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Intelligenz-Blatt der freien KM Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfutter Nachrichttu als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.)

"^ 163. Dienstag den 13. Juli 1858.

^ Abonnements auf das Intelligenz- und Amtsblatt und die Frankfurter Nachrichten werden täglich von der Expedition angenommen. Die feit 1. Juli erschienenen Nummern können noch nachgeliefert werden.

Uederblick der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, den 13. Juli. (England und Frankreich in maritimer Be- ztehung.) Wenn England allen Grund hat, mit Besorgniß auf die Quantität und Qualität der Schiffe Frankreichs zu blicken, so muß seine Besorgniß noch größer werden, wenn es die Artillerie derselben in's Auge faßt. Unter der Artillerie eines Kriegsschiffes begreift man nicht nur die Anzahl der Kanonen mit Rücksicht auf die Größe ihres Kali­bers, sondern auch ihre Bedienung, die im Gefechte die Hauptsache ist. Die Seekriegs- gcschichte spricht in Bezug auf den letzter« Punkt sehr zu Gunsten der Engländer. In dem Kampfe des englischen Schiffs „Mars" mit dem französischen „L'Hercule" (1798) hatte ersteres 90, letzteres 290 Todte und Verwundete; in dem Kampfe der „Sibylle" mit „La Forte" (1798) wurden englischerseits 21, französischerseits 143 kampfunfähig; in dem Seetreffen vom 4. November 1805 zwischen 4 französischen und 5 englischen Linien­schiffen verloren die Engländer nur 135, die Franzosen 730 Mann; in der Schlacht vom 14. Februar 1797 zwischen englischen und spanischen Schiffen zählten die Engländer 300, die Spanier 800 Todte und Verwundete, nach der Schlacht vom 11. October 1797 bei Camperduin zwischen Engländern und Holländern kamen auf jene 800, auf diese 1160 Kampfunfähige. Diese auffallend geringere Verluste auf Seiten der Engländer waren Folge ihrer besseren Artillerie. Sie zielten und schoffen nicht nur genauer, sondern auch schneller als die andern Nationen. Auch befolgten sie eine bessere Taktik, indem sie stets nach dem Rumpfe zielten, während die übrigen Nationen ihren Feind vorzugsweise zu entmasten suchten und deshalb zu hoch schoffen. Außerdem hatten sie noch den Vortheil des stärkeren Kalibers. Daraus erklärt sich hinreichend, wie die Franzosen imb ihre Murten in dem letzten Seekriege gegen England 85 Linienschiffe und 180 Fregatten verlieren konnten, während die Engländer nur 13 Linienschiffe und 83 Fregatten verloren. Später haben die Franzosen die Mängel ihrer Artillerie erkannt, die vorzüglich darin bestanden, daß auf den Schiffen zwei von einander unabhängige Mannschaften bestanden, die mllstansche und