Zntelligenz-Blatt der freien Madl Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.
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(Expeditton: am Getstpförtchen, Schlachchausgaffe 21.)
M 167. Samstag den 17. Juli 1858.
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Ueberblick der Creigmjse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.
Frankfurt, 17. Juli. (Zur Situation.) Die Antwort Dänemarks, welche dieser Tage am Bunde eingegangen ist, hat im dänischen Ministerium Anlaß zu Meinungsverschiedenheiten gegeben, welche eine Ministerkrisis zur Folge hatten. Der Finanzminister Andrä, der eifrigste Widersacher gegen die deutschen Forderungen, trat aus dem Cabinet und der Conseilpräsident Hall übernahm das Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten. Man hofft, daß die Entfernung Andrâ's wesentlich zur baldigen friedlichen Lösung, der obschwebenden Streitfrage beitragen, sowie überhaupt eine Wendung in der dänischen Polittk herbeiführen werde. Es ist in letzter Zeit viel von Bundesexecution die Rede ge- wesen und man hat diese in nahe Aussicht gestellt, falls die Antwort Dänemarks ablehnend ausfallen würde. Die Bundesexecution könnte indessen, wenn sie wirklich beschlossen werden sollte, frühestens Ende September eintreten, indem noch zuvor die Gesandten die betreffenden Instructionen von ihren Regierungen einholen, der Executionsausschuß seinen Bericht erstatten und eine neue Aufforderung an Dänemark erlassen werden müßte, welche Vorbereitungen zum Mindesten einen Zeitraum von sechs Wochen erfordern würden. — Die Pariser Conferenzen haben einen schnelleren Fortgang genommen, als man vermuthet hatte. Die Berathungen über die Donaufürstenthümer sind so weit vorgerückt, daß bereits mit der Redaction des Reglements begonnen werden kann und nennt man den Grafen Walewsky als Denjenigen, welcher damit beauftragt werden soll. Und so würde denn bald wieder eine von den vielen europäischen Fragen, welche seit dem orientalischen Kriege in ununterbrochener Reihe aufgetaucht sind, von der politischen Bühne verschwinden. Die Diplomaten werden Ferien machen und den Bädern zueilen, um sich von den überstandenen Strapatzen auszuruhen und neue Kräfte für kommende Federkämpfe zu sammeln. Vorderhand scheint es indessen nicht, daß neue Wirren ihre Ruhe stören werden, das bestätigen schon die zahlreichen Reisen der gekrönten Häupter. Während die Könige von Holland und Griechenland zum Gebrauche der Bäder nach Deuschland kommen, ladet der Kaiser der Franzosen die Königin Victoria zu den am 4. August in Cherbourg stattfindenden Feier-