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Zntelligenz-Blatè

der freien Stadt Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

J£ 35. Donnerstag den 11. Februar 1858.

UeberbLèâ dee Ceeègnèsfe im Gebiete Hex politischen und Materiellen Interessen.

Frankfurt, 11. Februar. (Preußen und England). Unter diesem Titel bringen die „preußischen Jahrbücher" eine Darstellung der historischen Beziehungen Preußens und Englands, der wir folgende Stellen entnehmen: Die Colonialmacht Englands, seine Herrschaft über die Meere ist nicht ausschließlich durch englische Kräfte, durch die Schiffe Englands gegründet worden; einen sehr bedeutenden Antheil an der­selben haben die deutschen Waffen. Englands maritimes Uebergewicht wurde im Gegen­satze zu Frankreich errungen. Während die deutschen Heere die Armeen Frankreichs beschäftigten, seine Grenzen gefährdeten, hatte England Raum, seine beste Kraft auf das Meer zu werfen und dem gemeinsamen Gegner fernliegende Besitzungen zu entreißen. Im spanischen Erbfolgekriege, dessen Hauptlast Oesterreich, Preußen, das Reich und Holland zu tragen hatten, legte England die Grundlagen seines Colonialreichs. Im siebenjährigen Kriege, in welchem die preußisch-niederdeutschen Kräfte die Stöße Frankreichs empfingen und aufhielten, konnte England den Franzosen Canada, Louisiana, West- und Ost-Indien entreißen. Während die deutschen Mächte im Kampfe gegen das republikanische, dann gegen das imperialistische Frankreich standen, vermochte England seine Herrschaft über die Meere und die über Ostindien zu vollenden. Wie anders gingen die Dinge, wenn den Engländern die deutschen Armeen fehlten I Als England im siebenten und achten Decen- nium des vorigen Jahrhunderts im Kampfe gegen Frankreich allein stand, vermochte es mit großer Mühe und unter schweren Einbußen die See gegen die französischen Flot­

nur

ten zu halten. Die Behauptung Gibraltars hatte es den hannoverschen Truppen zu dan­ken, und Amerika ging verloren. Wiederum entbehrte in unseren. Tagen England der deutschen Kräfte, als es galt, dem Vordringen Rußlands auf dem schwarzen Meere und in der Richtung auf Constantinopel zu wehren. Es war genöthigt, an der Seite Frank­reichs zu fechten. Die gewaltige Landniacht des neuen Verbündeten stellte die englischen Streitkräfte in Schatten. Noch mitten im Kriege reicht derselbe dem Gegner die Hand. England wurde gezwungen, einen Frieden zu schließen, welcher der Anstrengungen des Krieges spottete, imd sein Alliirter bemüht sich, den Russen in den Donanfürstenthümern die Stellung zu ersetzen welche ihnen der Krieg auf der Krim entrissen hat. Von den beiden deutschen Mächten hat Preußen England immer näher gestanden als Oesterreich. Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg und Wilhelm von Oranien waren es, welche sich mit geringen Mitteln, aber desto entschlosseneren Muthes den Eroberungen Ludwigs XIV, entgegenwarfen. Es ist bekannt, wie die rasche Hülfe des Kurfürsten seinen Neffen