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verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der piefigen Staats- behördrn, und den /rstkfarttr Nachricht» als Extrabeilage

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(Expedition i am Griftpförtchen, SchlachthauSgass« 21).

M 262. Donnerstag den 5. November 1857.

Abonnement-preis für'- halbe Jahr 2 fl. 30 kr. Tägliche Ausgabe außer Montags.

LinrâckungSgebührenr 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

Ueberblicke der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, den 5. November. (Zur Situation). Die österreichischen Blätter geben die Versicherung, daß Preußen den Plan der Union der Donaufürstenthümer aufgegeben und sich für die österreichische Auffassung der Organisation jener Gebiete entschieden habe. In Folge dessen werde das Wiener Cabinet wahrscheinlich auch big Anträge Preußens beim Bunde in der holsteinischen Angelegenheit unterstützen. Diese Versicherung einer Aenderung der preußischen Politik ist aus der Luft gegriffen. Preußen hat sich niemals über die Nothmendigkfit einer Union jener Kgnper ausgesprochen, eS hat dieses Projekt auch durch s^iire Vertreter niemals unterstützen und begünstigen lassen; eS ist aber mit einer Energie, welche zuletzt zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen zur Pforte führte, dem Treiben jener bekannten Partei in der Moldau und Wal- Igchej entgegengetreten, welche durch die Mittel der Gewalt und Fälschung eine gntiunio- nistische Vertretung zu Stande brachten. Wenn nun qpS dieser Thatsache die Folgerung gezogen wird, Preußen begünstige die Union, so geschieht dies nach jener Logik. Preu­ßen forderte die Beobachtung des von allen Großmächten verbürgten Rechtes, unbeküm­mert um die Wünsche, welche die LändeSvertretüng für die Organisation grzssprechen würde. Diesen Standpunkt hält Preußen auch gegenwärtig inne. Jedfr Zweifel daran wird in dieser Hinsicht durch daS Preußische Cirkular ân d,x Gesandten in Wien, Paris und London vom 11. v. MS. beseitigt, welches in Veranlassung deS türkischen Protestes gegen tzie Union Mx die Stellung Preußens zu onentiren bestimmt ist. Die Vertretung der Fürstenthümer hat unzweifelhaft das Recht, den Wunsch nach einer Union auszüsprechen, denn sie wurde ja zum Zwecke der freien Meinungsäußerung gewählt; wenn nun die Pforte in diesem Verlangen ein revolutionäres Gelüste und das Wiener Cabinet gar eine Ge­fahr für daS österreichische Staatswohl erblickt, so wird wiederum beiden Mächten Nie­mand das Recht bestreiten, Besorgnisse zu hegen und auözusprechen, aber es widerstreitet dem gesunden Sinne, die gesetzlich gewählten Divans der Moldau und Wallachei ihrer Meinung halber anzuklagen. Preußen sieht daher in ihnen die gesetzlichen Vertreter und findet in ihren Wünschen nichts gefährliches. Erst auf der Pariser Confexenz wird er nach Maßgabe der Vorschläge, welche die europäische Commission macht, seine Cnt-