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irr freien Stadl Frankfurt, ^^ verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.
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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)
JVi 89. Donnerstag den 15. April 1858.
Abonnementspreis für's halbe Jahr 2 fl. 30 kr. Tägliche Ausgabe außer Montags.
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Ueberbliek -er Ereignisse im Gebiete -er politischen «n- materiellen JntereMn.
Frankfurt, 15. April. Der vor sechs Jahren im Monat April erfolgte Tod des Fürsten Felix Schwarzenberg hat einem hiesigen Blatte Gelegenheit geboten, einen Rückblick auf dessen Politik, namentlich Deutschland gegenüber, zu werfen. Bei allem Aner- kenntniß der Energie und der Verdienste des verstorbenen Staatsmannes um Oesterreich, kam der Artikel doch schließlich zu dem Resultat, daß die aggressiven Bestrebungen desselben Deutschland gegenüber dem letzter» nicht zum Heile gereichten. Gegen diese Behauptung hat sich in der hiesigen Presse von anderer Seite ein Widerspruch erhoben, der das Centralisationssystem des Fürsten Schwarzenberg für seinen Staat eben so entschieden in Abrede stellt, wie er die Jnfluenzirung der deutschen Verhältnisse von Wien aus entschieden vertheidigt. Wir sind nicht gewillt, in diese Discussion zweier hiesigen Blätter einzutreten. Da jedoch dieser Gegenstand einmal in der politischen Presse angeregt ist, so mögen hier einige thatsächliche Beiträge zu derselben folgen. Bekanntlich ließ der Kaiser von Oesterreich unmittelbar nach dem Tode des Fürsten durch den mit dem Portefeuille des Auswärtigen beauftragten Baron Werner den anderen Cabineten anzeigen, daß die von dem Verstorbenen aufgestellte Politik unverbrüchlich werde festgehalten werden, nach Innen sowohl, als nach Außen. Als die beiden Hauptaufgaben dieser Politik sind stets die Centralisation durch Germanisirung und die Herstellung' der Finanzen durch Erhöhung der Steuerkraft betrachtet worden. Die politische Seite dieser Aufgabe enthält insofern einen Widerspruch, als sie die Aufhebung aller ständischen Formen im ganzen Reiche verlangt, und dadurch in den vollkommensten Gegensatz zu dem deutschen Wesen und dem Art. XIII. der Bundesacte geräth, während 'doch gleichzeitig die Schwarzen- berg'sche Politik, im Gegensatze zu der Metternich'schen, den Anschluß an Deutschland zum Zweck dereinstiger Herrschaft anstrebt und auf jedem Wege verfolgt. Richt minder haben die aggressiven Bestrebungen des Fürsten Schwarzenberg Deutschland gegenüber in der Vereitlung des Gesammteintritts, des dreitheiligen Flottenprojects und in der Zolleinigungsfrage nicht die gewünschten Erfolge gehabt. Größer als die Schwierigkeiten, welche sich bei Lösung der oben angeführten Aufgabe entgegenstellten, waren noch die, welche dem Finanzminister sich darboten. Es war gerade der eigene Bruder des vèrstvr-