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ZnteMgenz-Blatt ter freit» Stadt Kmksaü, verbunden mit be® AiStrUatt, Organ der hiesigen Staats- beh-rde«, und den FrMstrt« Rkchrichtrs als Extrabeilage l

(Expedition r am Geistpförtchen, EchlachthauSgaffe 21).

M 282. Samstag den 28. November 1857.

AbonnementSpreiS für's halbe Jahr 2 fl. 30 kr. Tägliche Ausgabe außer Montage.

SinrüSungSgebührenr 6 kr. für dir ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

^b" Inserate, welche den folgenden Tag nach der Aufgabe im Jntelligenzblatte erscheinen sollen, werden, bei herannahendem WeihnachtS- feste, Bormittags von der Expedition erbeten.

Ueberblicke der âeigni^e im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, den 28. November. Die Stadt BenareS, der heiligste Wallfahrtsort der Hindus und Sitz ihrer berühmtesten Universität mit 300 Lehrern und 50U0 Zog- lingen, liegt 15 Meilen östlich von Allahabad, links am Ganges, der hier weithin mit Marmortreppen eingefaßt ist, weil alljährlich Hunderttausende von Hindus aus allen Theilen Indiens herbeiströmen, um sich in seinen heiligen Fluthen zu baden. Die Stadt BenareS darf als der Centralpunkt indischer Gelehrsamkeit und Religion betrachtet werden. In welchem Ansehen die Stadt bei den Hindus steht, beweist der Glaub« der letzteren, daß den in BenareS Sterbenden die ewige Seligkeit gesichert ist. Die Stadt enthält außer der Hindu-Universität noch viele andere Schulen für die Eingeborenen, weßhalb sie denn auch die „Weisheitsstadt" genannt wird. Die Universität zählt unter ihren Professoren die unterrtchtetsten und geehrtesten Männer des Landes. Benares liegt in­nerhalb ber, ungeheueren Krümmung, welche der Ganges macht, ehe er die Rosengärten von Ghazipur erreicht. Die Stadt liegt längs des majestätischen Flusses in einer Aus­dehnung von fast einer deutschen Meile und erhebt sich in ihren nächsten Straßen etwa 35 Fuß über sein Bett. Die zahlreichen und breiten Rampen, welche mitten durch die Häuser zu den Ufern des heiligen Flusses führen, gewähren einen höchst angenehmen Anblick. Unter den zahllosen Tempeln, Pagoden, Hallen und Klöstern, in welch letzteren die RadschaS und Reichen Indiens WakilS (Gesandte) unterhalten, die für sie beten und die heiligen Ceremonien vollbringen, zeichnen sich die Bauten der Moslems durch ihre zierlichen und luftigen Formen aus. An der Spitze dieser Bauten steht die von Aureng- Zeb im Jahre 1685 erbaute prachtvolle Moschee. Sie ist aus weißem und rothem Mar­mor auSgeführt und wetteifert mit den schönsten Gebäuden dieser Art, die sich in der Türkei und in Persien finden. Ihre ungeheuere Kuppel erinnert an die der Sophien-