Europa und seinem Handel offen und von einem blutigen Kriege Englands und Frankreichs mit demselben ist keine Rede mehr, da auch diese Mächte, dem Beispiele Rußlands folgend, Verträge mit dem himmlischen Reiche geschlossen haben. Außer diesem wichtigen Ereignisse läßt sich aus dem Orient nichts besonders Bemerkenswerthes berichten, es sei denn die Nachricht, daß die Grenz- regulirungscommission in Montenegro ihre Arbeiten vollendet hat, und zwar ohne Streit und Meinungsverschiedenheit, ganz wie die Pariser Conferenzen, die, obgleich stürmisch begonnen, nunmehr friedlich zu Ende gegangen sind. — In Frankreich wird Alles vermieden, waS die enteilte cordiale zwischen Frankreich und England möglicherweise stören könnte. In der Rede, welche Perstgny kürzlich in St. Etienne hielt, wird gesagt, die englisch-französische Allianz werde von dem großen Publikum Englands gewünscht; ungeachtet mancher durch das Attentat und diplomatische Zwischenfälle bewirkten Mißverständnisse schwebe doch zwischen beiden Völkern keine ernste Frage, über die man sich nicht verständigen könne; somit möge Frankreich die für beide Völker so vortheilhafte Allianz aufrecht halten. — Auch in Italien herrscht eine friedlichere Stimmung. Den neuesten Nachrichten zu Folge hat Graf Cavour auf eine Entschädigung für den Cagliari verzichtet, und sobald die demnächst in Aussicht stehende Wiederaufnahme der diplomatischen Verbindungen zwischen Neapel und Sardinien stattgefunden hat, wird der ganze Streit als abgethan zu betrachten sein. — Seit einiger Zeit berichten die Zeitungen von einer eingetretenen freundlichen Annäherung zwischen Rußland und Oesterreich, worüher indessen nichts Thatsächliches vorliegt. Ueber die obschwebenden deutschen Fragen hgk' seit einiger Zeit nichts verlautet. Jetzt bringt ein rheinisches Blatt über den Stand der Rastatter Be- satzungsangelegenheit folgende Mittheilung: „In der Rastatter Besrtzungsftage