Intelligenz-Blatt der freit« SM KGM, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der Riesigen Staate- »rhörden, und den KMfsrtrr Rachrichtrs als Ertrabeilage
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(Erpedièiv« r am Geistpförtchen, SchlachthauSgaffe 21).
M 236. Dienstag den 6. October 1857»
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Ueberbliè der Wreigmfss rm Gebiete der potttLschen und materiärr Interessen.
Frankfurt, den 6. October. Die Umgegend unserer Stadt nimmt, zumal nach Men zu, sich immer noch bunt genug auf der Landkarte auS, und doch, wie groß ist bit Sinnest geworden, wenn wir die Mannigfaltigkrit hetrüchren, wie der „Wetterfische G,ogr«pyuS« von 1747 sie uns von der alten Wettsrau vorgeführt! Statt der 3 Hessen, Preußen, Nassau und Frankfurt, also 6 Herren, finden wir damals allein von dem Hsufe Nassau die fürstlichen und gräflichen Gebiete Siegen, Dillenburg, Dietz oder Oranien, Weilburg, Idstein, Usingen, sodann die Grafschaften Holzapfel, Witgenstein, Lemingen-Westerburg, die untere Grafschaft Katzenellenbogen, die solmfischen Grafschaften Braunfels, Lich, Laubach und Rödelheim, Wied-Runkel, das zum Kurfürstenthum Mainz gehörige Rheingau, die Grafschaften Epstein und Königstein, die Herrschaft Kronberg, die Grafschaften Hanau, Oberisenburg, Stollberg-Gedern, Nidda, das Busecker-Thal, die Grasschaft Kaschen, das darmstâdtische Fürstenthum Oberheffen, Has Gebiet der Abtei Fulda, das Gebiet der Grafen Görz und der Herren von Riedesel, die vier Reichsstädte Frankfurt, Wetzlar, Friedberg, Gelnhausen, die Ritterschaft von Burg Friedberg, die Klöster Engelthal, Ilbenstadt re. Die GcbieiSverhâltnisse waren dadurch noch verwickelter, daß manche Herrschaften zweierlei Herrn hatten, z. B. Epstein, Mainz und Hessen- Darmstadt, Ems Hessen-Darmstadt und Nassau-Dietz re. Dieses altberühmte Emserbad wurde frühzeitig durch besondere Gesetze geschützt, damit Friebe unter den es besuchenden Gâstm gewahrt werd?. Auf der Straße nach Coblenz stand ein Pfahl mit einer eisernen Hand, daran ein Schwert hing. Ebenso ständ an dem öffentlichen Spaziergang zu Schwalbach an einem Pfahl ein Beil und darunter eine Hand adgemalet, zur Warnung, daß Niemand sich an dem andern vergreifen soll. Ein eigenthümliches Fest war die jährlich am dritten Pstngstfeiertage vorgenommene Reinigung des Selzerbrunnens bei Großkarben, welcher durch den friedbcrgischen Burggrafen von Riedesel 1728—30 gefaßt und mit Anlagen versehen wurde. Zwölf bis fünfzehn Männer zogen mit Musik in