Einzelbild herunterladen
 

ZmeMgenz-BUN der Wes IW WMSrt, /fT^ "^ni «jn^^^ Kliè Lem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staals- ^4||m behördrn, und de» Mskstzrkr Aschrichtrs als Ertrabeilage 1

(Expedition; am Geistpförtchen, GchlachthausgÄss« 21).

M 280., Donnerstag den 26. November 1857.

ÄÄS^^^^S^2äi2£S!2£±!2S!!=5£=Z^2=^S!S^2^^

NbonnementSpreis für's halbe Jahr 2 fl.30kr. Tägliche Ausgabe außer Montags.

EinrückungSgebührent 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

V<b" Inserate, welche den folgenden Tag nach der Aufgabe im Iutelltqenzblatte erscheinen sollen, werden, bei herannahendem Weihnachts­feste, Vormittags von der Expedition erbeten.

ÜeberbLLâ der WrergmW im GebèsLe Her politischen und materLMen Interessen.

Frankfurt, den 26. November. Ist gegenwärtig für alle Länder, in welchen das Goldgelb massenhaft cirkulirt, eine allgemeine Preiserschütterung zu fürchten, so Sklärt sich dies unmittelbar auS dem Begriffe des Preise). DaS Steigen und Fallen ir beiden edlen Metalle , welche seit uadenkiichen Zeiten als Münze benutzt werden, führt Erscheinungen herbei, die sich bei den anderen Waaren nicht finden. Wenn ir­gend eine andere Waare, z. B. Blei, Eisen, Getreide oder Wein im Werthe sinkt, so vermindert sich auch zugleich ihr Preis; denn der Preis einer Sache ist ihr Werth in der speziellen Beziehung auf die Metalle, auS denen die Münzen gefertigt werden. Die Werthveränderung der letzteren selbst ist mit der eigenthümlichen Erscheinung verbunden, daß ihr Preis, als ihr auf sie selbst bezogener Werth, unter allen Umständen derselbe bleibt. So geschieht eS, daß eine Quantität Gold ihr Äquivalent in ihrem eigenen Bruchtheile findet, sobald derselbe in Münzen ausgeprägt wird, oder daß diese Münzen bei voraussichtlicher Verminderung der Goldproduction wieder hinreichend werden kön­nen, um daS.Äquivalent einer nicht ausgeprägten kleineren Goldquantität zu bilden. Nach der Entdeckung Amerikas ßiëg die jährliche Ausbeute der edlen Metalle in jenem Welttheile während der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts in der Progression von IV», 16, 60, 80 Millionen Francs. Diese Steigerung und die damit verbundene Werthver- MMderung im Verhältnisse zu den anderen Prvductionen führte jene universelle Theuerung herbei, die unsere Vorfahren vor 300 Jahren zu bestehen hatten. In unserer Zeit schei­nen sich ähnliche Preiserschütterungen vorzubereiten, ja eS gibt sachkundige Personen, welche behaupten, daß èin solcher Zustand bereits eingetreten ist. Es sind jedoch nicht bèche edle Metalle im Spiele; diesmal ist es nur eines der beiden, das Gold, dessen Production in Folge neuerer Entdeckungen mit eurer bisher unerhörten Ergiebigkeit und mit einer gleichzeitigen bedeutenden Verminderung der Productionèkosten auftritt. Wäh-