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Intelligenz-Blatt

der freien Stadt Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

^ 37. Samstag den 13. Februar 1858.

LleberbLiek der Ereignisse èm Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 13. Februar. (Preußen und England). Wir geben heute noch einige bedeutungsvolle Stellen ans der im vorigen Ueberblicke begonnenen Darstellung der „Preußischen Jahrbücher". Schon waren Oesterreich und Rußland zur Thei­lung Preußens verbündet. Maria Theresia bewährte ihr Wort, sie bot den Bourbons das Herzogthum Luxemburg sammt den Niederlanden für den Beitritt zu diesem Bündniß. Aber zugleich war auch der Kampf zwischen Frankreich und England in Nordamerika wieder ausgebrochen. Frankreich warb um die Unterstützung Friedrichs II. gegen England, indem es ihm dem Besitz Hannovers zeigte. Friedrich schloß am 16. Januar 1756 mit England ab. Dieser Vertrag entschied den Uebertritt Frankreichs zu Oesterreich und Rußland und brachte den siebenjährigen Krieg zum Ausbruch. Im Juni 1757 trat der große Commoner an die Spitze des englischen Ministeriums. Er war entschlossen „Preu­ßen wider die mächtigste und boshafteste Verbindung, welche jemals die Unabhängigkeit eines Staates bedrohte", zu vertheidigen, er war entschlossen „Amerika in Deutschland zu erobern". Und er erreichte mehr als das. Während Ludwig XV. alle Kraft auf den Landkrieg verwendete, während er Jahr für Jahr Armeen von hundert und hundert und fünfzigtausend Mann nach Deutschland warf, eroberten Wolfe und Armherst Canada, schlug Oberst Coote den Grafen Lally, unterwarf Clive Bengalen. Die Schlachten von Roßbach, Crefeld, Minden, Vellinghausen machten die Siege von Plassey, Quebec und Pondichery möglich. In seiner tiefsten Noth wurde Preußen von England verlassen. Pitt's Nach­folger, Lord Bute war in Verzweiflung, daß die Erfolge des Herzogs Ferdinand von Braunschweig nicht enden wollten. In den kläglichsten Briefen flehte er den Herzog von Choiseul an, die niederdeutschen und englischen Truppen des Braunschweigers doch wenig­stens hinter die Fulda zurücktreiben zu lassen, damit es ihm. möglich würde, dem Parla­ment gegenüber den Frieden zu zeichnen. Die Präliminarien vom 3. November 1762 legten den Franzosen wohl die Räumung der linksrheinischen Besitzungen Preußens, die Räumung der Plätze Geldern, Cleve und Wesel auf, aber ohne deren Zurückstellung an Preußen zu verfügen. Diese Trennung Englands von Preußen war für beide Staaten von Nachtheil. Beide blieben isolirt. Oesterreich und Frankreich hielten nach dem hu- wrtsburger Frieden ihr Bündniß nicht blos aufrecht, es wurde durch die Hesrath des ranzösischen Thronerben mit der Tochter Maria Theresia's enger und fester geknüpft. In edem Augenblicke waren die Mächte in der Lage —■ Schweden und das Reich in ihrem